Unser Heiligabend begann ganz entspannt zuhause. Bei einem gemütlichen Frühstück mit frischen Brötchen und heißem Kaffee nahmen wir uns bewusst Zeit, bevor die Reise losging. Draußen war es noch ruhig, genau die richtige Stimmung für einen besonderen Start in den Tag.
Nach dem Frühstück machten wir unser Wohnmobil startklar und rollten los. Schon auf der Autobahn wurden wir überrascht: Am Heiligabend war erstaunlich wenig Verkehr unterwegs. Keine Hektik, keine Staus – einfach entspanntes Fahren und Vorfreude auf das erste Ziel unserer Tour.
Unser erstes Ziel war Lugano. Die Anreise führte uns durch beeindruckende Landschaften Richtung St. Bernardino. Erst dort, in den höheren Lagen, zeigten sich die ersten Schneeflocken. Die Berge waren schneebedeckt, die Temperaturen deutlich kälter – eine wunderschöne, fast schon magische Winterstimmung.
Leider kam dann die Ernüchterung: Der St.-Bernardino-Pass war gesperrt. Also hieß es umplanen und auf der gut ausgebauten Straße weiterzufahren. Auch wenn wir den Pass gern gefahren wären, entschädigte die winterliche Landschaft ein wenig für die Änderung der Route.
Am Abend erreichten wir schließlich Lugano und unseren Stellplatz. Das Wetter spielte allerdings nicht mehr mit: Es war sehr kalt, dazu Regen, der ununterbrochen auf das Dach prasselte. An draußen sitzen war natürlich nicht zu denken.
Drinnen war es warm, draußen grau und nass – aber genau diese Kontraste machen das Unterwegssein mit dem Wohnmobil für uns aus. Auch wenn das Wetter nicht auf unserer Seite war, hatte dieser Start in die Reise etwas ganz Besonderes.: Heiligabend in der Schweiz – Unsere Reise nach Lugano
Nachdem wir uns auf dem Stellplatz eingerichtet hatten, wurde es im Wohnmobil erst einmal richtig gemütlich. Wir kochten uns ein leckeres Abendessen, wärmten uns auf und überlegten spontan, noch einen kleinen Spaziergang zu machen. Eigentlich gingen wir davon aus, dass am Heiligabend in der Innenstadt ohnehin alles geschlossen sein würde.
Umso größer war dann unsere Überraschung, als wir in der Stadt ankamen. Der Piazza della Riforma war wunderschön beleuchtet und strahlte eine ganz besondere, fast schon festliche Atmosphäre aus. Lichterketten, warme Farben und ein lebendiges Treiben – damit hatten wir wirklich nicht gerechnet.
Der ganze Platz war voller Menschen, die an den verschiedenen Weinständen zusammenstanden, lachten, sich unterhielten und den Abend sichtlich genossen. Es herrschte eine unglaublich entspannte und fröhliche Stimmung, die uns sofort ansteckte. Für einen Moment fühlte es sich an, als wären wir mitten in einer großen, offenen Weihnachtsfeier gelandet.
Leider stellten wir schnell fest, dass wir kein Geld mitgenommen hatten. Wir waren fest davon ausgegangen, dass alle Lokale und Stände geschlossen sein würden. So blieb es für uns bei einem gemütlichen Rundgang über den Platz und vielen staunenden Blicken.
Trotzdem war dieser Abstecher auf den Piazza della Riforma eines der Highlights des Tages. Auch ohne ein Glas Wein in der Hand genossen wir die besondere Atmosphäre und freuten uns darüber, wie überraschend schön dieser Heiligabend unterwegs für uns war.
Das Gläschen Wein, das wir uns in der Innenstadt verwehrt hatten, holten wir dann ganz entspannt nach – zurück im warmen Wohnmobil.
Mit einem Glas Wein in der Hand ließen wir den Heiligabend noch einmal Revue passieren. Draußen war es kalt und regnerisch, drinnen gemütlich und ruhig. Genau diese kleinen Momente sind es, die wir am Unterwegssein mit dem Wohnmobil so lieben.
Die Nacht auf dem Stellplatz verlief angenehm ruhig. Kein Lärm, kein Trubel – nur wir, unser Wohnmobil und das gute Gefühl, den Heiligabend einmal ganz anders verbracht zu haben.
So ging ein überraschend schöner Tag zu Ende und wir fielen zufrieden ins Bett, gespannt darauf, was die nächsten Tage in Lugano für uns bereithalten würden.
25.12.2025
Der 1. Weihnachtsfeiertag stand bei uns ganz im Zeichen eines besonderen Anlasses: dem Geburtstag unseres Sohnes, der uns auf dieser Reise begleitete. Ein schöner Gedanke, diesen Tag gemeinsam unterwegs zu verbringen – auch wenn das Wetter weiterhin seine eigenen Pläne hatte.
Eigentlich hatten wir vor, mit der Zahnradbahn auf den Monte San Salvatore zu fahren und von dort oben die Aussicht zu genießen. Aufgrund des schlechten Wetters mussten wir diesen Plan jedoch schnell wieder verwerfen. Regen, tiefe Wolken und wenig Sicht – das hätte sich einfach nicht gelohnt.
Auch kulinarisch wurden wir ausgebremst: Unsere Anfrage für ein Weihnachtsmenü hatten wir zwar bereits zwei Tage zuvor gestellt, doch leider war alles schon ausgebucht. Also hieß es erneut: flexibel bleiben und den Tag anders gestalten.
Als der Regen am Nachmittag etwas nachließ, entschieden wir uns spontan für eine kleine Wanderung. Kein großes Ziel, einfach ein bisschen Bewegung und frische Luft. Doch nach etwa einer halben Stunde merkten wir schnell, dass der Untergrund rutschig war und das Wetter jederzeit wieder umschlagen konnte. Eine weise Entscheidung, die Wanderung abzubrechen und zum Wohnmobil zurückzukehren.
Ganz ohne Highlight sollte der Tag dann aber doch nicht enden. Zum Abschluss gingen wir noch zur Aussichtsplattform am Stellplatz – und das war im Nachhinein genau die richtige Wahl. Der Blick auf den Luganersee und die Stadt Lugano war trotz der Wolken einfach toll. Die Stimmung, das Licht und die ruhige Atmosphäre machten diesen Moment zu etwas Besonderem.
So wurde aus einem Tag voller verworfener Pläne am Ende doch noch ein sehr gelungener Weihnachtstag – manchmal sind es eben die kleinen Entscheidungen, die sich als die besten erweisen.
Zum Weihnachten ließen wir es uns dann auch kulinarisch richtig gutgehen. Im Wohnmobil kochten wir ein leckeres Weihnachtsessen: Schweinelende im Speckmantel, dazu Spinatspätzle und Gemüse – besser hätte es kaum sein können.
Besonders bewährt hat sich dabei unser extra fürs Wohnmobil angeschaffter Airfryer. Für dieses Gericht war er einfach optimal: platzsparend, schnell und mit einem richtig guten Ergebnis. Wieder einmal bestätigte sich, wie praktisch gutes Equipment unterwegs sein kann.
