Auf in Richtung Wunschziel!
12. September 2025
Endlich ist es so weit – der Start in unser neues Abenteuer! Schon um 13:30 Uhr sind wir heute losgerollt, einfach um dem Wunschziel ein Stückchen
näherzukommen. Die Sonne lacht, der Verkehr hält sich in Grenzen und das Wohnmobil schnurrt wie ein Kätzchen – besser kann eine Fahrt kaum laufen.
Nach ein paar Stunden gemütlicher Fahrt haben wir uns entschieden, nicht bis in die Nacht hinein zu kurven. Stattdessen sind wir einem kleinen Wegweiser gefolgt, der uns zu einem
idyllischen Übernachtungsplatz geführt hat. Kaum angekommen, war klar: Hier bleiben wir!
Morgen geht’s weiter Richtung Luxemburg, aber für heute genießen wir einfach nur die Ruhe und den Blick in den Abendhimmel.
Rosen, Schuhe und Shoppingfreude
13. September 2025
Nach einem gemütlichen Frühstück stand erst einmal ein kleiner Spaziergang auf dem Plan.
Ziel war der Wildrosengarten Zweibrücken, in der Nähe – leider waren alle Rosen bereits
verblüht, aber der Weg dorthin hat sich trotzdem gelohnt. Frische Morgenluft, Vogelgezwitscher und ein bisschen Bewegung – ein
perfekter Start in den Tag!
Ein kurzer Blick ins Hotel neben dem Wildrosengarten durfte natürlich nicht fehlen.
Schön dekoriert, mit liebevollen Details – und auf einem Tisch stand sogar schon eine Flasche
Sekt bereit. Bedauerlicherweise nicht für uns, aber hübsch anzusehen war’s allemal.
Danach ging’s weiter Richtung Outlet Zweibrücken. Ein bisschen Einkaufsbummeln musste einfach
sein – und natürlich sind wir nicht mit leeren Händen zurückgekommen: Neue Schuhe wanderten ins Gepäck.
Ein gelungener Tag mit einer schönen Mischung aus Natur, Bewegung und Shoppingfreude – was will man mehr?
Zwischenstopp am Biodiversum
Unser nächstes Ziel: das Biodiversum bei Remerschen in Luxemburg. Der dortige
Übernachtungsplatz liegt direkt am Wasser, ist kostenlos und einfach traumhaft ruhig – genau richtig, um nach einem Reisetag durchzuatmen.
Nach dem Ankommen stand eine Besichtigung der Ausstellung auf dem Programm. Das Biodiversum
ist modern gestaltet und bietet viele spannende Einblicke in die Natur und Tierwelt der Region – sehr informativ und liebevoll gemacht.
Im Anschluss machten wir eine kleine Wanderung durch die schöne Landschaft rund um die
Teiche. Leider haben wir keine Vögel entdeckt, aber dafür jede Menge Libellen, Gräser und tolle
Ausblicke. Ein Ort zum Entschleunigen und Genießen.
Am Abend dann noch ein gemütliches Beisammensitzen vor dem Womo, der Sonnenuntergang spiegelte sich im Wasser – ein perfekter Abschluss für
einen rundum entspannten Reisetag.
Radtour entlang der Mosel
14. September 2025
Heute stand alles im Zeichen der Bewegung: eine ausgedehnte Fahrradtour entlang der
Mosel!
Zuerst ging es gemütlich nach Schengen, mit einem kurzen Stopp am bekannten Dreiländereck. Danach
fuhren wir weiter in Richtung Wehr, immer schön am Moselradweg entlang. Die Strecke war herrlich
– sanfte Weinberge, glitzerndes Wasser und überall kleine Dörfer, die zum Verweilen einladen.
In Remich entdeckten wir zufällig einen Flohmarkt – natürlich konnten wir nicht einfach
vorbeifahren. Ein bisschen Stöbern zwischen alten Schätzen und Trödel gehört schließlich dazu.
Doch dann der kleine Dämpfer: Oh je – ein Fahrradakku war nicht geladen! Fast 40 Kilometer
nur im Eco-Modus, und das bei leichtem Gegenwind … das war schon ziemlich anstrengend! Trotzdem
haben wir’s geschafft – mit müden Beinen, aber glücklich über die tolle Tour.
Am Abend erreichten wir den Campingplatz in Echternach, den wir im Voraus reserviert hatten – eine
gute Entscheidung. Der Campingplatz liegt auf einer Anhöhe. Nicht stark besucht, angenehm
ruhig – genau nach unserem Geschmack. Mit der ACSI-Card bekamen wir einen Platz etwas abseits,
was das Ganze noch gemütlicher machte.
Besonderes Highlight: Unser Sohn kam mit dem Auto nach und wird uns die nächsten Tage auf unserer
Belgienreise begleiten. Die Wiedersehensfreude war groß – Am Abend wollten wir eigentlich noch ein wenig gemütlich vor dem Wohnmobil sitzen, doch mit dem einsetzenden Regen war das schnell vorbei. Zum Glück konnten wir noch
rechtzeitig das Equipment vom Auto ins Wohnmobil umladen, bevor es richtig losging. Danach
machten wir’s uns drinnen kuschelig.
Wanderung ins Müllerthal fällt aus
15. September 2025
Eigentlich stand heute eine Wanderung ins Müllerthal auf dem Plan, doch der Regen und die
nassen Wege machten uns einen Strich durch die Rechnung. Beim Gespräch mit einer anderen Camperin
erfuhren wir, dass es seit Tagen geregnet hatte und alle Wanderwege sehr rutschig seien.
Nach kurzem Überlegen fiel die Entscheidung, die Wanderung ausfallen zu lassen und stattdessen
die Weiterfahrt nach Vianden anzutreten. Sicherheit geht vor – und so blieb mehr Zeit, die Fahrt durch die
schöne Landschaft Luxemburgs zu genießen.
Weiterfahrt zum Maddison Memorial
Nach dem Besuch in Vianden setzten wir unsere Weiterfahrt zum Maddison Memorial fort. Die Gedenkstätte erinnert an die amerikanischen Fallschirmjäger, die während des Zweiten Weltkriegs bei der Befreiung Europas im Einsatz waren.
Besonders eindrucksvoll ist die Sternform des Memorials, die die Landung aus der Luft symbolisiert. Von oben betrachtet formen die Steinmauern und Wege einen klaren Stern, und in der Mitte befinden sich Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen. Die ruhige Parkanlage rundherum verstärkt die besinnliche Atmosphäre und macht den Ort zu einem bewegenden Platz des Erinnerns und Nachdenkens.
Die Kombination aus schlichter Architektur, klarer Symbolik und der ruhigen Parkanlage rundherum
macht den Ort zu einem besinnlichen Platz, der zum Nachdenken einlädt und die Leistungen der Soldaten würdigt. Ein sehr bewegender Zwischenstopp auf unserer Route.
Weiterfahrt und Übernachtung in Durbuy
Nach dem Besuch des Memorials setzten wir unsere Weiterfahrt zum Stellplatz am Fluss bei Durbuy fort. Durbuy gilt als kleinste Stadt Belgiens mit Stadtrecht – sehr charmant!
Am Stellplatz angekommen, war zunächst die Schranke geschlossen. Also fuhren wir kurz zur Touristinfo, um die Zugangsdaten zu erhalten und den Stellplatz zu bezahlen.
Zurück am Platz angekommen, konnten wir uns über einen wunderbaren Stellplatz am Wasser freuen. Als besonderes Highlight tauchte sogar ein
Regenbogen über dem Fluss auf – ein perfekter Abschluss eines ereignisreichen Tages.
Nach dem Abendessen machten wir noch einen Spaziergang in die Stadt, auf der Suche nach einem
offenen Lokal, um ein belgisches Bier zu probieren.
Doch Durbuy wirkte wie im Dornröschenschlaf – fast alle Lokale geschlossen, die Straßen
leer und verlassen. Schnell wurde klar: Die Stadt lebt offensichtlich nur für Tagesgäste, am
Abend kehrt hier Ruhe und Stille ein. Ein fast gespenstischer, aber faszinierender Eindruck der
sonst so lebendigen Altstadt.
16.09.25
Besuch im Topiary Park von Durbuy – Formgehölze mit Charme
Der Garten Topiary liegt idyllisch am Ufer der Ourthe und ist schon von außen ein echter
Hingucker. Kaum zu glauben, dass hier über 250 kunstvoll geschnittene Buchsbäume stehen – in Formen von Tieren, Figuren und Fantasieobjekten.
Wir waren an einem Wochentag außerhalb der Ferien da und hatten den Park fast für uns allein. Nur
ein paar andere Besucher schlenderten durch die Wege. Das machte den Besuch angenehm ruhig, man konnte in aller Seelenruhe schauen, fotografieren und staunen.
Allerdings fiel uns auf, dass einige der Formgehölze langsam einen Nachschnitt vertragen
könnten. Hier und da war die Form nicht mehr ganz so exakt, wie man es von einem Topiary-Garten erwartet. Trotzdem: Die Anlage hat ihren ganz
eigenen Charme – gerade weil sie nicht perfekt wirkt, sondern ein wenig natürlich geblieben ist.
Im hinteren Teil des Gartens gibt es ein paar schöne Blicke auf Durbuy, besonders wenn man auf die Terrasse hinaufgeht. Dort oben steht eine
Bank, von der man wunderbar auf das Städtchen und die Ourthe hinunterschauen kann – ideal für eine kleine Pause.
Nach gut einer Stunde haben wir den Rundgang beendet und sind gemütlich durch die Altstadt von Durbuy gebummelt. Kleine Läden, Cafés und steinige Gassen – hier lohnt sich auf jeden
Fall ein Spaziergang.
