Südtirol und Ritterspiele Schluderns 21.08.25-26.08.25
Anfahrt nach Schluderns
Am 21.August 2025 machen wir uns auf den Weg nach Schluderns im Vinschgau. Die Anfahrt ist wettertechnisch eher durchwachsen – Regen begleitet uns über weite Strecken. Trotzdem lassen wir uns die Laune nicht verderben, denn unterwegs gibt es immer wieder schöne Momente.
Einen kurzen Fotostopp legen wir am bekannten Schild der Grand Tour von Davos Klosters ein. Trotz grauem Himmel lohnt sich das Anhalten, die Landschaft wirkt mystisch und ruhig, fast ein wenig dramatisch durch die tief hängenden Wolken.
Je näher wir unserem Ziel kommen, desto spannender wird die Fahrt. Enge Gassen und schmale Straßen verlangen volle Aufmerksamkeit. Aber: Wenn der Postbus hier durchpasst, dann kommen wir mit dem Wohnmobil auch durch – das ist unsere Devise, und sie bewährt sich.
Das Ziel unserer Reise sind die Ritterspiele in Schluderns. Schon bei der Anfahrt werden wir belohnt: Ein toller Blick auf die Burg Schludern eröffnet sich, die majestätisch über dem Ort thront. Ein echter Wow-Moment und die perfekte Einstimmung auf das mittelalterliche Spektakel, das uns hier erwartet.
Ankommen, durchatmen, staunen – Schluderns empfängt uns genau so, wie man es sich für einen besonderen Reiseabschnitt wünscht.
Unser Wohnmobil parken wir auf der hinteren Wiese. Aktuell ist hier noch viel Platz, was das Ankommen sehr entspannt macht. Allerdings schwingt nach den vielen Regenfällen auch eine kleine Sorge mit: Werden wir später problemlos wieder von der nassen Wiese herunterkommen?
Nach dem Abstellen drehen wir einen kleinen Rundgang über das Gelände. Überall wird noch fleißig gearbeitet – Akteure, Helfer und Handwerker sind damit beschäftigt, Stände, Zelte und Kulissen aufzubauen. Trotz der laufenden Vorbereitungen liegt bereits jetzt eine tolle Stimmung in der Luft.
Die Vorfreude auf die kommenden Tage ist groß – wenn schon der Aufbau so viel Atmosphäre versprüht, kann das eigentliche Spektakel nur beeindruckend werden.
23.08.25
Nach einem langen Ausschlafen und einer ruhigen Nacht starten wir entspannt in den Tag. Ein gemütliches Frühstück rundet den Morgen ab, bevor es schließlich auf zum Festivalgelände geht.
Kaum angekommen, stolpern wir fast über den Umzug durchs Festgelände – fast, weil wir an der falschen Stelle stehen und die besten Plätze knapp verpassen. Trotzdem ist der erste Eindruck schon sehr vielversprechend: Die Kostüme, die Musik, die Stimmung – alles wirkt lebendig und authentisch.
Auf uns wartet ein volles Programm: Ritter in glänzenden Rüstungen, Händlerstände, mittelalterliche Spiele und Theaterdarbietungen. Man spürt sofort, wie viel Arbeit und Leidenschaft in dieses Event gesteckt wurde. Auch wenn wir den Umzug nicht perfekt sehen, wird die Atmosphäre sofort greifbar und wir freuen uns auf die kommenden Stunden voller Spannung, Action und mittelalterlicher Faszination.
Unser erster Programmpunkt ist die Falknershow. Die Greifvögel werden einzeln vorgestellt, und es gibt viele wissenswerte Informationen über ihre Lebensweise, Flugkünste und Charaktereigenschaften.
Die Vorführungen sind spannend und faszinierend – wir verfolgen gebannt, wie die Vögel über das Gelände gleiten und präzise Kommandos ausführen. Die Übersetzung vom Italienischen ins Deutsche ist zwar manchmal etwas brüchig, aber das mindert unseren Eindruck keinesfalls. Im Gegenteil: Wir sind begeistert von der Show und von der Nähe zu den beeindruckenden Tieren.
Als nächstes Highlight steuern wir das Streitwagenrennen an. Schon beim Näherkommen sind wir beeindruckt: Die viergespannte Quadriga – ein prächtiger Römerwagen – zieht alle Blicke auf sich.