Nach dem leckeren Essen und angesichts des anhaltenden Dauerregens hatte niemand mehr Lust, noch einmal in die eigentlich so schöne Innenstadt zu gehen. Stattdessen entschieden wir uns ganz bewusst für die gemütliche Variante.
So feierten wir Weihnachten ganz entspannt im warmen Wohnmobil. Kerzenlicht, gute Gespräche und das zufriedene Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein – manchmal braucht es einfach nicht mehr.
26.12.25
Nach einem gemütlichen Frühstück mit frisch gebackenen Brötchen aus dem Airfryer setzten wir unsere Fahrt fort. Langsam hieß es Abschied nehmen von Lugano, denn unser eigentliches Ziel für den Weihnachtsurlaub lag weiter südlich: die Cinque Terre.
Bereits im Oktober hatten wir dafür einen Campingplatz in Deiva Marina gebucht – den Camping Valdeiva. Umso größer war die Vorfreude, endlich in Italien anzukommen. Doch die Fahrt dorthin gestaltete sich leider deutlich zäher als erwartet.
Auf der Autobahn standen wir wegen einer Sperrung über eine Stunde im Stillstand – und das ohne ersichtlichen Grund. Meter um Meter ging es nur langsam voran, und die Zeit zog sich. So kamen wir erst am späten Nachmittag in Deiva Marina an.
Nach der Ankunft richteten wir uns ganz in Ruhe auf dem Campingplatz ein. Trotz der langen Fahrt tat es gut, endlich angekommen zu sein. Besonders angenehm waren die warmen und sauberen Duschen, die wir dankbar nutzten – ein echter Luxus nach so einem Tag unterwegs.
Den Abend ließen wir wieder ganz entspannt ausklingen und kochten uns ein leckeres Essen im Wohnmobil. Müde, aber zufrieden saßen wir zusammen und freuten uns darauf, nun endlich in der Nähe der Cinque Terre zu sein und die nächsten Tage ohne lange Fahrten genießen zu können.
Doch wie das bei echten Abenteuern so ist, läuft nicht immer alles nach Plan. Beim Blick auf den Gaslevel-Anzeiger mussten wir feststellen, dass wir uns mitten in einem kleinen Dilemma befanden: Der Gasvorrat war knapp und die Anzeige zeigte uns nicht viel Gutes. Wenn wir weiterhin so viel heizen wie bisher, würde der Vorrat wohl nicht ausreichen, um die nächsten Tage zu überstehen.
Kurzerhand beschlossen wir, an der Rezeption des Campingplatzes nachzufragen, ob es in der Nähe eine Möglichkeit gäbe, Gasflaschen nachzukaufen. Es gab keine Gasflaschen zu kaufen. Ein kleiner Rückschlag, aber wir wollten uns nicht unterkriegen lassen.
Also war es an der Zeit, Plan B zu entwickeln. Wir hatten gehört, dass es in der Nähe des Campingplatzes einen Baumarkt geben sollte, der eventuell eine Lösung für unser Gasproblem anbieten könnte. Am nächsten Tag wollten wir dort nachsehen und herausfinden, ob es vielleicht doch noch eine Möglichkeit gibt, unsere Gasvorräte aufzufüllen und das Abenteuer fortzusetzen.
Ein ungewolltes Abenteuer, das uns gezeigt hat, dass beim Reisen nicht nur die Vorfreude zählt, sondern auch die Flexibilität, die kleinen Herausforderungen mit einem Lächeln zu meistern. Bleibt spannend, wie es weitergeht!
27.12.2025
Am nächsten Tag nutzten wir den Shuttleservice des Campingplatzes, der uns bequem zum Bahnhof brachte. Eine entspannte Lösung, denn so konnten wir das Wohnmobil einfach stehen lassen und ganz stressfrei weiterreisen.
Am Ticketschalter lösten wir die passenden Fahrkarten nach Riomaggiore und machten es uns anschließend im Zug gemütlich. Allein die Vorstellung, gleich in einem der bekannten Dörfer der Cinque Terre anzukommen, sorgte für Vorfreude.
Die Zugfahrt selbst war angenehm ruhig, auch wenn wir uns insgeheim auf mehr Ausblicke gefreut hatten. Leider verläuft die Strecke größtenteils durch Tunnel, sodass nur wenige kurze Blicke auf die Landschaft möglich waren. Trotzdem genossen wir die Fahrt, lehnten uns zurück und ließen die Eindrücke auf uns wirken.
Cinque Terre Abenteuer: Rio Maggiore - Ein unerwarteter Weg
Unser erstes Ziel auf unserer Reise durch die Cinque Terre war Rio Maggiore, das erste der fünf malerischen Dörfer, das uns in seinen Bann ziehen sollte. Die Zugfahrt dorthin war entspannt und dauerte nur etwa 45 Minuten, aber schon bei der Ankunft merkten wir, dass wir uns auf ein echtes Touristen-Mekka eingelassen hatten.
Als der Zug anhielt, strömten die Menschenmassen wie ein einziger Fluss aus dem Waggon. Jeder hatte denselben Plan: direkt durch den Tunnel, der uns in den Dorfkern führen sollte. Der Tunnel ist eine Art natürliche „Einbahnstraße“ für die vielen Reisenden, die in das charmante Dorf wollen, also reihten wir uns einfach mit ein – zumindest für einen Moment.
Doch statt dem Hauptweg zu folgen, der alle anderen Touristen direkt zum Hafen führte, entschieden wir uns, einen anderen, weniger belebten Pfad zu wählen. Am Ende des Tunnels zweigten wir ab und begannen, einen Weg bergauf zu nehmen, der uns eine völlig andere Perspektive auf das Dorf bieten sollte.
Der Weg war anfangs etwas steil, aber die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten. Je höher wir kamen, desto weniger Menschen trafen wir, und der Blick auf das Dorf, das sich in den Felsen an die Küste schmiegt, wurde immer beeindruckender. Wir fühlten uns wie Entdecker in einem der wohl bekanntesten Orte Italiens – aber auf unserem ganz eigenen, weniger touristischen Pfad.
Es war eine Entscheidung, die sich als richtig herausstellte. Statt durch die überfüllten Gassen des Dorfes zu hetzen, hatten wir nun Ruhe und konnten die malerische Aussicht auf das türkisfarbene Meer und die bunten Häuser von Rio Maggiore ganz für uns alleine genießen. Ein kleiner Umweg, der uns in die wahre Schönheit des Ortes entführte.
Castello di Riomaggiore: Ein perfekter Moment in der Sonne
Der Aufstieg zum Castello di Riomaggiore war definitiv jeden Schritt wert. Oben angekommen, wurden wir mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt, der uns den Atem raubte. Von der Burg aus konnte man das gesamte Dorf und das glitzernde Meer im Hintergrund sehen – ein Panorama, das für immer in unserem Gedächtnis bleiben wird.