Infos für Womofahrer
Der Stellplatz am Fluss liegt direkt an der Ourthe, nur wenige Gehminuten vom
Topiary Park und der Altstadt von Durbuy entfernt. Der Platz ist eben, geschottert und bietet einen schönen Blick auf das Wasser.
Es gibt Stromanschlüsse, eine Entsorgungsstation und einfache Sanitäranlagen. In der Nebensaison war es herrlich ruhig – nur das Rauschen des Flusses und hin und wieder ein vorbeifahrendes Auto.
Ideal für einen Kurzaufenthalt, um Durbuy zu erkunden oder einfach mal einen Tag am Fluss zu
entspannen. Wer mag, kann von hier aus auch schöne Wanderungen entlang der Ourthe starten.
Unser Fazit:
Ein lohnenswerter Zwischenstopp auf einer Reise durch die Ardennen. Der Topiary Park ist
liebevoll angelegt, wenn auch stellenweise pflegebedürftig. Der Stellplatz am Fluss ist ruhig, zentral und perfekt gelegen für einen
Stadtbummel. Wer Pflanzenkunst, Ruhe und grüne
Inspiration mag, sollte hier unbedingt vorbeischauen – am besten außerhalb der Saison, wenn man wie wir fast allein ist.
Weiterfahrt nach Aywaille – Monde Sauvage
Nach dem gemütlichen Spaziergang durch den Topiary Park ging es für uns weiter Richtung Aywaille.
Ziel: der Tier- und Safaripark Monde Sauvage.
Am Eingang hieß es dann: Wohnmobil parken – umsteigen ins Auto! Die erste Runde führt durch den Safari-Bereich, den man nur mit dem Pkw befahren darf. Also alles Wichtige umgeladen, Kamera startklar gemacht und los ging’s auf
Autosafari.
Zwischen Zebras, Antilopen und Straußen fühlte
man sich fast schon ein bisschen wie in Afrika – nur eben mit belgischem Wetter. Die Tiere wirkten entspannt, viele kamen neugierig bis ans Auto heran.
Die Fahrt machte richtig Lust auf mehr und war für uns eine schöne Einstimmung auf die große Safari im nächsten Jahr.
Nach der Autotour lohnt sich der Rundgang durch den Fußgängerbereich mit Affen,
Vögeln, Pinguinen und vielen weiteren Tieren – liebevoll gestaltet und gut gepflegt.
Fototest im Tierpark – Telezoom im Einsatz
Für uns war der Besuch im Monde Sauvage auch die perfekte Gelegenheit, das Telezoom-Objektiv auszuprobieren. Eine echte Herausforderung, denn viele Tiere befinden sich hinter Gittern oder in eingezäunten Gehegen – da ist es gar nicht so einfach, ein sauberes Bild ohne störende Linien zu bekommen.
Mit etwas Geduld, passendem Winkel und offener Blende gelang es aber erstaunlich gut, die
Tiere freizustellen. Besonders bei den Großkatzen und Raubvögeln zeigte das Telezoom, was es kann – gestochen scharfe Details und ein schöner Hintergrund. Ein paar Versuche landeten natürlich im Papierkorb, aber insgesamt ein
lohnender Praxistest unter realen Bedingungen.
Übernachtungssuche am Abend
Nach dem Besuch im Monde Sauvage wollten wir eigentlich an einem Stausee übernachten – ein
Platz, der in vielen Apps und Foren empfohlen wird. Leider war dort schon alles belegt, und wir kamen etwas zu spät an. Also hieß es: Alternative suchen.
Nach kurzer Fahrt fanden wir einen großen Parkplatz direkt an der Straße, halbwegs eben und überraschend ruhig. Erst standen wir allein, doch
schon kurz darauf gesellten sich weitere Wohnmobile dazu, die wohl dasselbe Problem hatten. So wurde es fast noch gemütlich – eine kleine
Spontan-Womo-Gemeinschaft am Straßenrand.
Kein Luxus, keine Infrastruktur, aber für eine Nacht völlig in Ordnung.
Unverhoffte Begegnung am Abend
Kaum hatten wir es uns gemütlich gemacht, klopfte es am Wohnmobil. Eine Camperin vom
Nachbarfahrzeug stand vor der Tür – etwas verlegen, aber freundlich. Ihr Handy war leer, und sie fragte, ob sie es kurz bei uns
aufladen dürfe. Ihre Tochter erwartete ein Kind, und ohne Telefon wäre sie nicht erreichbar gewesen.
Natürlich haben wir sofort geholfen. Während bei uns das Abendessen auf dem Herd stand und der
Duft durchs Womo zog, hing ihr Handy am Ladekabel und füllte langsam den Akku.
Ein kleines Stück Alltagshilfe unter Campern, das für uns ganz selbstverständlich ist. Man merkt immer wieder, wie solidarisch und hilfsbereit die Womo-Gemeinschaft ist – jeder hilft, wo er kann. Und so wurde aus einer spontanen Anfrage
eine nette Begegnung am Straßenrand, die uns mit einem guten Gefühl in die Nacht entließ.
17.09.25
Weiterfahrt zur Gileppe-Talsperre
Am nächsten Morgen ging es weiter zur Gileppe-Talsperre, einem beeindruckenden Stausee in den
Ardennen. Schon von weitem sieht man die gewaltige Sperrmauer mit dem riesigen Löwen aus
Sandstein, der majestätisch über das Tal blickt.
Mit dem kostenlosen Aufzug fuhren wir hinauf zur Aussichtsplattform – ein tolles Erlebnis! Auch
wenn das Wetter stark bedeckt war und die Sicht etwas diesig blieb, bot sich von oben ein eindrucksvoller Blick über den See und die bewaldeten Hänge.
Anschließend starteten wir eine kleine Wanderung entlang des Ufers. Der Weg führt teils durch Wald, teils direkt am Wasser entlang – sehr schön
angelegt und ruhig. Doch nach etwa einer halben Stunde begann es leicht zu nieseln, und der Himmel zog sich weiter zu.
Also kurzerhand die Wanderung abgebrochen und zurück zum Wohnmobil – nass, aber zufrieden.
Manchmal ist es besser, den Regen einfach als Teil des Erlebnisses zu nehmen – schließlich gehört das typisch belgische Wetter eben dazu.
Besuch im Schokoladenmuseum Cité du Chocolat in Crescend’eau
Nach dem Besuch der Gileppe-Talsperre stand etwas Süßes auf dem Programm: das Schokoladenmuseum
Crescend’eau in Verviers. Schon beim Betreten des Gebäudes liegt ein feiner Kakaoduft in
der Luft – genau das Richtige nach dem grauen Wetter am Vormittag.
Im Museum erfährt man vieles über die Geschichte der Schokolade, ihre Herstellung und natürlich über die belgische Tradition dieser süßen Kunst.
Ein besonderes Highlight war der Blick in die Produktion durch eine große Glasscheibe. Man konnte
den Handwerkern bei der Arbeit zusehen: wie sie Schokolade gossen, Pralinen füllten und alles mit großer Sorgfalt und Präzision erledigten.
Es ist faszinierend, den gesamten Herstellungsprozess live zu beobachten – vom flüssigen Kakao
bis zur fertigen Praline. Für uns war das ein spannender Einblick hinter die Kulissen, der den Besuch noch anschaulicher und lebendiger gemacht hat.
Nach dem Rundgang machten wir es uns im Café gemütlich und gönnten uns einen heißen Kakao – jeder
in einer anderen Geschmacksrichtung. Von klassisch Zartbitter bis
cremiger Schokolade mit Caramel oder Vanille war alles dabei. Ein echter Genussmoment
und eine perfekte Pause an einem eher trüben Tag.
Besuch des Henri-Chapelle American Cemetery
Nach dem süßen Genuss im Schokoladenmuseum ging es für uns zu einem ganz anderen, sehr bewegenden
Ort: dem Henri-Chapelle American Cemetery. Schon beim Betreten des Geländes spürt man die stille
Ehrfurcht, die diesen Friedhof umgibt.
Rund 7.000 Soldaten des Zweiten Weltkriegs liegen hier in makellosen Reihen – weiße
Kreuze und Stars of David, die sich über die sanften Hügel erstrecken. Jedes Kreuz erzählt eine Geschichte
von Mut, Opfer und Verlust.
Es ist schwer, hier nicht ins Nachdenken zu geraten. Die gepflegten Rasenflächen, die
Blumen zwischen den Gräbern und die ruhige Atmosphäre vermitteln eine tiefe Dankbarkeit für die Freiheit, die viele mit ihrem Leben bezahlt haben.
Für uns war dieser Besuch ein stiller Moment der Reflexion, der die Fröhlichkeit des
Vormittags mit der Schokolade kontrastierte und noch lange nachwirkte. Ein Ort, der Respekt und Demut einfordert – und den man nicht so schnell vergisst.
Ausstellungshalle und persönliche Geschichten
Neben den Gräbern lohnt sich auch der Besuch der Ausstellungshalle auf dem Gelände. Hier sind die Ordner
der Gefallenen ausgestellt, mit Fotos, Namen und Kurzbiografien.
So wird jedem Kreuz auf dem Friedhof eine persönliche Geschichte zugeordnet. Man erkennt, dass
hinter jedem Symbol ein echter Mensch stand – mit Familie, Träumen und einem Leben, das abrupt endete.
Dieser Teil des Besuchs macht den Friedhof noch greifbarer und die Dimension des Opfers noch
deutlicher. Es ist berührend, die Gesichter zu sehen und sich vorzustellen, wie jung viele dieser Soldaten waren.