Verschiedene Rennen der Wagen stehen auf dem Programm. Die Pferde legen sich in die Kurven, spüren förmlich die Energie der Strecke, und galoppieren mit wehender Mähne direkt an uns vorbei. Das Gefühl von Geschwindigkeit, Kraft und Dynamik ist atemberaubend.
Wir staunen nicht nur über die Fahrzeuge selbst, sondern auch über das Können der Fahrer, die ihre Gespanne souverän durch die enge Arena lenken. Ein spektakuläres Ereignis, das uns den Atem raubt und definitiv zu den unvergesslichen Momenten des Tages zählt.
Dem beeindruckenden Streitwagenrennen folgt gleich der nächste Programmpunkt: Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig zum Ende der Gauklershow.
Obwohl wir nur den Schluss sehen, ist die Show voller Akrobatik, Humor und überraschender Einlagen. Die Gaukler verstehen es, das Publikum zu begeistern – es wird gelacht, gestaunt und mitgefiebert. Selbst der kurze Ausschnitt hinterlässt einen lebhaften Eindruck und zeigt, wie viel Talent und Energie in jeder Darbietung steckt.
Am Nachmittag steht das große Ritterturnier auf dem Programm. Schon der Einzug des berittenen Fahnenzugs aus Ahausen ist beeindruckend – prächtige Kostüme, glänzende Rüstungen und die stolzen Pferde sorgen sofort für Gänsehaut.
Die anschließende Rittershow ist spektakulär: packende Kampfszenen, akrobatische Einlagen auf dem Pferd und die geschickte Choreografie lassen die historische Atmosphäre lebendig werden. Die Pferde galoppieren durch die Arena, ihre Bewegungen synchron zu den Kämpfen – ein echtes Schauspiel aus Kraft, Eleganz und Spannung.
Das traumhafte Wetter macht den Nachmittag perfekt, und die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Überall spürt man die Begeisterung der Zuschauer, das gemeinsame Staunen und die Vorfreude auf jeden neuen Moment des Turniers. Ein unvergesslicher Höhepunkt des Tages!
Am späten Nachmittag steht das nächste große Highlight auf dem Programm: die Calvenschlacht, nachgespielt auf dem Festivalgelände von Schluderns. Historisch erinnert sie an das Jahr 1499, als die Bündner Truppen in den Vinschgau einfielen. Dieses historische Ereignis wird hier mit beeindruckender Authentizität lebendig.
Schon beim Näherkommen spürt man die Spannung: Trommeln, Hörner, Hufe und das Klirren von Rüstungen kündigen die bevorstehende Schlacht an. Die Darsteller versetzen sich vollständig in die Rollen der Soldaten, Ritter und Bauern aus dieser Zeit. Pferde galoppieren über das Gelände, Ritter stürzen sich mit Schwertern und Lanzen in den Kampf, während Fußsoldaten ihre Formation halten und geschickt taktieren.
Die Inszenierung ist unglaublich detailreich: historisch korrekte Rüstungen, Banner, Waffen und die geübten Kampfabläufe vermitteln ein authentisches Bild der Auseinandersetzung. Die Zuschauer stehen nah am Geschehen, spüren die Kraft der Pferde, das Krachen der Waffen und die Aufregung der Kämpfer.
Besonders beeindruckend sind die strategischen Elemente: die Bündner Truppen, die einst in den Vinschgau einfielen, werden gegensätzlich zu den einheimischen Kräften dargestellt.
Die Calvenschlacht ist zweifellos einer der Höhepunkte der Ritterspiele – ein Moment voller Action, Historie und Dramatik, der das mittelalterliche Leben im Vinschgau des 15. Jahrhunderts lebendig werden lässt.
Auf dem Rückweg zum Wohnmobil machen wir noch einen kurzen Halt bei den Gauklern. Schon von Weitem sieht man die brennenden Fackeln, mit denen sie ihre Kunststücke vorführen. Das Schauspiel ist beeindruckend und sorgt für einen magischen Abschluss des Tages auf dem Gelände.
Zurück am Wohnmobil gönnen wir uns eine kleine Pause und eine Mahlzeit. So können wir den langen Schlangen auf dem Festivalgelände entgehen und den Moment der Ruhe genießen. Während draußen die letzten Vorbereitungen für den Abend laufen und die Stimmung auf dem Gelände weiterhin lebendig ist, lassen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen.
Frisch gestärkt und ausgeruht machen wir uns zurück auf das Festivalgelände. Am Abend stehen noch zwei große Highlights auf dem Programm: eine faszinierende Reitershow und die Licht- und Feuershow.