Doch der wahre Glücksfall ereignete sich auf dem Weg nach unten, als wir ein kleines, charmantes Lokal entdeckten. Die Tische draußen waren bereits von anderen Gästen besetzt, die in der Sonne saßen und den Moment genossen. Die Atmosphäre war einfach perfekt – eine Mischung aus mediterranem Flair und einer erfrischenden Brise vom Meer. Genau hier wollten wir anhalten.
Kurzerhand entschieden wir uns, unseren Plan ein wenig umzustrukturieren Wir hatten Glück – nach ein paar Minuten wurde ein Tisch für uns frei, und wir konnten endlich entspannen. Die Sonne schien angenehm warm, der Duft von frischen Kräutern und Olivenöl lag in der Luft, und wir fühlten uns wie ein Teil der ganz eigenen kleinen Welt dieses Dorfes.
Was gab es also Besseres, als sich mit einem Glas erfrischendem Weißwein niederzulassen und einfach zu genießen? Der Weißwein war nicht nur unglaublich lecker, sondern passte auch perfekt zu der entspannten Stimmung, die hier herrschte. Mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Blick auf das malerische Dorf und das Meer ließen wir die Zeit stillstehen.
Es war einer dieser besonderen Momente, bei dem alles passte: der Ausblick, der leckere Wein, die Geselligkeit, und vor allem die Tatsache, dass wir einen kleinen Moment für uns selbst in diesem wunderschönen Ort gefunden hatten. Ein perfekter Zwischenstopp, der unsere Reise noch unvergesslicher machte.
Riomaggiore: Vom Hafen zum Strand – ein entspannter Tag in der Sonne
Nach unserer entspannten Ruhephase im Lokal machten wir uns wieder auf den Weg. Die Sonne schien immer noch in vollen Zügen, und wir schlenderten gemütlich bergab durch das malerische Dorf von Riomaggiore. Die engen Gassen mit ihren bunten Häusern, die sich wie ein Mosaik an den Felsen entlang schmiegt, luden uns förmlich ein, noch ein Stück weiter durch das Dorf zu spazieren.
Schließlich erreichten wir den Hafen, der definitiv eines der bekanntesten Motiv der Cinque Terre ist. Hier fanden wir das berühmte Häuserfront, das wohl am häufigsten fotografierte Bild der Region. Besonders auffällig war das leuchtend rote Haus, das sich fast wie ein Leuchtturm aus der Reihe der bunten Gebäude abhebt. Es war ein malerischer Anblick, der uns daran erinnerte, warum diese Region so viele Reisende anzieht.
Doch es ging weiter – wir folgten den kleinen Wegen am Hafen entlang und steuerten den Strand an. Als wir näher kamen, wurde uns schnell klar: Dieser Ort war ein wahres Paradies. Der Strand, zwar klein, aber perfekt in die Natur eingefügt, hatte etwas Magisches. Das kristallklare Wasser glänzte in der Sonne, und die Wellen brachen sanft am Ufer – fast so, als ob die Natur uns zum Verweilen einladen wollte.
Wir entdeckten ein paar Felsen, die direkt am Wasser lagen und uns eine tolle Sitzmöglichkeit boten. Hier, zwischen den Felsen, saßen wir für eine Weile, entspannten uns und ließen den Tag einfach auf uns wirken. Das sanfte Rauschen des Meeres, die wärmenden Sonnenstrahlen – es war der perfekte Moment, um einfach zu genießen.
Mit den sommerlichen Temperaturen und der entspannten Atmosphäre war es der ideale Abschluss eines fantastischen Tages. Der Duft des Meeres, das Plätschern der Wellen und die warme Sonne auf der Haut – alles fügte sich zu einem perfekten Cinque Terre-Erlebnis zusammen. Einfach ein Traum!
Zurück nach Deiva Marina: Ein unerwarteter Sonnenuntergang und ein entspannter Abend
Nach einem unvergesslichen Tag in den Cinque Terre machten wir uns mit dem Zug auf den Rückweg. Der Zug fuhr durch die Hügel und entlang der Küste, doch leider war es diesmal etwas schwieriger, den Sonnenuntergang richtig einzufangen. Die verschmutzten Zugscheiben verhinderten eine klare Sicht, und die Fotos, die wir machten, gaben leider nicht das magische Licht wieder, das wir uns erhofft hatten. Aber das hielt uns nicht davon ab, den Moment trotzdem zu genießen.
Statt uns von der verpassten Fotomöglichkeit runterziehen zu lassen, entschieden wir uns spontan, in Deiva Marina noch einmal an den Strand zu gehen. Der Sonnenuntergang war hier tatsächlich atemberaubend – ohne Hindernisse, einfach nur das goldene Licht über dem Meer und die ruhige Atmosphäre, die uns einlud, den Abend in vollen Zügen zu erleben. Es war der perfekte Ort, um sich einfach entspannen und den Tag abzurunden.
Bevor wir mit dem Shuttleservice zu unserem Campingplatz zurückkehrten, suchten wir noch nach dem Campingplatz direkt in Deiva Marina, den wir schnell fanden. Aber leider hatten die Bewertungen nicht viel Gutes zu bieten. Wir hatten wohl die richtige Entscheidung getroffen mit dem etwas abgelegenen Campingplatz Valdeiva und dem täglichen Shuttleservice. Zurück am Bahnhof merkten wir, dass bereits jemand den Shuttlebus zum Campingplatz gerufen hatte, der uns zurückbringen würde. Super praktisch!
Zuvor steuerten wir aber noch den nahen Baumarkt an, um für unsere Heizprobleme eine Lösung zu finden. Hier fanden wir einen Heizlüfter, der unser Problem schnell und unkompliziert beheben sollte. Mit diesem kleinen Kauf hatten wir endlich wieder die gemütliche Wärme in unserem Mobil, die wir so dringend brauchten.
Anschließend machten wir noch einen Abstecher in den Lebensmittelladen, wo wir frische Mandarinen und Orangen entdeckten – eine perfekte Erfrischung nach dem langen Tag. Mit einer leckeren Mahlzeit, die wir im Airfryer. zubereiteten, ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.
Der Abend im Wohnmobil war ruhig und entspannend – genau das, was wir nach diesem abwechslungsreichen Tag gebraucht hatten. Die Sonnenuntergangserinnerungen, die frischen Früchte und die Aussicht auf den nächsten Tag machten diesen Moment einfach perfekt.
28.12.25
Manarola: Ein Tag voller Sonne, Wein und atemberaubender Aussicht
Der nächste Tag führte uns mit dem Zug zum zweiten Dorf der Cinque Terre: Manarola. Schon bei der Ankunft spürten wir, dass auch dieses Dorf seinen ganz eigenen Charme hatte. Wir schlenderten gemütlich durch die malerischen Gassen und steuerten schließlich den Hafen an. Auch hier kamen uns wieder die Menschenmassen entgegen, die alle zur gleichen Aussichtsplattform wollten, die einen perfekten Blick auf die berühmte Häuserfront von Manarola bot.