Übernachtung in Hasselt
Am Abend erreichten wir Hasselt und fanden einen wirklich schönen Stellplatz, etwas
außerhalb der Stadt, ruhig und eben. Praktisch: Für das Auto unseres Sohnes war in der Nähe ein
geeigneter Parkplatz verfügbar, so dass wir alles bequem untergebracht hatten.
Nach einer kurzen Pause machten wir uns zu Fuß auf den Weg ins Stadtzentrum, um das belgische
Bier zu genießen. Hasselt als Studentenstadt war lebendig: viele Lokale waren voll, die
Straßen summten vor Leben. Nach einigem Suchen entdeckten wir eine schöne Kneipe, setzten uns draußen
hin und genossen das kühle Bier bei lauer Abendluft.
Ein perfekter Abschluss für einen ereignisreichen Tag – entspannte Abendstimmung, Leben in der
Stadt und einfach mal das typische belgische Flair aufsaugen.
18.09.25
Weiterfahrt nach Brüssel – Besuch des Atomiums
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Brüssel. Wir fanden einen kostenlosen Stellplatz etwas
außerhalb der Stadt und legten eine kurze Mittagspause ein. Danach hieß es: Umsteigen ins Auto, um näher an das Atomium zu kommen. Für Tagesbesucher gibt es einen sehr günstigen Parkplatz, direkt in der Nähe – ideal, um stressfrei anzukommen.
Der Besuch des Atomiums selbst war beeindruckend. Trotz der vielen Schulkinder und Gruppen ließen
wir uns in Ruhe Zeit, die Kugeln und Verbindungsröhren zu erkunden. Besonders beeindruckend waren
die Lichtinstallationen, die in Kombination mit Musik in den einzelnen Kugeln ein besonderes
visuelles Erlebnis erzeugten.
Der Eintritt hat sich absolut gelohnt – eine gelungene Mischung aus Architektur,
Kunst und Technik, die man so schnell nicht vergisst.
Suche nach den Königlichen Gewächshäusern
Nach dem Besuch des Atomiums wollten wir zu Fuß noch die Königlichen Gewächshäuser erkunden.
Leider war unsere Recherche schlecht, der Weg viel weiter, als wir gedacht hatten – und obendrein
waren die Gewächshäuser geschlossen. Nach dieser Enttäuschung hieß es also:
Plan B – wir suchten nach einer Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die
Innenstadt zu kommen. Auf dem Weg kamen wir an mehreren Schulen
vorbei. Die Busse waren mit den Schulkindern extrem überfüllt, sodass wir diese Option schnell verwarfen.
Glücklicherweise entdeckten wir die U-Bahn, die uns komfortabel und stressfrei zum
Hauptbahnhof brachte. Von dort aus hatten wir eine zentrale Lage, perfekt für den weiteren
Stadtrundgang in Brüssel.
Stadtbummel in Brüssel
Vom Hauptbahnhof aus ging es zu Fuß durch die Innenstadt. Überall reihen sich Ladengeschäfte mit Schokolade oder belgischen Waffeln aneinander –
ein wahrer Genuss für Augen und Nase.
Die Stadt war voll, auf den Straßen tummelten sich viele Leute, Touristengruppen mischten sich
mit Einheimischen. Trotz des Trubels machte es Spaß, die Geschäfte zu durchstöbern, die belgische
Spezialitäten anzubieten hatten, und das bunte Treiben auf den Plätzen und Gassen zu beobachten.
Männeken Pis – lebendige Tradition
Mitten in der Innenstadt versammelten sich viele Leute, um zuzusehen, wie das berühmte
Denkmal Männeken Pis gerade umgezogen wurde. Ein Mann auf der Leiter befestigte das winzige Kostüm an der kleinen Bronzefigur, und das Publikum
beklatschte ihn begeistert.
Die Figur selbst ist winzig – kaum 50 cm groß – und stellt einen kleinen Jungen dar, der fröhlich
in die Stadt pinkelt. Trotz ihrer Größe hat sie Kultstatus und ist ein Symbol für die humorvolle Seite von
Brüssel. Es ist faszinierend zu sehen, wie eine so kleine Statue eine so große
Aufmerksamkeit auf sich zieht und Touristen wie Einheimische gleichermaßen begeistert.
Rückkehr zum Atomium und Abend in Brüssel
Nach dem Stadtbummel ging es mit der U-Bahn wieder zurück zum Atomium und zu unserem
Auto. Von dort aus fuhren wir zum Wohnmobil, wo wir nach einem langen Tag angekommen waren.
Es war schon spät, und niemand hatte Lust zu kochen. Direkt am Stellplatz entdeckten wir eine Pizzeria, die in den Bewertungen sehr gelobt war.
Schnell entschieden wir: testen! Und tatsächlich – wir waren sehr zufrieden. Leckeres Essen,
unkompliziert und direkt vor Ort.
Danach folgte eine ruhige Nacht auf dem Parkplatz. Die Kombination aus gutem Essen, entspanntem
Abend und ruhiger Stellplatzlage machte den Tag perfekt.
19.09.25
Skulpturengarten De Schorre
Am nächsten Tag führte uns die Weiterfahrt zum Skulpturengarten De Schorre. Auf dem Weg sahen wir
das kürzlich abgebrannte Festivalgelände, das gerade wieder im Aufbau war – vom Brand selbst war
jedoch nichts mehr zu sehen.
Das Festivalgelände, auf dem das Tomorrowland-Festival stattfindet, heißt De Schorre und befindet sich in Boom, etwa 20 km südlich von Antwerpen und 40 km nördlich von Brüssel.
De Schorre ist ein 75 Hektar großes Freizeitgelände, das ursprünglich aus ehemaligen Tonabbaugebieten besteht und heute als Erholungspark genutzt
wird. Neben dem Festivalgelände umfasst es auch Sporteinrichtungen, ein Kongresszentrum und Freizeitmöglichkeiten wie einen Bootssteg und Wanderwege.
Das Tomorrowland-Festival, eines der größten elektronischen Musikfestivals weltweit, wird seit 2005 jährlich in De Schorre ausgetragen. Es zieht jedes Jahr etwa 400.000 Besucher an und erstreckt sich über zwei Wochenenden im Juli. Das Festivalgelände ist bekannt für seine beeindruckenden Bühnen, aufwendigen Dekorationen und eine Vielzahl
internationaler Künstler.
Der Skulpturengarten beeindruckte mit sehr schönen, witzigen Figuren aus Holz, kreativ gestaltet und liebevoll aufgestellt. Wir machten eine
schöne Wanderung durch den Wald, genossen die Ruhe und die künstlerischen Überraschungen entlang
des Weges.
Doch irgendwann kamen Schulklassen, laut und lebendig, und die Ruhe war vorbei. Trotzdem bleibt
der Besuch des Gartens ein echtes Erlebnis – perfekt für alle, die Kunst in der Natur lieben.
Weiterfahrt nach Antwerpen – Camping Vogelzang
Nach der schönen Wanderungen ging es weiter nach Antwerpen. Wir steuerten den Campingplatz
Vogelzang an, der noch Platz für uns hatte. Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns bereit für den Stadtrundgang.
Für die Fahrt in die Innenstadt kauften wir eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel.
Mit der Straßenbahn ging es bequem und stressfrei ins Herz von Antwerpen, ohne sich um
Parkplätze oder Stadtverkehr sorgen zu müssen.
Erster Blick in Antwerpen – der Hauptbahnhof
Unser erster Stop in Antwerpen war direkt der Hauptbahnhof, und der hat uns sofort beeindruckt.
Schon beim Betreten spürt man die Majestät und Eleganz des Gebäudes. Der Bahnhof gilt als einer
der schönsten Europas – die große Kuppel, die marmornen
Wände und die prächtigen Treppen wirken fast wie in einem Palast.
Schnell wird klar, dass hier nicht nur Züge abfahren, sondern der Bahnhof selbst ein Architektur-Highlight und ein beliebter Fotospot ist. Für uns ein perfekter Startpunkt, um die Stadt zu erkunden und gleichzeitig ein bisschen Staunen über die Pracht zu genießen.
Innenstadt und Burgbesuch in Antwerpen
Nach dem beeindruckenden Bahnhof machten wir einen Fußmarsch durch die schöne Innenstadt. Unser
Weg führte uns zum Grote Markt, der trotz der vielen Menschen seinen historischen Charme bewahrt. Die prächtigen Gildehäuser und das Rathaus
sind echte Hingucker.
Anschließend ging es weiter zur Burg, wo wir den kostenlosen Aufzug nutzten. Von oben bot sich
ein herrlicher Blick über den Hafen und die Stadt – perfekt, um die Dimensionen von Antwerpen zu erfassen.
Die Burg in Antwerpen heißt Het Steen und ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt. Ursprünglich
als mittelalterliche Festung erbaut, diente sie der Kontrolle des Zugangs zum Schelde-Fluss und
dem Schutz vor Wikingerräubern. Die heutige Struktur wurde zwischen 1200 und 1225 errichtet und
war Teil einer größeren Burganlage der Herzöge von Brabant. Der Name „Het Steen“ bedeutet auf Niederländisch „der Stein“ und bezieht sich auf das
verwendete Baumaterial.
Im Jahr 1520 wurde die Festung unter Karl V. umfassend umgebaut und erhielt ihre heutige Form.
Von 1303 bis 1827 diente sie als Gefängnis. Heute beherbergt Het Steen ein Maritimes Museum und ein Kulturzentrum für Kinder.
Besucher können die historische Architektur bewundern, den Schelde-Fluss entlang spazieren und
mehr über die reiche Geschichte von Antwerpen erfahren.