Zwischen den beiden Shows gibt es zwar eine relativ lange Pause, aber das stört uns kaum. Die Reitershow ist nach wie vor gut besucht, viele Familien mit Kindern verlassen inzwischen die Arena, doch wir bleiben entspannt sitzen, genießen den Abend und stoßen mit einem Glas Wein auf den gelungenen Tag an.
Dann kommt das nächste Highlight: die Feuershow. Absolut faszinierend und grandios, mit abwechslungsreichen Effekten, mutigen Akteuren und spektakulären Inszenierungen. Flammen, Funken und Lichtspiele verschmelzen zu einer unvergesslichen Darbietung, die den ersten Tag auf den Ritterspielen perfekt abrundet.
Am Ende des Tages sind wir begeistert: Ein sehr abwechslungsreicher und spannender Tag, voller Action, Atmosphäre und mittelalterlichem Flair. Schon beim Verlassen der Arena wissen wir: Schluderns und seine Ritterspiele sind ein Erlebnis, das lange im Gedächtnis bleibt.
23.08.25
Der zweite Tag der Ritterspiele beginnt wieder unter blauem Himmel – perfekte Voraussetzungen für einen weiteren erlebnisreichen Tag. Wir steuern zunächst die Innenstadt von Schluderns an. Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns jedoch, den Umzug lieber etwas außerhalb der Stadt zu beobachten. Von hier aus bietet sich eine wunderschöne Hintergrundkulisse, die die Szene noch beeindruckender macht.
Der Umzug ist ein wahrer Augenschmaus: alle Darsteller des Festivals marschieren gemeinsam durch Schluderns zurück zum Festivalgelände. Es ist ein riesiges Spektakel – fast 2.000 Akteure aus 11 Ländern nehmen daran teil. Ritter, Gaukler, Musiker, Reiter und Marktleute ziehen in farbenprächtigen Kostümen vorbei.
Die Mischung aus historischer Authentizität, farbenfrohen Kostümen und der ausgelassenen Stimmung der Teilnehmer sorgt für Gänsehaut-Momente. Überall wird gewunken, musiziert und gelacht – ein Erlebnis, das die Vielfalt und das internationale Flair des Festivals perfekt zeigt.
Anschließend steuern wir noch einmal die Highlights des Vortages an, die uns besonders gefallen haben. Zuerst geht es zur Falknershow. Wieder sind wir fasziniert von den Greifvögeln, die über das Gelände gleiten, und den spannenden Informationen über ihr Verhalten und ihre Fähigkeiten.
Anschließend zieht es uns zum Streitwagenrennen. Die viergespannte Quadriga und die kraftvollen Pferde, die mit wehender Mähne die Kurven nehmen, hinterlassen erneut einen bleibenden Eindruck. Die Rennen sind spannend choreografiert, und die Dynamik, Geschwindigkeit und Präzision der Fahrer faszinieren uns immer wieder.
Es ist schön, die beliebten Programmpunkte noch einmal in Ruhe genießen zu können, diesmal ohne den Trubel des ersten Tages. Die Atmosphäre, die Action und die historische Authentizität machen auch beim zweiten Mal riesigen Spaß.
Auf dem Rückweg zum Wohnmobil legen wir noch einen kleinen Stopp ein, um den Fahnenschwingern aus Italien zuzuschauen. Mit präzisen Bewegungen und kunstvollen Figuren zeigen sie ihr Können, die Fahnen wirbeln in bunten Bögen durch die Luft. Die Darbietung ist farbenfroh, elegant und energiegeladen – ein kurzer, aber sehr eindrucksvoller Moment, der den zweiten Tag auf dem Festivalgelände wunderbar ergänzt.
Am Nachmittag verbringen wir Zeit am Wohnmobil. Wir genießen die Ruhe, lassen die Eindrücke der Vormittagsstunden Revue passieren und schöpfen neue Kraft für den bevorstehenden Abend auf dem Festivalgelände.
Am Abend besuchen wir erneut die Feuershow, die uns schon am Vortag absolut begeistert hat. Auch dieses Mal ist sie wieder faszinierend: Atemberaubende Effekte, präzise Choreografie und abwechslungsreiche Feuerelemente lassen uns staunen. Die Kombination aus Licht, Flammen und akrobatischer Kunst schafft erneut eine magische Atmosphäre, die den zweiten Tag der Ritterspiele perfekt abrundet.