Der Ausblick war wirklich traumhaft – die bunten Häuser in allen Farben des Regenbogens, die sich an den Felsen entlangschlängelten und im Blau des Meeres förmlich ertranken. Wir nahmen uns die Zeit, einfach da zu stehen und den Moment zu genießen, bevor wir weiterwanderten. Unser Ziel war, wie so oft, etwas abseits des üblichen Touristenstroms zu entdecken.
Und das taten wir. Wenige Schritte weiter fanden wir einen Weg bergauf, der uns zu einer Terrasse führte, die einen noch besseren Blick auf das Meer und das Dorf bot. Und das Beste: Hier gab es eine kleine Bewirtung, die uns einlud, für eine Pause zu verweilen. Die Sonne strahlte vom Himmel, und der Wein auf der Terrasse schien uns genau das zu geben, was wir nach der Wanderung brauchten.
Wir bestellten uns ein Glas Rotwein und ließen uns von der unglaublichen Aussicht verzaubern. Das sanfte Plätschern des Meeres und die friedliche Atmosphäre machten den Moment vollkommen. „Hier könnten wir für immer bleiben“, dachten wir uns – und so beschlossen wir kurzerhand, ein zweites Glas ( nun Weißwein ) zu bestellen. Sonne, Wein, und diese unglaubliche Kulisse – es war einfach perfekt.
Wir saßen dort, lachten, genossen das Leben und fühlten uns unendlich glücklich. Manchmal braucht es gar nicht viel, um vollkommen zufrieden zu sein. Ein Glas Wein, eine traumhafte Aussicht und einfach das Gefühl, ganz im Moment zu leben – mehr konnte man sich an diesem Tag nicht wünschen.
Wanderung zum Krippenberg und die Krippe von Manarola
Nach einem entspannten Vormittag in Manarola machten wir uns auf den Weg, um etwas weniger Bekanntes und doch unglaublich Schönes zu entdecken: die Krippe von Manarola. Unser Ziel war der Krippenberg, der etwas abseits des touristischen Trubels liegt und von dem aus wir nicht nur eine tolle Aussicht auf das Dorf, sondern auch auf eine ganz besondere Sehenswürdigkeit genießen konnten.
Die Krippe von Manarola ist eine der größten und eindrucksvollsten Krippen der Welt – aber nicht im herkömmlichen Sinne. Diese Lebensgroße Krippe wurde über Jahrzehnte hinweg von Mario Andreoli, einem lokalen Künstler, erschaffen. Die Krippe ist nicht nur eine religiöse Darstellung, sondern auch ein wahres kunsthandwerkliches Meisterwerk, das tief in der Tradition und Geschichte der Region verwurzelt ist. Sie ist mit viel Liebe und Detailreichtum gestaltet, und das Besondere daran ist, dass die Figuren nicht einfach aus Holz oder Ton bestehen, sondern in lebensgroßem Format aus den verschiedensten Materialien wie Keramik, Metall und Stein gefertigt sind.
Die Figuren zeigen nicht nur die traditionellen biblischen Szenen, sondern auch viele Alltagsdarstellungen der Menschen aus der Region. Man sieht die Dorfbewohner bei ihrer Arbeit, bei der Ernte, und sogar Handwerker, die noch heute in der Gegend ihre Traditionen bewahren. Rund 300 Figuren fügen sich perfekt in das Bergpanorama ein und bringen das weihnachtliche Gefühl mit einer einzigartigen Perspektive auf die Dörfer und die Landschaft der Cinque Terre.
Der Weg zum Krippenberg selbst war ein bisschen anstrengend, aber absolut lohnenswert. Wir schlängelten uns durch Olivenhaine und Pinienwälder, während sich der Ausblick auf Manarola und das Meer immer weiter öffnete. Als wir oben ankamen, war es, als wären wir in eine andere Welt eingetreten – die Krippe war umgeben von Natur und dem weiten Blick auf das Dorf und die Küste.
Obwohl die Krippe von Manarola besonders in der Weihnachtszeit die meiste Aufmerksamkeit bekommt, ist sie das ganze Jahr über einen Besuch wert. Die Verbindung aus Tradition, Kunst und der wunderbaren Landschaft macht sie zu einem ganz besonderen Ort, der uns wirklich verzauberte. Es war der perfekte Abschluss einer Wanderung, die uns sowohl die kulturellen Schätze als auch die natürliche Schönheit der Cinque Terre näherbrachte.
Zurück nach Deiva Marina: Ein perfekter Sonnenuntergang und entspannter Abend
Auf der Zugfahrt zurück nach Deiva Marina hatten wir erneut das Glück, einen grandiosen Sonnenuntergang zu erleben. Diesmal waren die Zugfenster ein kleines Stück sauberer als am Vortag, sodass wir die Farben des Himmels und das goldene Licht über dem Meer besser genießen konnten. Die Wolken, die sich in den verschiedensten Orangetönen färbten, verliehen dem Moment eine beinahe magische Atmosphäre, die den perfekten Abschluss unseres Tages bildete.
Zurück am Bahnhof hatten die anderen Campingplatzgäste bereits den Shuttle-Service gerufen, der uns zurück zu unserem Stellplatz bringen sollte. Das war praktisch, denn so konnten wir uns ohne viel Aufregung und Warten in den Bus setzen und uns auf den nächsten entspannten Abend freuen.
Wieder angekommen, begrüßte uns das Wohnmobil mit seiner gemütlichen Atmosphäre. Wir schalteten den Heizlüfter ein, kuschelten uns ein und ließen den Abend ruhig ausklingen.
Es war wieder einer dieser entspannten Abende, an dem wir einfach die Stille genossen und uns über die vielen schönen Erlebnisse des Tages austauschten. Der Sonnenuntergang, die Krippe von Manarola und der Weg zum Krippenberg hatten uns den Tag wirklich versüßt. Und mit einem heißem Getränk und der kuscheligen Wärme im Wohnmobil ließen wir den Tag in aller Ruhe ausklingen – ein wahrer Wohlfühlmoment.
29.12.2025
Wanderung von Vernazza nach Corniglia: Ein herausforderndes Abenteuer mit atemberaubenden Ausblicken
Am nächsten Tag ging es wieder mit dem Zug nach Vernazza, einem der bekanntesten und wohl auch schönsten Dörfer der Cinque Terre. Hier starteten wir unsere heutige Wanderung von Vernazza nach Corniglia, die uns gleich zu Beginn ordentlich fordern sollte.
Die Strecke führte uns steil bergauf, und die Wanderung erwies sich als ziemlich anspruchsvoll. Immer wieder begegneten uns viele Stufen in unterschiedlichen Höhen, die uns ganz schön ins Schwitzen brachten. Doch die Herausforderung machte die Wanderung umso spannender, und wir konnten uns über jede Stufe und den damit verbundenen Fortschritt freuen.
Was diese Wanderung jedoch so besonders machte, waren die Traum-Aussichten auf die Küstenlandschaft. Während wir uns Schritt für Schritt höher kämpften, öffnete sich immer wieder ein neuer Blick auf das türkisfarbene Meer und die steilen, aber wunderschönen Klippen der Cinque Terre. Das klare, fast schon sommerliche Wetter trug nur noch dazu bei, dass der Anblick wirklich unvergesslich wurde. Für den kurzen Moment vor dem Ziel war es schwer zu glauben, dass wir uns kurz vor dem Jahresende befanden – das Wetter fühlte sich eher wie ein warmer Sommer an.