Zur Stärkung machten wir Halt in der Burgkneipe und testeten erneut das belgische Bier. Eine kleine Pause gab uns Energie für die nächste Runde der Besichtigung und machte den Besuch noch
gemütlicher.
Spaziergang durch den Sint-Annatunnel
Nach dem Besuch von Het Steen suchten wir den Eingang des Sint-Annatunnels. Der
Tunnel unter der Schelde verbindet die beiden Flussseiten und ist perfekt für einen
entspannten Spaziergang.
Vom der anderen Flusseite aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt und den Hafen.
Besonders interessant: die historische Rolltreppe, die schon sehr alt ist, aber immer noch
zuverlässig funktioniert. Ein kleines Stück Antwerpener Geschichte, das man beim Überqueren des Flusses fast nebenbei erleben kann.
Zurück durch den Tunnel und Belgische Pommes
Nach dem Spaziergang über den Sint-Annatunnel gingen wir zurück auf die Seite der Innenstadt. Der
Hunger meldete sich, und wir machten uns auf die Suche nach den typischen belgischen Pommes.
Der Fußweg zum Imbiss war ziemlich lang, aber die Mühe hat sich gelohnt. Frisch frittierte Pommes, knusprig und goldgelb, dazu verschiedene
Soßen – einfach lecker!
Wir hatten genau den richtigen Zeitpunkt erwischt: kurz nach uns kamen viele Menschen, die
Schlange standen. Wir selbst ergatterten nur noch einen Stehplatz, aber das tat dem Genuss keinen Abbruch. Ein echtes kulinarisches Highlight in Antwerpen.
Abend am Campingplatz
Nach einem langen Tag mit vielen Kilometern zu Fuß kehrten wir zufrieden zum Campingplatz zurück. Es war Zeit für ein gemütliches Zusammensitzen vor dem Wohnmobil und ein wohlverdientes
Abschlussbier.
Gerade als die Stimmung am schönsten war, fing es an zu tröpfeln. Das zwang uns schnell zum Rückzug ins
Wohnmobil. Trotzdem ein schöner Moment, den wir bei entspannter Atmosphäre und dem Ausklingen des Tages genossen haben.
20.09.25
Geplanter Besuch des Atlantikwallmuseums
Ein besonderer Punkt auf unserer Reise war der geplante Besuch des Atlantikwallmuseums in Antwerpen – ein Wunsch unseres Sohnes, der extra deswegen mitgereist war. Der Fußweg zum
Eingang war kurz, doch leider war das Museum verschlossen.
Die Öffnungszeiten waren aus dem Internet nur schwer herauszufinden: geöffnet ist das Museum nur einmal
monatlich an einem Samstag. Wir hatten zwar einen Samstag eingeplant, aber leider nicht den ersten des Monats. Sehr enttäuschend.
Als Alternative machten wir eine Wanderung zum nahegelegenen Schloss, das gerade für eine Hochzeit vorbereitet wurde. Da kein Zutritt möglich war, kehrten wir bald wieder zum Wohnmobil zurück – ein kurzer, aber dennoch
interessanter Umweg.
Weiterfahrt nach Gent – Grevenbroich
Wieder zurück am Wohnmbil entschlossen wir und weiter nach Gent zu fahren. Wir fanden einen
Parkplatz etwas außerhalb der Innenstadt und kauften für die Fahrt in die Stadt eine Tageskarte für den
Bus.
Unser erster Anlaufpunkt war die Burg Grevenbroich, die mitten in der Stadt liegt. Die
Burg wirkt wie ein ruhiger Mittelpunkt zwischen den geschäftigen Straßen und bietet einen
spannenden Einblick in die historische Architektur Gents. Die alten Mauern, Türme und das Innenhof-Areal laden zum Schlendern und Entdecken
ein. Trotz ihrer zentralen Lage vermittelt die Burg eine fast friedliche Atmosphäre, die einen Moment der Ruhestimmung inmitten der lebhaften Stadt erlaubt.
Stadtbummel in Gent und Weiterfahrt nach Brügge
Gent präsentierte sich als schöne, lebhafte Stadt mit vielen
Touristen und einer charmanten Mischung aus alten Gassen,
Wasserläufen und historischen Gebäuden. Trotz des Andrangs herrschte
eine freundliche Atmosphäre, ideal zum Bummeln und
Entdecken.
Auf der Suche nach der bekannten Graffitistraße wurden wir allerdings etwas enttäuscht – die Graffitis waren keine besonderen Kunstwerke, eher buntes Durcheinander als kreative
Streetart.
Am frühen Abend setzten wir die Weiterfahrt nach Brügge fort. Bei Ankunft am Abend war der Campingplatz leider voll, sodass wir eine Alternative zum Übernachten suchen mussten. Durch ein Konzert der Londoner Symphoniker war die ganze
Stadt im Verkehrsstau, viele Straßen rund um das Konzerthaus waren
gesperrt.
Nach fast einer Stunde im Stau fanden wir schließlich über Park4Night einen Parkplatz außerhalb der Stadt. Trotz der Nähe zur Autobahn war die Nacht angenehm ruhig – ein guter Abschluss eines langen, ereignisreichen
Tages.
21.09.25
Mit dem Auto nach Brügge – Grachtenfahrt und Stadtbummel
Das Wohnmobil blieb auf dem Parkplatz außerhalb stehen, und wir machten uns mit dem
Auto auf den Weg nach Brügge. Schon bei der Ankunft zeigte sich: Viele Parkplätze waren
bereits belegt, denn in der Innenstadt fand ein Flohmarkt statt.
Wir schlenderten durch die Gassen, vorbei an kleinen Ständen, Kneipen und alten Fassaden – Brügge hat einfach ein ganz besonderes Flair. Danach entschieden wir uns für eine Fahrt auf den Grachten durch das historische Brügge.
Die Boote waren rappelvoll, und an den besonders beliebten Gebäuden stauten sich die
Grachtenboote regelrecht. Während wir die Fahrt genossen, kam unweigerlich die Frage auf, wieviel
Umsatz hier wohl an einem einzigen Tag gemacht wird. Trotz des Andrangs war es ein schöner und
eindrucksvoller Ausflug, der das Lebensgefühl Brügges perfekt eingefangen hat.
21.09.25
Atlantikwallmuseum Raversyde – Geschichte zum Erleben
Da das Atlantikwallmuseum in Antwerpen geschlossen war, suchten wir eine Alternative – und fanden
sie in Raversyde an der belgischen Küste. Daher entschlossen wir uns nach dem überfüllten Brügge noch an die Küste zu fahren. Die
Anlage erwies sich als äußerst beeindruckend und sehenswert.
Auf den weitläufigen Wegen durch die unterirdischen Gänge und Bunker bekommt man einen intensiven Eindruck von der militärischen Vergangenheit der Küste. Die Erhaltung und Aufbereitung der
Anlage sind hervorragend, und man spürt die Geschichte an jeder Ecke.
Spannende Einblicke mit dem Audioguide
Mit dem Audioguide erhielten wir viele interessante Informationen über die Anlage und ihre Bedeutung in beiden Weltkriegen. Besonders beeindruckend war, wie detailliert die
Geschichte des 1. und 2. Weltkriegs in Raversyde dargestellt wird – von den Bunkern und
Schützengängen bis hin zu den Alltagsszenen der Soldaten.
Der Audioguide machte den Rundgang zu einem lebendigen Geschichtserlebnis, das sowohl lehrreich
als auch spannend war. Ein gelungener Abschluss für diesen besonderen Besuch. Unser
Sohn war sichtlich zufrieden, doch noch ein Stück Geschichte hautnah erlebt zu haben – ein spannender und lehrreicher Besuch, der sich auf jeden Fall gelohnt hat.
Weiterfahrt nach Middelkerke – Comics, Markt und Meer
Da wir nun schon an der Küste waren, fuhren wir weiter nach Middelkerke, bekannt als
Comicstadt mit vielen Skulpturen bekannter Figuren entlang der Promenade. Bei einem gemütlichen Spaziergang entdeckten wir immer wieder neue Comic-Helden, die den Ort einen besonderen
Charme verleihen.
Gerade fand ein Herbstmarkt mit regionalen Produkten statt. Besonders interessant waren die
Pferde am Stand, die die Aufmerksamkeit vieler Besucher auf sich zogen – auch wir blieben lange stehen und
schauten zu.
Am Strand fiel uns ein außergewöhnliches Gebäude auf, das in seiner Form an einen
Hutdeckel erinnerte – modern, auffällig und ein echter Blickfang vor der Kulisse von Meer und
Himmel. Ein schöner Abschluss eines abwechslungsreichen Tages an der belgischen Küste.
Eindrücke vom Strand
Der Strand von Middelkerke zeigte sich von seiner schönsten Seite – weit, sauber und ideal für
einen Spaziergang am Meer. Doch dreht man sich um, sieht man die andere Seite der Küste: kilometerlange
Gebäudekomplexe, die sich dicht an dicht entlang der Promenade reihen.
Ein spannender Kontrast zwischen Natur und moderner Architektur – vorne das rauschende Meer, hinten die endlose Reihe von Ferienwohnungen. Trotz dieser Gegensätze hat der Ort seinen eigenen
Charme, besonders bei einem Spaziergang in der frischen Seeluft.
22.09.25
Abschied, Weißwurst & Regenschauer-Romantik
Heute begann der Tag ganz gemütlich – mit einem ausgedehnten Frühstück unter leicht grauem Himmel.
Auf dem Tisch dufteten frische Semmeln, süßer Senf und natürlich die unverzichtbare Weißwurst.