Zum Abschluss des Tages hören wir noch der Dudelsackmusikgruppe zu, die für eine mitreißende Stimmung sorgt. Die kraftvollen Klänge der Dudelsäcke, begleitet von Trommeln, verleihen dem Festivalgelände einen festlichen Ausklang. So lassen wir den zweiten Tag der Ritterspiele in Schluderns entspannt und voller Eindrücke ausklingen.
24.08.25
Den Sonntag beginnen wir wieder sehr gemütlich mit einem ausgiebigen Frühstück. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Festivalgelände, denn für diesen Tag haben wir uns vorgenommen, noch einmal den Umzug durch das Gelände zu verfolgen.
Die Teilnehmer ziehen in ihren Gruppen an uns vorbei: Ritter, Gaukler, Musiker und Marktleute – jeder Auftritt ist liebevoll inszeniert, farbenfroh und mit großer Authentizität. Es ist faszinierend, die Vielfalt der Darsteller noch einmal aus nächster Nähe zu erleben und die Details der Kostüme, Waffen und Accessoires zu entdecken.
Anschließend verlassen wir das Gelände wieder, um mit der Drohne noch ein paar Aufnahmen von oben zu machen. Aus der Vogelperspektive wirken die Ritterspiele und das weitläufige Festivalgelände noch eindrucksvoller: die farbenprächtigen Gruppen, die Stände, die Arena und die umgebende Landschaft ergeben ein beeindruckendes Gesamtbild. Die Drohnenaufnahmen fangen die Größe und Vielfalt des Festivals perfekt ein und runden unseren Besuch aus einer ganz neuen Perspektive ab.
Am Nachmittag machen wir eine Fahrradtour durch den Vinschgau zur Marmorstadt Mals. Die Strecke ist wunderschön und führt entlang des Flusses Etsch, vorbei an grünen Wiesen, Obstgärten und malerischen Orten. Die Tour bietet nicht nur aktive Erholung, sondern auch Gelegenheit, die Landschaft des Vinschgaus in Ruhe zu genießen und ein wenig Abstand vom Trubel des Festivals zu gewinnen. In Mals angekommen, bestaunen wir die Architektur und das Flair der Marmorstadt, bevor wir die Rückfahrt antreten.
Am letzten Tag gönnen wir uns noch einen letzten Besuch auf dem Festivalgelände. Das Programm hat sich in den drei Tagen täglich wiederholt, was den Vorteil hatte, dass jeder Höhepunkt ohne Stress noch einmal angeschaut werden konnte – manche Attraktionen sogar mehrfach.
Die große Feuershow fand leider nicht mehr statt, dafür lauschten wir einer Musikgruppe und beobachteten die Künstler einer mittelalterlichen Gruppe bei ihrer Feuershow. Auch das war ein stimmungsvoller Abschluss und rundete unsere Zeit auf dem Festival harmonisch ab.
Fazit zu Schluderns und den Ritterspielen: Drei tolle Tage voller Action, Historie und mittelalterlicher Atmosphäre. Der Eintrittspreis von 36,00 € für drei Tage pro Person ist sehr fair, und der Stellplatz auf den Wiesenflächen ist kostenlos – zwar ohne Ver- und Entsorgung, dafür abends und nachts sehr ruhig.
Wir sind uns einig: Dieses Festival werden wir bestimmt wieder besuchen!
25.08.2025
Abschiedstag – gemütlicher Start in den Tag
Der neue Tag beginnt wieder gemütlich. Die meisten Wohnmobile sind bereits abgereist – wir gehören zu den letzten Fahrzeugen auf der Wiese. Die Befürchtung vom Anreisetag wird fast bestätigt: Nach der langen Standzeit in der nassen Wiese gestaltet sich das Herausfahren etwas schwierig. Mit ein wenig Hin- und Herfahren gelingt es uns aber schließlich problemlos, die Wiese zu verlassen.
Für den Tag haben wir uns das Marteollotal als Wandergebiet ausgesucht, um noch einmal richtig abzuschalten.
Die Anfahrt zum Martelltal führt uns vorbei am Zufrittsee. Die Straße schraubt sich in sehr engen, kurzen Steilkurven nach oben zum Parkplatz an der Enzianhütte. Zum Glück kommt uns kein Gegenverkehr entgegen – wir haben genau das richtige Zeitfenster für die Auffahrt gewählt. Die engen Kurven verlangen volle Aufmerksamkeit, aber die Aussicht über den See und die umliegende Bergwelt belohnt jede Minute der konzentrierten Fahrt.