Die Wanderung war wirklich anstrengend, aber jede Bergspitze und jeder Blick auf die Küste entschädigten für die Mühe. Wir hielten immer wieder an, um die unglaublichen Aussichten auf uns wirken zu lassen und ein paar Fotos zu machen – es war einfach zu schön, um nicht festzuhalten. Mit jedem Schritt kamen wir der nächsten Etappe, Corniglia, näher, aber es war auch der Weg selbst, der uns so sehr fesselte.
Schließlich, nach mehreren schweißtreibenden, aber lohnenswerten Stunden, erreichten wir endlich Corniglia – und konnten stolz auf uns zurückblicken, dass wir diese Wanderung gemeistert hatten. Aber der Weg dorthin, der Traumwetter und die Traumausblicke, das war wirklich das, was diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht hatte.
Corniglia: Letzte Sonnenstrahlen und ein unvergessliches Fotomotiv
Kurz vor dem Erreichen von Corniglia bemerkten wir, dass sich viele Menschen an einer bestimmten Stelle versammelten. Ein Blick nach vorne verriet uns, warum: Es war ein Fotomotiv der besonderen Art – der perfekte Blick auf die steilen Felsen, das Dorf und das türkisfarbene Meer im Hintergrund. Natürlich machten auch wir mit und holten unseren Selfiestick heraus, um das obligatorische Bild zu schießen – schließlich wollte niemand dieses traumhafte Panorama ohne Erinnerungsfoto hinterlassen!
Nachdem wir unser Foto „im Kasten“ hatten, wanderten wir weiter ins Dorf, vorbei an den engen, charmanten Gassen, die Corniglia so typisch machen. Als wir uns dem Hafen näherten, fanden wir eine kleine, ruhige Ecke, wo wir noch die letzten Sonnenstrahlen genossen. Es war der perfekte Moment, um den Tag ausklingen zu lassen. Der Himmel war in warme Gold- und Orangetöne getaucht, und das sanfte Rauschen des Meeres fügte sich perfekt in diese friedliche Szenerie ein.
Bevor wir mit dem Zug zurück nach Deiva Marina fuhren, beschlossen wir, noch einen kleinen Abstecher in ein kleines Bistro am Hafen zu machen. Wir setzten uns draußen, direkt am Wasser, und genossen ein letztes Getränk. Das Bistro hatte eine tolle Atmosphäre, und wir ließen uns die entspannte Zeit schmecken – der perfekte Abschluss eines weiteren, wunderschönen Tages in der Cinque Terre.
Mit einem Lächeln auf den Lippen und schönen Erinnerungen im Kopf stiegen wir schließlich wieder in den Zug, um zurückzufahren, während die Abenddämmerung langsam über die Landschaft zog.
30.12.2025
Monterosso: Auf den Spuren des „Giganten“
Unser nächster Stopp in den Cinque Terre führte uns nach Monterosso, dem größten und vielleicht auch lebendigsten der fünf Dörfer. Nach der Wanderung und den vielen Eindrücken der letzten Tage entschieden wir uns, den Tag ganz entspannt zu beginnen und zuerst den Strand entlang zu spazieren. Die warme Meeresbrise, das Rauschen der Wellen und die Sonne, die auf das türkisfarbene Wasser schien, machten den Spaziergang schon zu einem kleinen Highlight.
Unser Ziel war der berühmte "Il Gigante", eine riesige Skulptur, die die Küste von Monterosso schmückt. Der Gigantist eine beeindruckende Felsenfigur, die hoch über dem Meer thront und den wellenverblassten Horizont im Blick hat. Es handelt sich um ein monumentales Kunstwerk, das aus den Felsen des Monte Rossore herausgearbeitet wurde. Der Gigante stellt eine Riesenfigur dar, die mit erhobener Hand in Richtung Meer blickt – fast so, als wolle er das weite Meer beherrschen.
Die Statue wurde ursprünglich in den 1920er Jahren von dem Künstler Cavalieri geschaffen und stellt einen Riesen dar, der als Beschützer der Küste fungiert. Leider ist die Statue mittlerweile ein wenig verwittert, aber gerade dieser zeitlose Charme macht sie so besonders und einzigartig. Der Gigante hat sich seit seiner Entstehung zu einem der Wahrzeichen von Monterosso entwickelt und zieht immer wieder die Blicke der Besucher an.
Es ist faszinierend, wie sich die Skulptur so perfekt in die Felsenlandschaft einfügt und gleichzeitig der Natur ihren Platz überlässt. Vom Strand aus hat man einen großartigen Blick auf den Giganten, der in seiner Majestät eine besondere Ruhe und Stärke ausstrahlt.
Nachdem wir uns diesen beeindruckenden Giganten angesehen hatten, setzten wir unseren Spaziergang fort, immer dem Strand entlang, und genossen die frische Meeresluft und das wunderbare Wetter, das uns den letzten Tag der Cinque Terre-Reise so perfekt machte.
Monterosso: Café, Sonne und die Suche nach der Winzerei
Nach unserem Besuch beim beeindruckenden Giganten schlenderten wir entspannt zurück in den Dorfkern von Monterosso. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag, und wir genossen die letzten Stunden in diesem einzigartigen Ort. Als wir so durch die Gassen bummelten, entdeckten wir ein kleines Café, das in der Sonne lag und einladend wirkte. Die Terrasse war perfekt für eine kurze Pause, und wir beschlossen, hier einen Moment zu verweilen.
Schnell bestellten wir einen leckereren Cappuccino – perfekt, um in der Sonne zu entspannen – und eine Focaccia mit Zwiebeln, die uns noch mehr in den Genuss des authentischen italienischen Flairs versetzte. Wir setzten uns draußen, nahmen einen Schluck des heißen Cappuccinos und ließen uns von der warmen Sonne verwöhnen. Es war dieser einfache, aber doch so genussvolle Moment, der uns die Schönheit der Cinque Terre noch näherbrachte.
Frisch gestärkt machten wir uns auf, unser nächstes Ziel zu erreichen – eine bekannte Winzerei, die etwas oberhalb von Monterosso liegen sollte. Wir wussten, dass es nicht ganz einfach werden würde, aber die Aussicht auf die Zitronenplantagen und die Aussicht von oben hatten uns neugierig gemacht.
Also kämpften wir uns die steilen Stufen hinauf. Der Weg war anstrengend, aber der Ausblick auf die Zitronenplantagen machte die Mühe mehr als wett.
Leider, als wir endlich oben angekommen waren, stellte sich heraus, dass die Winzerei geschlossen war – ein kleiner Rückschlag, aber wir ließen uns davon nicht entmutigen. Stattdessen ließen wir unseren Blick über die Zitronenplantagen schweifen. Die sanften Hügel, die mit Zitronenbäumen bedeckt waren, gaben uns ein Gefühl von Ruhe und Harmonie, das für sich selbst schon ein Erlebnis war.