Ein bisschen bayerische Tradition, bevor es Zeit wurde, Abschied zu nehmen: Unser Sohn trat die
Rückreise mit dem Auto an. Ein wehmütiger Moment, aber so ist das auf Reisen – jedes Kapitel hat seinen
eigenen Takt.
Nach einem letzten Winken am Straßenrand sattelten wir wieder auf – die Fahrräder waren bereit für die nächste kleine Tour. Trotz bedecktem Himmel lockte uns die Lust auf Entdeckungen hinaus. Und tatsächlich: Die Strecke führte uns vorbei
an herrschaftlichen Herrenhäusern und romantischen Schlössern, die selbst im diffusen Licht eine
besondere Stimmung ausstrahlten.
Doch dann kam, was kommen musste: Regen! Erst ein paar Tropfen, dann ein richtiger Schauer. Zum Glück fanden wir schnell Zuflucht in einer Bushaltestelle, die sich als perfekter Unterschlupf entpuppte. Dort saßen wir, hörten das Prasseln auf dem Dach und warteten auf das Ende des
Regenschauers.
Als der Regen schließlich nachließ, ging’s weiter. Ein bisschen nass, aber zufrieden. Wieder einmal zeigte sich: Auf Reisen ist nicht das Wetter entscheidend, sondern die Gelassenheit und die kleinen Augenblicke dazwischen.
Weiterfahrt nach Friedhof und Tyne Cot – Zwischen Ehrfurcht und Alltagslärm
Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter – unser Ziel: der berühmte Tyne Cot Cemetery, einer der größten Soldatenfriedhöfe des Ersten
Weltkriegs. Schon die Anfahrt durch die sanft gewellten Landschaften war beeindruckend.
Tyne Cot – Ein Ort des Innehaltens und Erinnerns
Der Tyne Cot Cemetery bei Passendale in Flandern ist einer jener Orte, die man nie wieder vergisst.
Schon beim Betreten spürt man, dass hier Geschichte nicht einfach in Büchern steht – sie liegt sichtbar in der Landschaft, in endlosen Reihen
weißer Grabsteine, die sich bis zum Horizont erstrecken.
Mit über 11.900 Gräbern ist Tyne Cot der größte Soldatenfriedhof des Commonwealth weltweit. Die
meisten, die hier ruhen, fielen während der Schlacht von Passchendaele im Jahr 1917 – einem der verlustreichsten Kapitel des Ersten Weltkriegs.
Viele der Gefallenen konnten nie identifiziert werden; ihre Grabsteine tragen die schlichten Worte “A Soldier of the Great War – Known unto God.”
Im Zentrum des Friedhofs erhebt sich ein großes Kreuz aus weißem Stein, eingebettet in die Überreste eines ehemaligen deutschen Bunkers – ein
stilles Symbol für den Wandel von Krieg zu Frieden und Erinnerung. Dahinter das gewaltige Gedenk-Memorial, auf dem über 35.000 Namen von Vermissten eingraviert sind.
Trotz seiner Größe wirkt der Ort erstaunlich ruhig und geordnet, fast friedlich. Die gepflegten Wege, die Blumen, die klare Struktur – alles
zeugt vom Respekt und der Sorgfalt, mit der dieser Ort gepflegt wird.
Und doch – wenn man durch die Reihen geht, wird einem das Ausmaß des Leids bewusst. Jeder Stein steht für ein Leben, eine Geschichte, eine
Familie. Man bleibt stehen, liest einen Namen, ein Alter – und plötzlich bekommt Geschichte ein Gesicht.
Tyne Cot ist kein Ort, den man „besichtigt“. Es ist ein Ort, den man erlebt – still,
ehrfürchtig und mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit, dass wir heute in Frieden reisen dürfen.
Doch als wir das Gelände betraten, wurde es still – oder besser gesagt: es hätte still sein sollen.
Doch heute war es anders. Mehrere Busse mit Schulklassen rollten an, und bald füllte sich die ruhige Atmosphäre mit Stimmen, Lachen und unruhigem
Treiben. Die friedliche Ruhe war dahin. Die Kinder liefen ziellos durch die Reihen, redeten, machten Fotos – vielleicht, weil sie die Tragweite dieses Ortes noch nicht begreifen konnten.
Ein merkwürdiger Kontrast: die Gräber tausender Gefallener, still und würdevoll, und daneben das bunte
Leben der jungen Generation. Vielleicht liegt genau darin eine gewisse Hoffnung – dass sie, auch wenn sie jetzt noch nicht verstehen, später begreifen, warum solche Orte wichtig sind.
Nachdenklich und ein wenig erschöpft setzten wir unsere Weiterfahrt fort – dankbar für den Tag, die Eindrücke und die Möglichkeit, Geschichte so
hautnah zu erleben.
Ankunft in Dinant – Zwischen Technik, Komfort und einem besonderen Abend
Nach dem bewegenden Besuch in Tyne Cot setzten wir unsere Weiterfahrt Richtung Süden fort. Die
Strecke zog sich, und als wir schließlich nahe Dinant ankamen, war es schon später Abend. Doch
der Campingplatz entpuppte sich als echter Glücksgriff – ruhig gelegen, gepflegt und mit einem
schönen Blick ins Grüne.
Zuerst suchten wir der uns zugewiesene Platz, parkten und wollten es uns gemütlich machen. Doch wie so oft auf Reisen kam noch die
praktische Seite des Campinglebens dazwischen: Also Motor wieder an und ab zur Ver- und
Entsorgungsstelle. Ein kleiner Abendumweg – aber danach war alles erledigt, und das gute Gefühl, „alles passt“, stellte sich ein.
Die Duschen auf dem Platz lagen ein Stück entfernt, und bei den kalten Temperaturen draußen fiel
die Entscheidung leicht: Duschen im eigenen Fahrzeug. Wie schön, wenn man diese Freiheit hat –
warm, bequem und ohne kalte Wege über den Platz.
So ließen wir den Tag ruhig im Wohnmobil ausklingen. Draußen Stille, drinnen gedimmte Beleuchtung und ein gutes Glas Wein. Denn heute war
nicht irgendein Abend – wir feierten unseren Hochzeitstag. Kein großes Menü, kein Luxus – aber genau das, was zählt: Zeit zu zweit, in unserem kleinen Zuhause auf Rädern.
Ein perfekter Abschluss eines langen, eindrucksvollen Reisetages.
23.09.25
Morgenroutine & Aufbruch nach Dinant
Der nächste Morgen begann ruhig und routiniert. Ein kurzer Rundgang über den Campingplatz, frisch aufgebackene Brötchen und der erste Kaffee – so
darf ein Reisetag starten. Danach hieß es wieder Technikcheck: Das Duschwasser vom Vortag wurde
abgelassen, Frischwasser neu getankt, alles bereit für die nächste Etappe.
Nach der Bezahlung der Übernachtung – freundlich, unkompliziert, wie man es sich wünscht – machten wir das Wohnmobil fahrbereit. Noch ein letzter Blick über den Platz, dann ging es los: Weiterfahrt nach Dinant.
Die Vorfreude wuchs – neue Eindrücke, vielleicht ein Spaziergang an der Maas und wieder ein Stück mehr Belgien entdecken. Genau das ist es, was das Reisen
mit dem Wohnmobil so besonders macht: jeden Tag ein neues Ziel, aber immer das eigene kleine Zuhause dabei.
Dinant – Stadt der Felsen, der Maas und der Saxophone
Die Parkplatzsuche gestaltete sich in Dinant, wie so oft in kleineren Städten, etwas knifflig. Schließlich fanden wir einen Platz
außerhalb der Stadt, direkt bei der Roche Bayard – dem berühmten gespaltenen Felsen, der wie ein steinernes Tor über der Straße thront. Der rund 40 Meter hohe Fels wirkt, als hätte jemand
ihn mit einem gigantischen Schwert in zwei Hälften gespalten. Der Legende nach war es das mächtige Pferd Bayard, das hier mit einem gewaltigen
Satz über die Maas sprang und den Felsen mit einem Hufschlag teilte. Ein faszinierendes Stück Mythos und Natur zugleich, das Dinant schon von
Weitem unverwechselbar macht.
Von dort aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt, ein gemütlicher Spaziergang entlang der
Maas, begleitet vom leisen Plätschern des Flusses und dem Blick auf die charakteristische Silhouette Dinants.
Über die Brücke mit den Saxophonen – eine Hommage an Adolphe Sax, den in Dinant geborenen
Erfinder des Saxophons – bot sich ein wunderbarer Blick auf die Festungsanlage, die hoch über der Stadt thront. Unten schmiegt sich das bunte
Häuserband eng an den Felsen, darüber erhebt sich majestätisch die Collegiale Notre-Dame, deren Zwiebelturm längst zum Wahrzeichen Dinants
geworden ist.
Die Stadt selbst hat einen ganz eigenen Charme: lebendig, musikalisch und zugleich geschichtsträchtig. In den engen Gassen mischen sich kleine
Cafés, Boutiquen und gemütliche Restaurants mit Blick auf die Maas. Über allem wacht die Zitadelle, die man entweder über eine steile Treppe
oder mit der Seilbahn erreicht – oben erwartet einen ein grandioser Panoramablick über das Tal und die Stadt.
Dinant ist keine große Metropole, aber eine Stadt voller Charakter und Atmosphäre – geprägt von
Fels, Wasser und Musik. Ein Ort, der zum Verweilen und Staunen einlädt, bevor man sich wieder
auf die Reise macht.
Die Zitadelle – Hoch hinaus und süßes Finale an der Maas
Nach unserem Spaziergang durch die Stadt lockte der Blick nach oben – zur Festungsanlage hoch über Dinant. Also entschieden wir uns für die
Fahrt mit der Seilbahn, die direkt neben der Kirche Notre-Dame startet. Schon während der Auffahrt öffnet sich ein fantastisches Panorama:
die Maas, die sich durch das Tal schlängelt, die bunten Fassaden am Ufer und die Roche Bayard in
der Ferne – ein Anblick, der sich tief einprägt.