Während unseres Aufenthalts im Martelltal machen wir einen Abstecher zu einem Lost Place – dem verlassenen Hotel Paradiso. Das Hotel, einst ein beliebtes Ziel für Urlauber, steht seit Jahren leer und verfällt langsam. Die Fassade ist stellenweise bröckelig, Fenster sind zerbrochen oder mit Brettern verschlossen, und die Natur beginnt, sich das Gelände zurückzuholen.
Trotz seines verlassenen Zustands strahlt das Gebäude eine eigene, faszinierende Atmosphäre aus. Überall finden sich Spuren der Vergangenheit: alte Möbel, verlassene Räume und verblasste Dekorationen lassen die Vorstellung zu, wie es hier früher einmal zuging. Das Hotel wirkt wie ein Zeitzeuge vergangener Urlaubsgenerationen, geheimnisvoll und gleichzeitig ein wenig melancholisch.
Unsere Wanderung durch das Martelltal verläuft bei Traumwetter und ist einfach wunderschön. Der Weg führt uns an unzähligen Aussichtspunkten vorbei, die immer wieder atemberaubende Blicke auf die umliegende Bergwelt ermöglichen. Besonders beeindruckend ist der Ausblick auf den Gletscher, der majestätisch über dem Tal thront.
Schließlich erreichen wir die Zufallshütte, ein perfekter Ort, um kurz zu rasten, die Aussicht zu genießen und die Ruhe der Berge aufzusaugen.
Ein rundum gelungener Tag, der uns sowohl Aktivität als auch Erholung in traumhafter Natur geboten hat und den Aufenthalt im Martelltal perfekt abrundet.
Wir übernachten auf dem Parkplatz bei der Enzianhütte auf 2.051 m. Die Lage ist traumhaft, umgeben von den Bergen des Martelltals, und die Nächte sind hier wunderbar klar. Perfekt für ein wenig Astrofotografie, auch wenn wir feststellen, dass wir dabei noch etwas üben müssen. Die Sterne funkeln unglaublich hell, und die Ruhe auf dieser Höhe lässt uns den Tag entspannt ausklingen.
26.08.25
Bei der Abfahrt vom Parkplatz macht sich zunächst etwas Sorge breit: Wir fürchten, auf viel Gegenverkehr zu stoßen, insbesondere auf der engen, kurvigen Straße. Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns, direkt hinter den öffentlichen Bus zu hängen, der für sich und uns die Straße freimacht.
An den sehr engen Stellen müssen einige Autos sogar rückwärts fahren, um Bus und Wohnmobil passieren zu lassen. Trotz des etwas abrupteren Aufbruchs vom Stellplatz war dies eindeutig die richtige Entscheidung, um sicher und ohne Stress die Auffahrt ins Tal zu bewältigen.
Geplant war ein Stopp auf der Passhöhe des Fulpapasses, um die Aussicht zu genießen. Vor Ort stellten wir jedoch fest, dass alle Parkplätze bereits voll waren. Direkt auf der Passhöhe war zudem ein Verbotsschild für Autos, die nicht in der Gaststätte der Passhöhe einkehrten.
Uns war die Situation zu heikel, also machten wir nur schnell ein Foto von der Aussicht und setzten danach unsere Fahrt ohne Halt weiter fort.
Statt eines längeren Aufenthalts am Fulpapass legen wir einen Stopp am Davossee ein. Hier machen wir eine kleine Wanderung entlang des Sees und genießen die entspannte Atmosphäre. Das wilde Treiben der Boote und die Surfer, die über das Wasser gleiten, sind ein schöner Kontrast zu den ruhigen Wanderwegen.
Besonders spannend ist der Einsatz eines Baustellenhelikopters, der Material mit einer langen Leine hinauf auf den Berg transportiert. Wir beobachten die Manöver lange und sind beeindruckt von der Präzision und Kraft, mit der der Helikopter arbeitet.
Fazit
Fünf tolle, abwechslungsreiche Tage liegen hinter uns – zwischen den Ritterspielen in Schluderns und der Wanderung im Martelltal. Wir wurden mit Traumwetter und atemberaubenden Aussichten belohnt, durften spannende Shows erleben und die mittelalterliche Atmosphäre hautnah genießen.
Die Kombination aus Festival, Natur und aktiver Erholung hat den Kurzurlaub zu einem rundum gelungenen Erlebnis gemacht. Ein verlängertes Wochenende, das noch lange in Erinnerung bleiben wird!
Reisen veredelt den Geist und räumt mit Vorurteilen auf.
Oscar Wilde