Monterosso: Ein entspannter Abschluss mit Blick auf das Meer und Weißwein
Auch wenn die Winzerei geschlossen war und eine Weinprobe für uns leider nicht in Frage kam, hatten wir zum Glück vorgesorgt! Beim Einkaufen am Vortag hatten wir eine Flasche Weißwein aus der Region entdeckt, die wir nun nicht länger im Rucksack verstecken wollten.
Also machten wir uns auf den Rückweg in Richtung Strand, wo wir uns in der warmen Sonne niederließen. Der Blick auf das endlose Meer, die sanften Wellen, die gegen den Strand prallten, und das frische Meeresrauschen – es war einfach perfekt. Wir fanden ein schönes Plätzchen auf einer Bank und machten es uns gemütlich. Das war der Moment, den wir uns erträumt hatten.
Vorsichtig öffneten wir die Flasche Weißwein und gossen uns ein, um den Tag gebührend zu genießen. Der Wein war frisch und fruchtig, genau das Richtige für diesen entspannten Moment in der Sonne. Wir lehnten uns zurück, nahmen einen Schluck und genossen einfach die Ruhe, die uns umgab.
Der Blick auf das weite Meer, das in der Sonne glitzerte, und das Gefühl, hier, in diesem wunderschönen Teil der Welt, ganz im Moment zu sein – es fühlte sich einfach unendlich friedlich an. Mit jedem Schluck des Weins und dem Gefühl der Sonne auf der Haut wurde dieser Augenblick zu einem perfekten Abschluss unserer Reise durch die Cinque Terre.
Kein Stress, keine Hektik – einfach nur wir, der Weißwein, und das atemberaubende Panorama. Ein Moment, den wir so schnell nicht vergessen würden.
Deiva Marina: Ein ruhiger Abschluss und ein unvergesslicher Sonnenuntergang
Nach einem langen Tag voller Abenteuer und Entdeckungen kehrten wir also wieder nach Deiva Marina zurück. Da das Dorf eher ruhig und klein ist, hatten wir geplant, es uns noch schnell anzuschauen, bevor wir den Abend ausklingen ließen. Wir schlenderten durch die Gassen, aber leider mussten wir feststellen, dass die meisten Geschäfte geschlossen waren und es insgesamt nicht viel Besonderes zu sehen gab. Das Dorf hatte dennoch einen gewissen Charme, vor allem die ruhigen Ecken und die Nähe zum Strand, aber wirklich viel zu entdecken gab es nicht.
Trotzdem war das nicht schlimm – es war einfach der Moment, der zählte. Wir entschieden uns, stattdessen wieder zum Strand zu gehen und den Sonnenuntergang zu genießen. Und wie es das Schicksal so wollte, wurde auch dieser Abend mit einem grandiosen Sonnenuntergang belohnt. Das goldene Licht und die sanften Farben, die über das Meer strichen, schufen eine friedliche und fast magische Atmosphäre. Der Himmel verfärbte sich in ein warmes Orange, und das Meer spiegelte die Farben perfekt wider. Ein unvergesslicher Anblick!
Nachdem wir uns noch ein wenig am Strand aufhielten, entschieden wir uns, zurück zum Bahnhof zu gehen. Und wie schon so oft in den letzten Tagen, war auch der Shuttleservice zum Campingplatz bereits gerufen worden, als wir ankamen. Wir stiegen ein und ließen uns zurückbringen, während wir den Abend ruhig ausklingen ließen.
Es war ein entspannter, fast schon perfekter Tag, der uns zeigte, dass es nicht immer große Erlebnisse oder Sehenswürdigkeiten braucht, um einen Tag zu einem besonderen zu machen. Manchmal sind es einfach die kleinen Momente – der Sonnenuntergang, die Stille und die schöne Aussicht – die eine Reise unvergesslich machen.
31.12.2025
Nach den trubeligen Tagen in den Cinque Terre entscheiden wir uns bewusst für eine ruhigere Alternative. Mit dem Zug fahren wir wieder zurück nach Bonassola, einem wenig besuchten Ort, der uns sofort mit seiner entspannten Atmosphäre empfängt. Schon die Zugfahrt entlang der Küste ist ein Genuss und stimmt uns perfekt auf den Tag ein.
In Bonassola angekommen, schlendern wir zunächst gemütlich durch den Ort. Kleine Gassen, gepflegte Häuser und das angenehme Gefühl, dem Massentourismus entkommen zu sein, machen den Spaziergang besonders schön. Genau diese Authentizität lieben wir auf unseren Reisen.
Anschließend starten wir zu einer schönen Rundwanderung, die uns direkt aus dem Ort hinausführt. Der Weg steigt bald an und führt uns an einem alten Bunker vorbei – ein spannendes Relikt vergangener Zeiten, das uns kurz innehalten lässt. Wenige Minuten später erreichen wir eine sehr schöne Aussichtsplattform, von der aus sich ein traumhafter Ausblick auf das Meer und die umliegende Landschaft eröffnet.
Hier legen wir eine längere Pause ein, genießen die warme Sonne und lassen einfach die Seele baumeln. Unser mitgebrachter Imbiss schmeckt an diesem Platz gleich doppelt so gut – mit Aussicht, Ruhe und Meeresluft.
Frisch gestärkt geht es weiter. Die Wanderung wird nun steil bergab, fordert uns etwas, belohnt aber mit immer neuen Perspektiven. Der Ausblick wird mit jedem Schritt spektakulärer. Wir sind begeistert von dieser sehr schönen Wanderung und freuen uns besonders über die Blumen am Wegesrand, die den Pfad farbenfroh säumen.
Am Ende sind wir uns einig: Diese Tour rund um Bonassola war ein echtes Highlight – ruhig, naturnah und genau die richtige Ergänzung zu den lebhaften Cinque Terre. So mögen wir das Reisen mit dem Wohnmobil-Herz: entdecken, genießen und immer wieder neue Lieblingsplätze finden.
Silvester in Deiva Marina: Gemütlich im Wohnmobil
Unser Silvesterabend war diesmal anders als erwartet – und genau deswegen besonders schön. Der Campingplatz hatte zwar ein Silvestermenü mit Getränken angeboten und die Partystimmung war auf dem Platz sehr laut, doch wir entschieden uns bewusst für Ruhe und Gemütlichkeit. Unser Radio im Wohnmobil mussten wir sogar wegen der lauten Musik auf dem Campingplatz abschaltern.
Wir verbrachten den Abend im kuscheligen Wohnmobil, aßen leckeres Essen und spielten ein paar Spiele, die uns viel Spaß machten. Es war ein wunderbarer Moment der Entspannung, in dem wir einfach nur die Zeit zu dritt bzw. zusammen genossen, ohne den Trubel um uns herum.