Oben angekommen, beeindruckt die Zitadelle von Dinant mit ihrer gewaltigen Bauweise. Die Festung thront seit dem 11. Jahrhundert über der Stadt, strategisch perfekt auf einem Felsen gelegen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach ausgebaut und umkämpft, zuletzt auch im Ersten Weltkrieg. Heute beherbergt sie ein Museum, das die wechselvolle Geschichte Dinants
erzählt – mit Ausstellungen über das militärische Leben, historische Uniformen und eindrucksvolle Nachstellungen. Besonders eindrucksvoll ist der
Blick von der Mauer hinunter ins Tal – majestätisch, still und gleichzeitig voller Geschichte.
Nach dem Rundgang fuhren wir mit der Seilbahn zurück ins Tal und machten uns auf den Fußmarsch zum Wohnmobil. Der Weg entlang der Maas war
ruhig, begleitet vom diffusem Licht, das sich golden im Wasser spiegelte.
Unterwegs entdeckten wir in einem Schaufenster noch eine kleine kulinarische Besonderheit Dinants: den Couque de Dinant – ein kunstvoll verzierter Honigkeks, der traditionell ganz ohne Zucker, Fett oder Eier auskommt. Er besteht
nur aus Honig und Mehl, wird hart gebacken und oft in hübsche Holzformen gepresst – mit Motiven von Tieren, Blumen oder Stadtszenen. Ein Gebäck,
das man nicht beißt, sondern lutscht, so hart ist es – dafür aber ein echtes Stück Tradition
und ein beliebtes Souvenir aus der Stadt an der Maas auf den wir aber gerne verzichteten.
Weiterfahrt nach Bouillon – Ritterburg, Höhenwind und ein kurzer Drohnenflug
Nach einem eindrucksvollen Tag in Dinant ging es am Nachmittag weiter Richtung Süden. Unser Ziel: Bouillon, eine charmante Stadt mitten in den Ardennen, eingebettet in eine spektakuläre Flusslandschaft. Schon bei der Anfahrt schlängelt sich die Straße entlang des
Flusses Semois, während sich die mächtige Burg von Bouillon auf einem Felsen über dem Tal erhebt
– ein Anblick wie aus einem historischen Bilderbuch.
Die Burg Bouillon zählt zu den ältesten und eindrucksvollsten Festungsanlagen Belgiens. Ihre
Geschichte reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück, weltberühmt wurde sie durch Gottfried von
Bouillon, der die Burg verpfändete, um den Ersten Kreuzzug zu finanzieren. Die Anlage zieht sich über mehrere Ebenen, mit Gewölbegängen,
Wachtürmen und Aussichtsterrassen, von denen aus man einen spektakulären Blick auf Stadt und
Fluss hat.
Natürlich wollten wir diesen Anblick auch von oben festhalten und starteten einen Drohnenflug. Doch das Wetter spielte nicht ganz mit: Es war sehr windig, die Böen zerrten am kleinen Fluggerät, und nach wenigen
Minuten entschieden wir uns, den Flug abzubrechen. Sicherheit geht schließlich vor – und Bouillon läuft ja nicht weg.
Trotzdem bleibt der Eindruck: Bouillon ist ein Ort voller Geschichte, Natur und Atmosphäre. Die Mischung aus der mittelalterlichen Burg, dem
Fluss, der sich in eleganten Bögen durch die Stadt windet, und den umliegenden Wäldern macht diesen Ort zu einem echten Highlight in den Ardennen.
Ein perfekter Stopp für alle, die Geschichte hautnah erleben und gleichzeitig die Ruhe der
Natur genießen möchten.
Von Bouillon nach Trier – Regen, Entscheidung und neue Richtung
Die Stunden in Bouillon waren sehr regnerisch und trüb. Es zeigte sich in einem grauen
Schleier aus Regen und Nebel. Daher entschlossen wir uns weiter zum Kloster Orval zu fahren – ein
historischer Ort, berühmt für seine Abtei, den Kräutergarten und das Klosterbier.
Am Ticketschalter empfahl uns eine freundliche Dame jedoch, den Besuch heute lieber nicht mehr zu
machen, da es bereits zu spät sei. Wieder zurück beim Wohnmobil standen wir zunächst unentschlossen da: Warten und am nächsten Tag den Abstecher zum Kloster nachholen – oder schon weiterfahren?
Ein Blick auf die Wetterprognosen für Belgien ließ keine Zweifel: Das schlechte Wetter würde sich noch
verschlechtern, Regen und Wind waren angekündigt. Nach kurzem Überlegen fiel der Entschluss, die Route zu ändern: Wir fahren noch am
Abend in Richtung Mosel, um dort bei hoffentlich besserem Wetter unsere Etappen fortzusetzen.
So begann die Abendfahrt, nass von gelegentlichem Regen, aber mit klarer Richtung. Später am Abend erreichten wir schließlich
Trier und fanden einen Stellplatz, wo wir das Wohnmobil sicher abstellten. Ein ruhiger Abend
im Fahrzeug, während draußen die Straßen im Regen glänzten – ein perfekter Moment, um Pläne anzupassen und flexibel zu bleiben.
Trier wartete bereits, mit seiner römischen Geschichte, gemütlichen Altstadt und der imposanten Porta Nigra, bereit, am nächsten Tag erkundet zu
werden. Ein weiterer Beweis dafür, dass Reisen mit dem Wohnmobil oft nicht nur von Zielen, sondern von Entscheidungen unterwegs geprägt wird.
24.09.25
Regen, Ruhe und kulinarischer Genuss an der Mosel
Die ganze Nacht über regnete es ununterbrochen, und auch das Wetter an der Mosel zeigte sich nicht freundlicher als zuvor in Belgien. Kein Wunder,
dass wir erst einmal umgedreht und eine weitere Runde geschlafen haben – manchmal ist das Wohnmobil-Leben einfach zum Ausruhen da.
Nach dem Aufwachen genossen wir ein gemütliches Frühstück, während der Regen weiterhin gegen die Scheiben prasselte. Der Blick aus dem
Wohnmobilfenster zeigte eine kleine Szene des Alltags: Ein anderer Camper versorgte sich gerade mit Biernachschub – ein Moment, bei dem man sich fragt: Schön trinken bei Regen? Ein Schmunzeln war garantiert.
Trotz des Regens zog es uns nach draußen für einen kurzen Spaziergang. Ziel war das nahegelegene Kirche
Matthias. Die Crypta, ein unterirdischer Komplex, beherbergt die Reliquien des heiligen
Matthias, des Apostels, dessen Grab hier verehrt wird. Schon beim Betreten spürt man die stille, ehrwürdige Atmosphäre: gedämpftes Licht,
alte Steinwände und die leisen Schritte der wenigen Besucher schaffen eine fast sakrale Stimmung.
Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück. Matthias gilt als einziger Apostel, der in Europa
verehrt wird, und Trier ist sein bedeutendster Wallfahrtsort. Die unterirdischen Gänge der Crypta laden zu einem besinnlichen Rundgang ein – man taucht wortwörtlich in die Jahrhunderte alte Geschichte ein.
Ein Besuch der Crypta Matthias ist nicht nur für Religionsinteressierte, sondern für jeden, der Geschichte und Architektur liebt, lohnenswert. Die ruhige, beinahe mystische Stimmung bietet einen perfekten Kontrast zu den regnerischen Straßen draußen und lässt einen
ein Stück Trier und seine Geschichte intensiv erleben.
Anschließend stand ein Lebensmitteleinkauf auf dem Programm, bevor wir wieder ins Wohnmobil
zurückkehrten.
Nachmittags gab es ein kleines Highlight fürs Herz und den Gaumen: Kaiserschmarrn zum Kaffee
– fluffig, süß und perfekt, um dem Regen draußen zu trotzen. Am Abend rundete ein leckeres Abendessen den Tag ab. Ein Tag voller
Gemütlichkeit, Genuss und kleiner Ausflüge, der zeigte, dass selbst graues Wetter seine
schönen Seiten hat.
24.09.25
Ein Regentag zum Abschalten
Heute regnete es den ganzen Tag ununterbrochen. Perfektes Wetter, um einfach nichts zu tun: Wir
blieben im Wohnmobil, schauten Fernsehen und ließen die Seele baumeln. Ein Tag voller
Faulenzen, ohne Pläne, ohne Hektik – einfach durchatmen.
Nebenbei nutzten wir die Zeit, um Bilder am Laptop zu sichten und auszumisten. Alte Fotos löschen, die schönsten Momente sortieren, kleine
digitale Ordnung schaffen – manchmal gehört so etwas genauso zum Reisen wie Spaziergänge und Ausflüge.
Ein solcher Regentag zeigt: Reisen heißt nicht nur unterwegs sein, sondern auch Momente der Ruhe und
Reflexion zu genießen. Ein Tag, an dem man die Batterien auflädt, bevor die nächste Etappe beginnt.
25.09.25
Fahrradtour entlang der Mosel – Nass, überrascht und trotzdem schön
Weiterfahrt entlang der Mosel nach Schweich. Unser Stellplatz in Schweich liegt direkt an der Mosel und ist wirklich ein Traum: ruhig, gepflegt und mit direktem Flussblick. Perfekt also für eine kleine Fahrradtour entlang der Uferwege.
Zunächst lief alles nach Plan, doch dann wurden wir böse vom Regen überrascht. Was als leichter Niesel begann, entwickelte sich schnell zu einem
echten Regenschauer. Sogar Teile des Fahrradwegs standen unter Wasser, und wir sahen Schwäne, die
elegant mitten auf dem überfluteten Weg schwammen – ein skurriles Bild.
Schnell war klar: umdrehen und einen anderen Weg suchen. Wir kämpften uns durch den Regen zurück zum Wohnmobil, völlig durchnässt, jede Pfütze schien unsere Kleidung noch schwerer zu machen.
Am Wohnmobil angekommen, ging alles schnell: nasse Regensachen ins Heckfach verstauen, Fahrrad wieder einladen, Heizung einschalten und sich wieder aufwärmen. Trotz der nassen Episode: Die Fahrt entlang der Mosel hat ihren
Charme nicht verloren, und selbst ein Regenschauer kann zu einer kleinen, unerwarteten
Abenteuererfahrung werden.
Genuss trotz Regen – Moselwein am Stellplatz
Auch wenn das Wetter an der Mosel gerade nicht mitspielte, ließ sich ein kleines Highlight nicht
verpassen: das Gartenhaus am Stellplatz. Dort bietet der Betreiber eine kleine Auswahl seiner
Weine an. Die Preise sind leicht gehoben, doch bei dem schlechten Wetter fühlte es sich richtig an, sich etwas zu verwöhnen. Ein Glas Wein, ein bisschen Atmosphäre und der Blick auf den trüben Fluss – schon war der Regentag ein Stückchen schöner.
Man merkt: Moselgenuss funktioniert auch bei Regen, und manchmal sind es genau diese kleinen Momente, die eine Reise besonders machen.
26.09.25
Weiterfahrt nach Minheim an der Mosel und Weinfreuden auf der Fahrradtour
Am nächsten Tag führte unsere Reise weiter flussaufwärts nach Minheim an der Mosel. Wieder einmal fanden wir einen Stellplatz direkt an der Mosel, ruhig gelegen und ideal für eine Fahrradtour entlang des Flusses.
Die Tour entpuppte sich als besonders stimmungsvoll: zahlreiche Walnussbäume säumten die Wege, und überall waren Menschen unterwegs, die fleißig
die Nüsse sammelten – ein typisches Bild für den Herbst an der Mosel. Auf dem Rückweg entdeckten wir zudem einen kleinen Weinstand des Dorfes. Eine willkommene Gelegenheit, die Weine direkt vor Ort zu testen und eine kurze Pause einzulegen.
Besonders begeisterte uns ein fruchtig-frischer Rotling, dessen Geschmack sofort Lust auf mehr machte. Vielleicht sogar ein Kandidat, den wir
von zu Hause aus nachbestellen könnten. So zeigt sich erneut: Reisen an der Mosel verbindet
Landschaft, Bewegung und Genuss – selbst auf einer eher ruhigen Fahrradtour kann man kleine kulinarische Höhepunkte erleben.
Abendgenuss in Miesenheim – Straußwirtschaft Thieklen-Feilen
Am Abend lockte uns ein Besuch der Straußwirtschaft des Weinguts Thieklen-Feilen. Schon beim Ankommen stellten wir überrascht fest:
alles findet im Freien statt – Tische, Weinverkostung und Essen unter freiem Himmel.
Trotz der kühlen Temperaturen genossen wir ein leckeres Essen und den hauseigenen Wein des
Weinguts. Die Kombination aus regionalen Speisen, fruchtigem Wein und herbstlicher Mosel-Atmosphäre machte den Abend besonders stimmungsvoll.
Doch die niedrigen Temperaturen zwangen uns schließlich, zurück ins Wohnmobil zu gehen. Dort ließen wir den Abend gemütlich ausklingen, mit der Wärme der Heizung und dem Blick auf die ruhige Mosel – ein perfekter Abschluss eines Tages voller Fahrradtouren, Weinmomenten und herbstlicher Atmosphäre.
27.09.25
Fahrradtour nach Bernkastel-Kues und Wein-Enttäuschung
Heute fuhren wir weiter nach Zeltingen, wo wir nach etwas Umparken einen größeren, ebenen Stellplatz direkt an der Mosel entdeckten – perfekt. Nach einer kurzen Pause wurden die Fahrräder ausgeladen, und es ging los zu einer Tour nach
Bernkastel-Kues.
Bereits im ersten Geschäft wurden wir fündig: Ein schönes Hemd wanderte gleich in den Einkaufskorb. Doch die Stadt zeigte sich von ihrer belebten
Seite: Sehr viele Menschen bevölkerten die Gassen, und die Stimmung wirkte teilweise gedrängt. Besonders auffällig: Eine Musikkapelle, die lautstark mehrmals vor einem Geschäft spielte, sodass die Ladenbesitzerin sichtlich genervt wirkte.
Nach einer kleinen Runde durch den Ort entschieden wir, dass es zu voll war, und fuhren lieber wieder mit
dem Fahrrad zurück nach Zeltingen.
Auf der Suche nach einem Weinlokal wurden wir nur bei einem Winzer fündig, doch die Erfahrung
war eher enttäuschend. Der Wein schmeckte nicht, das Personal passte nicht so richtig, und
ein aufdringliches Kind störte die Atmosphäre. Nach einem Glas entschieden wir, wieder zu gehen. Später beobachteten wir, wie der Winzer
mit Trauben von der Lese zurückkam. Ein Blick in den Bottich verriet: teilweise verfaule
Beeren, ob das evtl. den schlechten Geschmack des Weins erklärte?
Abend in Zeltingen – lieber auf bewährten Wein zurückgreifen
Nach der enttäuschenden Verkostung beim Winzer entschieden wir uns, den Wein vom Vortag zu genießen – den Riesling, den wir am letzten Stellplatz
gekauft hatten.
Ein Glas dieses bewährten Weins, kombiniert mit der ruhigen Atmosphäre am Stellplatz direkt an
der Mosel, wirkte deutlich angenehmer als das enttäuschende Erlebnis beim Winzerhof. Man merkt: Manchmal ist es besser, auf bewährte Qualität
zurückzugreifen, statt jedem Angebot hinterherzulaufen – besonders nach einem langen Tag auf dem Fahrrad.
28.09.25
Nebelfahrt nach Traben-Trarbach
Der Morgen begrüßt uns mit dichtem Nebel – so richtig Mosel-typisch. Die Weinberge links und rechts sind nur schemenhaft zu erkennen, die Rebstöcke wirken fast mystisch im Dunst. Also rauf aufs
Rad und los – Ziel: Traben-Trarbach.
Unter der Hochmoselbrücke
Unterwegs rollen wir unter der imposanten Hochmoselbrücke hindurch. Vor ein paar Jahren haben wir hier noch die riesigen Baustellen gesehen –
heute steht sie da, mächtig und elegant zugleich. Ein echtes Bauwerk der Superlative, das sich eindrucksvoll in die Landschaft einfügt. Der Nebel legt sich sanft um die Pfeiler, fast als wollte
er sie noch ein bisschen geheim halten.
Langsam bricht die Sonne durch, erst zaghaft, dann immer kräftiger. Die Weinberge leuchten in herbstlichen Farben – ein richtiges Geschenk nach dem grauen Start.
Zwischenstopp beim Winzerfest in Lösnich
Auf dem Rückweg machen wir Halt in Lösnich, wo das Winzerfest in vollem Gange ist. Musik,
gute Laune, der Duft von Spanferkel zieht durchs Dorf – da kann man einfach nicht weiterfahren.
Wir probieren natürlich den Hauswein des Winzers. Fazit: Die Moselwinzer verstehen ihr Handwerk!
Die Sonne steht jetzt tief, spiegelt sich golden in der Mosel. Zufriedene Gesichter überall – Reisende, Radler, Einheimische. So soll’s sein.
Fazit
Ein Tag wie aus dem Bilderbuch: erst Nebel, dann Sonne, gute Stimmung, Wein und das Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.
Mosel, wir kommen wieder!
Kaffepause und spontane Weiterfahrt
Zurück am Stellplatz gönnen wir uns eine kleine Kaffeepause, die Sonne wärmt inzwischen ordentlich. Eigentlich wollten wir bleiben – doch dann
kommt der Gedanke: „Warum nicht noch ein Stück weiter?“
Also alles verstaut, Motor an, und wir fahren Richtung Beilstein.
Beilstein – Burgruine, Erinnerungen und Sonne pur
In der Nähe finden wir einen Platz, satteln noch einmal die Fahrräder und rollen hinein nach Beilstein. Der Aufstieg zur Burgruine Metternich lohnt sich – oben erwartet uns ein toller Blick über die Mosel, die sich glitzernd durchs Tal schlängelt.
Unten auf dem Fluss zieht ein bekanntes Kreuzfahrtschiff vorbei – genau auf dem haben wir Weihnachten 2023 im Hochwasser auf dem Rhein
verbracht. Sofort sind die Erinnerungen wieder da.
Wenig später entdecken wir einen freien Platz bei der Weinstube Sieghans, direkt mit Blick auf die Mosel. In der Sonne sitzen, Menschen
beobachten, ein Glas Wein in der Hand – einfach wunderbar. So fühlt sich Urlaub an.
Fazit
Ein Tag wie gemacht fürs Herz: Nebel, Sonne, Wein, Erinnerungen und das Gefühl, unterwegs genau das Richtige zu tun.
Endlich so, wie gewünscht.
29.09.25
Von Beilstein nach Cochem
Am nächsten Morgen geht’s noch einmal in die gleiche Richtung – an Beilstein vorbei, diesmal mit Ziel Cochem. Der Himmel zeigt sich leider wieder ziemlich bewölkt, aber das hält uns nicht auf. Die Mosel liegt ruhig da, nur ab und zu bricht ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke.