Um Mitternacht gingen wir nach draußen, um das Feuerwerk zu betrachten. Es war nur ein kleines Feuerwerk, nicht so spektakulär wie man es vielleicht aus der Stadt kennt, aber es reichte vollkommen. Wir genossen das Schauspiel während wir 2025 verabschiedeten.
Wir beschlossen, das alte Jahr mit all seinen schönen Erinnerungen zu verabschieden und hofften, dass 2026 für uns genauso schön und abenteuerlich werden würde. Ein gemütlicher, entspannter und besinnlicher Silvesterabend, der perfekt zu unserer Reise passte und uns noch einmal bewusst machte, wie wertvoll diese kleinen, gemeinsamen Momente sein können.
01.01.2026
Auf nach Sestri Levanto: Regenjacken eingepackt für einen verregneten Tag
Am nächsten Morgen hatten wir das Glück, dass der Shuttleservice zum Bahnhof diesmal eine Stunde später als normal reserviert war. Perfekt, um ein wenig länger auszuschlafen und den Morgen entspannt zu genießen.
Die Wetterprognose sah allerdings nicht besonders vielversprechend aus: Regen und bedeckter Himmel waren angesagt. Nach einem gemütlichen Frühstück packten wir vorsorglich unsere Regenjacken ein, sicherten alles im Wohnmobil und machten uns auf den Weg.
Mit dem Zug fuhren wir diesmal nach Sestri Levanto, das etwas nördlich von Deiva Marina liegt. Schon beim Einsteigen merkten wir, dass der Himmel dicht bewölkt war und die Landschaft nur in grauen Tönen leuchtete. Trotzdem ließen wir uns die Stimmung nicht verderben – manchmal ist ein Regen- oder Wolkentag genau die Gelegenheit, Orte etwas ruhiger und in einer anderen Atmosphäre zu erleben.
Die Regenschutz-Ausrüstung war schnell bereit, die Jacken dicht, und wir machten uns auf, Levanto zu erkunden – gespannt, welche Überraschungen dieser verregnete Tag für uns bereithalten würde.
Levanto: Wanderung im Regen und sichere Rückkehr nach Deiva Marina
Trotz des bewölkten Wetters starteten wir unseren Tag in Levanto mit einem gemütlichen Spaziergang durch den Ort. Die engen Gassen und kleinen Plätze hatten trotz des grauen Himmels einen gewissen Charme, und wir ließen uns Zeit, die Atmosphäre aufzunehmen. Unser erstes Ziel waren die Ruinen der Santa Caterina. Schon auf dem Weg dorthin eröffneten sich uns schöne Ausblicke auf das Meer, das sich unter dem bedeckten Himmel in sanften Grautönen zeigte.
Nach einer kurzen Pause wollten wir noch die Ruinen von St. Anna erkunden. Der Weg führte zunächst entlang des Meeres, bevor der Anstieg steiler wurde. Doch schon bald begann es zu regnen, und die Felsen wurden zunehmend rutschig. Wir entschieden uns vorsichtig, die Wanderung auf halber Strecke abzubrechen. Sicherheit geht vor – wir wollten kein Risiko eingehen.
Glücklicherweise erreichten wir den Bahnhof rechtzeitig, sodass keine lange Wartezeit auf den Zug zurück nach Deiva Marina entstand. Auch an diesem Tag hatte jemand von den anderen Campingplatzgästen bereits den Shuttleservice bestellt, der uns bequem zurückbrachte – ein echter Glücksfall!
Zurück im Wohnmobil genossen wir die kuschelige Wärme, die der Heizlüfter spendete, und hörten dem prasselnden Regen auf dem Dach zu. Ein ruhiger, gemütlicher Ausklang eines Tages, der trotz Regen und abgebrochener Wanderung seinen ganz eigenen Reiz hatte. Manchmal sind es gerade diese ruhigen Momente, die eine Reise besonders machen.
02.01.2026
Die ganze Nacht hat es in Strömen geregnet. Immer wieder wurden wir vom Prasseln des Regens wach, und unwillkürlich kam der Gedanke an den nahen Fluss auf. Hoffentlich bleibt er in seinem Bett und tritt nicht über die Ufer. Der Regen hatte jedenfalls ordentlich Kraft.
Es ist unser letzter Tag in den Cinque Terre, und trotz des unbeständigen Wetters wollen wir ihn noch einmal bewusst genießen. Unsere Wahl fällt erneut auf Manarola – von allen Orten hat es uns hier am besten gefallen. Die bunten Häuser, die Lage am Meer und diese besondere Atmosphäre ziehen uns einfach magisch an.
Kaum aus dem Zug ausgestiegen, werden wir von einem starken, böigen Wind empfangen. Die Luft ist salzig, das Meer laut und unruhig. Schon von oben hören wir das Donnern der tosenden Wellen, die mit voller Wucht gegen die Felsen schlagen.
Durch den Tunnel zum Hafen gehen wir hinunter, Schritt für Schritt öffnet sich der Blick auf das Naturschauspiel. Unten angekommen, bleiben wir stehen. Die hohen Wellen bauen sich auf, brechen krachend zusammen und sprühen Gischt in die Luft. Wir können uns nicht sattsehen an dieser Kraft und Wildheit. Ein dramischer, eindrucksvoller Abschied – genauso, wie man sich einen letzten Reisetag wünscht.
Eigentlich hatten wir für diesen Tag noch eine schöne Wanderung über den Krippenberg geplant. Doch nach dem nächtlichen Regen zeigte sich schnell, dass der Weg sehr rutschig war. Sicherheit geht vor – und so entschieden wir uns kurzerhand für eine kleinere Runde, gemütlicher und ohne Risiko. Auch so lässt sich Manarola wunderbar entdecken.
Wieder im oberen Teil des Dorfes angekommen, verspürten wir Lust auf eine kleine Pause. Ein Café wäre jetzt genau richtig gewesen. Das angesteuerte Lokal hatte allerdings andere Pläne: Es wurden ausschließlich Speisen serviert, Gäste, die nur einen Kaffee trinken wollten, waren nicht erwünscht. Also blieben wir nicht lange und zogen weiter.
Der Hunger meldete sich inzwischen leise, aber bestimmt. Zum Glück gibt es in Manarola eine bekannte Bäckerei, die für ihre typische Focaccia berühmt ist – in verschiedenen Geschmacksrichtungen und immer frisch. Wir reihen uns in die lange Schlange ein, was hier offenbar ganz normal ist. Schließlich kaufen wir drei verschiedene Focaccias, die Auswahl fällt nicht leicht.
Mit unserer Beute gehen wir hinunter zum Hafen, suchen uns eine Bank mit Meerblick und lassen uns nieder. Die leckere Focaccia, das tosende Meer, die hohen Wellen und die salzige Luft – besser kann man einen Moment kaum genießen. Ein einfacher, ehrlicher Genuss und ein perfekter Abschluss unseres Aufenthalts in Manarola.
Die Zeit verging wie im Flug, und ein kurzer Blick auf die Uhr machte klar, dass wir uns langsam wieder auf den Weg in Richtung Bahnhof machen sollten. Schweren Herzens ließen wir das Meer hinter uns und gingen zurück durch das Dorf.