In Cochem schlendern wir durch die kleinen Gassen, entdecken nette Läden und allerlei Feines aus der Region. Besonders ins Auge fällt uns ein
Weinhändler, der seine Liköre farblich sortiert nach den Firmenfarben präsentiert – ein echter
Hingucker! Natürlich probieren wir auch ein Schlückchen und nehmen eine Flasche Cochemer Wein mit – man will ja schließlich vorbereitet
sein.
Ein Blick hinauf zur Reichsburg Cochem darf nicht fehlen, auch wenn die grauen Wolken heute keine Postkartenstimmung zulassen. Trotzdem
beeindruckend, wie sie über der Stadt thront.
Auf der Rückfahrt legen wir noch einmal einen Halt in Beilstein ein – dieses charmante
Moseldorf zieht uns einfach magisch an. Bei einem Glas Wein sitzen wir am Ufer, beobachten das Treiben und genießen die ruhige Stimmung des Nachmittags.
Weiter ins Dahner Felsenland
Am Abend packt uns spontan die Lust auf Veränderung – also los, Richtung Dahner Felsenland. Die Fahrt ist ruhig, und kurz vor Einbruch der
Dunkelheit erreichen wir den Stellplatz am Freizeitbad Dahn.
Da es schon spät ist, verzichten wir auf den Besuch des Bades. Ein kurzer Blick hinein genügt: Die Dame an der Kasse wusste nicht einmal die Temperaturen
der einzelnen Becken – das wirkt nicht gerade einladend.
Also zurück zum Womo, gemütlicher Abend statt Chlorluft.
Leider bleibt auch der Stellplatz selbst hinter den Erwartungen zurück: teuer, ohne nennenswerte Serviceeinrichtungen, und dazu noch
leicht uneben. Wir waren schon öfter hier – und müssen feststellen: jedes Jahr wird’s teurer, aber nicht
besser.
30.09.25
Radtour zur Burg Althohendahn
Am nächsten Morgen schwingen wir uns auf die Räder und machen uns auf den Weg zur Burg Althohendahn. Beim letzten Besuch war sie
enttäuschenderweise geschlossen, diesmal aber offen und kostenlos zugänglich – ein echtes Highlight!
Wir haben die Anlage fast für uns allein, nur zwei Schulklassen sind unterwegs und erkunden die alten Mauern mit neugierigen Augen. Die Aussicht ist fantastisch – rundherum Wälder, Felsen,
Burgruinen. Man spürt hier richtig den Charakter der Pfalz: still, ursprünglich und ein bisschen wild.
Ein lohnender Ausflug, trotz durchwachsenem Stellplatzeindruck.
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30.09.25
Weinprobe in Burrweiler
Nach unserer Fahrradtour rund um Dahn und zur Burg Althohendahn zieht es uns weiter – der Tag ist noch jung, und die Pfalz ruft. Also
Weiterfahrt nach Burrweiler, mitten ins Herz der Weinregion.
Die Anfahrt zum Stellplatz gestaltet sich diesmal etwas schwieriger – leider bereits voll belegt,
kein Platz mehr frei. Doch aufgeben ist keine Option. Beim Weingut Hertel fragen wir spontan nach einer Weinprobe.
Wie sich herausstellt, sind gerade einige Wohnmobilgäste vom Stellplatz dort – und wir dürfen kurzerhand dazukommen. Eine prima Entscheidung! Der Nachmittag wird richtig gesellig: nette Leute, gute Gespräche, leckere Weine. Besonders
erfreulich: die Preise sind absolut fair, und der Wein überzeugt auf ganzer Linie.
Wir sind uns schnell einig – hierher kommen wir bei unserer nächsten Pfalzfahrt wieder, um einzukaufen.
Nach der Probe geht’s weiter – zum Übernachten finden wir schließlich einen Platz auf einem alten
Sportplatz in Burrweiler. Nicht schön, aber zweckmäßig. Zum Schlafen reicht’s allemal, und nach einem guten Glas Wein schläft man ohnehin bestens.
01.10.2025
Durch die Pfalz zum Hambacher Schloss und zum Stammwinzer
Vom Sportplatz in Burrweiler starten wir am nächsten Morgen zu einer Fahrradtour durch die Pfalz
– Ziel ist das Hambacher Schloss. Die Strecke führt uns durch viele charmante Winzerdörfer, die
Sonne scheint, und überall duftet es nach Herbst, Trauben und frischem Zwiebelkuchen.
Unterwegs halten wir immer wieder Ausschau nach Stellplätzen, die nicht direkt beim Winzer liegen –
einfach, um neue Ecken zu entdecken. Kurz vor Burrweiler, in Hainfeld, stoßen wir auf ein besonders nettes Lokal. Viele Menschen sitzen schon draußen in der Sonne, genießen Wein und warmen Zwiebelkuchen – das sieht so
verlockend aus, dass wir gar nicht anders können: Stopp! Genau das Richtige für uns. Ein Glas Weißburgunder, ein Stück Zwiebelkuchen – Pfalz
pur!
Gestärkt rollen wir zurück nach Burrweiler und anschließend mit dem Wohnmobil weiter zu unserem Stammwinzer nach Eschbach. Schon beim Ankommen
werden wir herzlich begrüßt – fast wie alte Freunde. „Kommt erst mal an, macht euch’s gemütlich“, heißt es, „und legt eine kleine Grundlage für
die Probe!“ Gesagt, getan: Wir ruhen uns in der Sonne aus, genießen die Ruhe und das Leben.
Gegen 17 Uhr geht’s dann zur Weinprobe. Auf der Liste stehen sowohl alte Bekannte als auch ein paar neue Sorten, an die wir uns diesmal heranwagen. Die Stimmung ist entspannt, die
Gespräche herzlich – und der Wein? Hervorragend, wie immer.
Die gekauften Flaschen werden direkt zum Wohnmobil auf den winzereigenen Stellplatz geliefert. Nur ein Gedanke bleibt: „Oh je – wie bekommen wir das alles nur sicher verstaut?“
Der Abend klingt ruhig aus. Nach der ausgiebigen Weinprobe schlafen wir tief und fest – zufrieden, ein bisschen beschwingt, und rundum glücklich.
02.10.2025
Versorgung, Dierbach und Federweißerfest
Nach einer entspannten Nacht beim Stammwinzer Bruno Wind in Eschbach erledigen wir erst einmal Entsorgung
und Versorgung des Wohnmobils. Alles erledigt, frisch versorgt, und weiter geht’s: Ziel Dierbach.
Hier treffen wir unsere Campingfreunde aus Friedrichshafen wieder. Auf dem Stellplatz am
Sportplatz wird sofort gemütlich zusammengesessen und Pläne für den Abend geschmiedet.
Am Abend zieht es uns gemeinsam auf das Federweißerfest. Bereits vor dem Eingang bilden sich lange Schlangen, das Anstehen für Essen ist
Geduldssache. Die Musik startet pünktlich, doch leider viel zu laut, sodass Unterhalten kaum möglich ist. Nach kurzer Zeit ziehen wir uns
zurück zu den Wohnmobilen, um den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.
So endet ein weiterer schöner Tag: ein entspanntes Wiedersehen, guter Wein und gemütliche Gespräche – genau so, wie es auf Reisen mit Freunden
sein soll.
03.10.25
Bauernmarkt, Federweißerfest & Abschluss
Der Morgen beginnt gemütlich mit Frühstück im Wohnmobil. Anschließend machen wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bauernmarkt in Dierbach. Schnell löst sich die Gruppe auf – jeder schlendert in seinem eigenen Tempo durch die Stände. Für uns ein Highlight: die Pfälzer Rindsleberwurst. Wir haben extra Vorrat gekauft – da kommt echtes Urlaubsfeeling auf!
Am Abend steht noch einmal ein Besuch des Federweißerfestes an. Für die Gruppe ist es diesmal schwierig, ein passendes Lokal zu finden.
Schließlich entdecken wir etwas abseits, bei einem Winzer, ein ruhigeres Plätzchen. Das Essen ist lecker, der Wein ausgezeichnet – ein schöner
Abschluss für unseren Urlaub.
Die Campingfreunde reisen noch eine Woche weiter durch die Pfalz, für uns ist hier Ende. Wir
blicken zurück auf einen abwechslungsreichen Urlaub, teils sehr nass, aber voller schöner Momente. Und das Wichtigste: wir haben das Beste daraus gemacht.
04.10.25
Heimreise & Fazit
Die Heimreise verläuft ruhig, und wir sind wieder froh daheim. Der Abendhimmel zeigt sich in
herrlichen Farben, ein schöner Empfang nach Tagen unterwegs. Direkt nach Ankunft nutzen wir den Whirlpool, den wir unterwegs sehr vermisst haben –
gerade bei den kalten Temperaturen ist das ein echtes Verwöhnprogramm.
Fazit der Reise:
-
Belgien hat uns nicht so richtig begeistert – vermutlich auch dem schlechten Wetter
geschuldet.
-
Mosel und Pfalz dagegen sind immer wieder eine Reise wert: Wein, Landschaft, kleine
Städtchen und nette Menschen machen einfach Freude.
-
Praktisch: Unser neues Trackingsystem von Trackiwi hat die gesamte Reise samt Übernachtungsplätzen aufgezeichnet. So können wir auch später noch genau nachschauen, wo wir überall gestanden haben – ein toller Service für alle, die ihre Touren
dokumentieren wollen.
Alles in allem ein abwechslungsreicher, schöner Urlaub, trotz nasser Tage – wir haben das Beste daraus gemacht und viele Erinnerungen
gesammelt.