Am Bahnsteig angekommen, füllte sich dieser rasch mit Menschen. Als der Zug schließlich einfuhr, war er für die Heimreise bereits übervoll. Wir fanden gerade noch Platz und standen dicht gedrängt, während der Zug sich langsam in Bewegung setzte. Mit jeder weiteren Station wurde es jedoch etwas entspannter – der Waggon leerte sich nach und nach, und man konnte wieder durchatmen.
In Deiva Marina angekommen, hatten wir erneut Glück. Der Shuttleservice zum Campingplatz war bereits von anderen Gästen verständigt worden, sodass wir nicht lange warten mussten. Kurz darauf saßen wir im Shuttle und fuhren zurück. Müde, zufrieden und voller Eindrücke erreichten wir schließlich wieder unseren Campingplatz – ein langer, ereignisreicher Tag ging zu Ende.
03.01.2026
Cinque Terre – Weiterfahrt nach Lugano
Nach einem gemütlichen Frühstück hieß es für uns zusammenpacken und Abschied nehmen. Bei strahlendem Sonnenschein und bereits sommerlichen Temperaturen starteten wir entspannt in Richtung Lugano. Die Fahrt verlief angenehm, begleitet von blauem Himmel und immer wieder schönen Ausblicken entlang der Strecke.
Gegen 15.00 Uhr erreichten wir Lugano und hatten Glück: Auf dem Stellplatz fanden wir noch einen freien Platz. Schnell war der Strom angestöpselt, und bevor wir uns auf den Weg in die Stadt machten, gönnten wir uns noch einen Café – ganz nach italienischer Art, versteht sich.
Gestärkt und gut gelaunt ging es anschließend zu Fuß in Richtung Stadtzentrum. Lugano empfing uns mit südlichem Flair, Palmen und einer entspannten Atmosphäre, die sofort Urlaubsgefühle aufkommen ließ.
Bevor es langsam dämmert, wollten wir noch einige Highlights von Lugano entdecken. Also schlenderten wir ganz entspannt entlang der Uferpromenade, immer begleitet vom Blick auf den Luganersee. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir einen besonders schönen Abschnitt und wurden mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt.
Das warme Licht, die Spiegelungen im Wasser und die umliegenden Berge boten zahlreiche Fotomotive, bei denen man einfach stehen bleiben musste. Besonders spannend fanden wir eine Unterwasserkrippe, die sich im See befindet. Aufgrund des leichten Wellengangs konnte man sie allerdings nur erahnen – was dem Ganzen eine fast mystische Stimmung verlieh.
Ein gemütlicher Spaziergang mit vielen Eindrücken, der Lust auf mehr von dieser schönen Stadt machte.
Schließlich steuerten wir erneut den gut besuchten Weihnachtsmarkt und den Palazzo della Riforma an. Dieses Mal hatten wir CHF eingepackt und gönnten uns dazu einen absolut leckeren Weißwein. Die Atmosphäre war einfach großartig, und es fiel uns sichtlich schwer, diesen tollen Ort schon wieder zu verlassen.
Langsam machte sich ein leichter Hunger bemerkbar, und so entschieden wir uns, zurück zum Wohnmobilstellplatz zu laufen. Dort kochten wir unsere letzten Vorräte: leckere Bratkartoffeln aus dem Airfryer sowie eine Gemüse- und Hähnchenpfanne auf dem Herd – einfach, aber richtig gut.
Beim Heizen stellten wir fest, dass mit dem Heizlüfter immer wieder die Sicherung herausfiel. Da es unser letzter Abend war, entschieden wir uns kurzerhand, mit dem restlichen Gasvorrat zu heizen, um es noch einmal richtig kuschelig warm zu haben.
Den Abend ließen wir ruhig ausklingen, jeder ließ den Urlaub für sich noch einmal Revue passieren. Schnell waren wir uns einig: Wir hatten eine sehr schöne Reise erlebt, voller Eindrücke, Genuss und besonderer Momente.
04.01.2026
Am nächsten Morgen stand leider die Heimreise an. Ohne große Lust, aber mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck machten wir uns auf den Weg. Die Fahrt verlief ohne nennenswerte Verzögerungen. Zwar kündigte eine Anzeigetafel am San Bernardino noch 80 Minuten Verzögerung an, doch zu unserer Überraschung kamen wir völlig staufrei durch.
Begleitet wurden wir von strahlendem Sonnenschein, schneebedeckten Bergen und einer echten Traumkulisse, die den Abschied nicht gerade leichter machte. Eigentlich wollten wir gar nicht nach Hause – doch die Arbeit am nächsten Tag rief leider schon wieder.
Trotzdem blieb dieses letzte Stück der Reise noch einmal besonders eindrucksvoll und bildete einen würdigen Abschluss eines rundum gelungenen Urlaubs.
Unsere Reise in die Cinque Terre und weiter nach Lugano war für uns eine perfekte Mischung aus Natur, Kultur, Genuss und entspanntem Unterwegssein mit dem Wohnmobil. Atemberaubende Küstenlandschaften, charmante Orte, mediterranes Flair und beeindruckende Bergkulissen sorgten täglich für neue Highlights.
Ein besonderes Lob geht an den Campingplatz Valdeiva in Deiva Marina. Der zunächst befürchtete Nachteil, dass der Platz etwas abseits liegt, erwies sich als völlig unberechtigt. Dank des hervorragenden Shuttleservices war man schnell und unkompliziert unterwegs. Dazu kamen absolut saubere Sanitäranlagen und eine angenehme Atmosphäre – für uns ein rundum gelungener Campingplatz.
Wir haben eine wirklich schöne Zeit in der Cinque Terre verbracht und waren ebenso begeistert von Lugano mit seinem südlichen Flair. Besonders der toll beleuchtete Piazza della Riforma hat uns nachhaltig beeindruckt und bleibt in bester Erinnerung.
Auch das Wetter spielte größtenteils perfekt mit: Bis auf wenige Ausnahmen erlebten wir einen echten Traum mit fast sommerlichen Temperaturen – und das zur Jahreswende. Rückblickend haben wir das Gefühl, mit dieser Reise alles richtig gemacht zu haben.
Ein kleines, aber nicht unwichtiges Highlight war unser extra neu angeschaffter Airfryer. Damit konnten wir im Wohnmobil einmal ganz andere Gerichte als sonst zubereiten und uns richtig verwöhnen. Die Entscheidung dafür war genau richtig – zumal sowohl der angefahrene Stellplatz als auch der Campingplatz Strom inklusive boten. Die neue Anschaffung wird uns auf jeden Fall noch auf vielen weiteren Reisen begleiten.
Den kleinen Familienteil, der durch unsere Abwesenheit etwas zu kurz kam, holen wir ganz entspannt nach – mit einem gemeinsamen Essen und einer Einladung der Verwandtschaft am Dreikönigstag. So fühlt sich ein rundum gelungener Urlaubsabschluss an.
Reisen veredelt den Geist und räumt mit Vorurteilen auf.
Oscar Wilde