Normalerweise kribbelt es bei uns ja schon spätestens am Freitagnachmittag in den Füßen – der Moment, wenn die letzte Tasche im Womo verstaut ist und wir den Alltag einfach hinter uns zufallen lassen. Doch diesmal kam alles anders. Kein hektisches Packen nach der Arbeit, kein Stau in den frühen Abendstunden, keine große Eile.
Stattdessen starteten wir unsere Tour erst am Samstag, und das sogar ausgesprochen gemütlich. Nach einem ausgiebigen Frühstück, das eher an einen kleinen Sonntagsbrunch erinnerte, wurde in aller Ruhe eingeräumt, sortiert und noch einmal gecheckt, ob wirklich alles an Bord ist. Ein Start, der uns tatsächlich ganz gut gefallen hat – vielleicht sollten wir das öfter so machen.
Gegen späten Vormittag rollten wir dann vom Hof. Die Sonne zeigte sich freundlich zwischen den Wolken, die Straßen waren überraschend leer, und schon nach wenigen Kilometern stellte sich dieses wohlige Urlaubsgefühl ein.
Die Strecke Richtung Elsass gehört zu denjenigen, die man einfach gerne fährt: sanfte Hügel, Dörfer mit Charme, und hier und da taucht schon der erste Hinweis auf Weine, Fachwerk und Flammkuchen auf.
Es war eine schöne Fahrt, ohne Stress, ohne Zeitdruck, begleitet von unserer Lieblingsmusik und der Vorfreude auf ein Wochenende mit gutem Essen, kleinen Entdeckungen und hoffentlich einem Stellplatz mit Aussicht.
Unser Ziel für den Tag war der Campingplatz in Eguisheim, den wir relativ kurzfristig reserviert hatten. Ganz ehrlich: Wir waren selbst überrascht, überhaupt noch einen Platz bekommen zu haben – schließlich ist Eguisheim zur Adventszeit alles andere als ein Geheimtipp.
Schon 1–2 Kilometer vor dem Ort zeigte sich dann auch, warum: Alle Einfahrtsstraßen waren komplett mit parkenden Autos zugepflastert. Links, rechts, teilweise sogar halb auf der Straße – ein einziges Verkehrs-Puzzle. Es wirkte, als wäre ganz Elsass an diesem Wochenende unterwegs.
Zum Glück hatten wir den Campingplatz reserviert. Zumindest dachten wir das. Die Anfahrt gestaltete sich allerdings etwas schwieriger als geplant. Am Ortseingang stand Sicherheitspersonal, das ausschließlich Französisch sprach – und uns trotz Reservierung einfach nicht durchlassen wollte. Wir versuchten es mit Englisch, Händen, Füßen, und schließlich mit einem ausgedruckten Reservierungszettel. Nach einigem Hin und Her, Achselzucken und mehreren „Non, non!“ später wurde es dann doch ein „Bon… allez!“ – und wir durften passieren.
Erleichterung pur.
Endlich auf dem Platz angekommen, suchten wir uns die richtige Parzelle, schalteten erst einmal in den Entspannungsmodus und legten eine kurze Pause ein. Ein bisschen gemütlich einrichten, Womo gerade stellen – das Übliche. Dann wurde der Adventskranz aktiviert, was dem Innenraum sofort ein wunderbar warmes Licht zauberte.
Zum Auswärmen gab es noch eine köstliche Suppe, die nicht nur den Bauch, sondern auch die Seele erwärmte. Genau das, was man nach so einem kleinen Abenteuer an der Ortseinfahrt braucht.
Nach den Erfahrungen auf der Anfahrt konnte man sich lebhaft vorstellen, wie es am nächsten Tag erst in Colmar aussehen würde – vermutlich kein
Stück besser, eher noch chaotischer. Und bevor wir uns erneut durch hupende Autos, provisorische Absperrungen und sprachbarrierige Sicherheitskräfte kämpfen würden, entschieden wir uns für die
entspannte Variante.
Also gingen wir zur Rezeption und fragten nach, ob wir unseren Aufenthalt um eine weitere Nacht verlängern können. Und tatsächlich – wir hatten Glück! Trotz dieser extrem gut besuchten Adventszeit war noch ein Platz verfügbar. Ein kleiner Seufzer der Erleichterung ging durch unser Womo.
Mit der Gewissheit, nun nicht gleich wieder packen zu müssen, stellte sich sofort dieses herrliche Urlaubsgefühl ein. Kein Zeitdruck, kein „wir müssen früh losfahren“ – stattdessen einfach ankommen, den Ort genießen und die kleinen Momente auskosten.
Nachdem wir uns mit der warmen Suppe gestärkt hatten und die Verlängerung unseres Aufenthalts gesichert war, machten wir uns schließlich auf den Weg zum Weihnachtsmarkt von Eguisheim. Schon beim Loslaufen war klar, dass es gut gefüllt sein würde – die vielen Autos bei unserer Anfahrt hatten ja bereits darauf hingedeutet –, aber was uns erwartete, übertraf dann doch unsere Vorstellung.
Die Gassen waren rappelvoll, ein einziges buntes Gewusel aus Menschen, Lichtern und Düften. An manchen Stellen ging es nur im Schritttempo voran. Und trotzdem hatte der Markt seinen ganz eigenen Zauber: Stimmengewirr, Glühweinduft, kleine Stände mit Kunsthandwerk – alles, was einen Adventsmarkt eben ausmacht.
Das Wetter konnte sich ebenfalls sehen lassen. Blauer Himmel, kalte, klare Winterluft – perfektes Elsass-Winterwetter. Wir begannen unseren Besuch mit einer gemütlichen Runde entlang des historischen Altstadtrings, vorbei an Fachwerkhäusern, die sich mit ihrer Weihnachtsdekoration fast übertrafen. Hinter jeder Ecke wartete ein neues Postkartenmotiv.
Trotz der Menschenmassen spürte man diese besondere Adventsstimmung, die Eguisheim einfach beherrscht. Man lässt sich treiben, schaut, schnuppert, staunt – und vergisst für einen Moment die Welt außerhalb der Stadtmauern.
Als sich langsam die Dämmerung über Eguisheim legte, wurde aus dem ohnehin schon schönen Weihnachtsmarkt eine kleine Wunderwelt aus Licht. Mit jedem Minute wurde es stimmungsvoller – und wir kamen aus dem Staunen kaum heraus.
Die ohnehin malerischen Fachwerkhäuser waren geschmückt, als gäbe es einen Wettbewerb: unzählige Dekorationen, glitzernde Girlanden, Sterne, kleine Engel, Tannenzweige und Laternen. Und sobald das Tageslicht ganz verschwand, begann alles zu leuchten. Fenster, Balkone, ganze Fassaden – Eguisheim verwandelte sich in ein einziges Lichtermeer.
Wir schlenderten weiter durch die engen Gassen, die jetzt einen fast märchenhaften Charakter hatten. Die vielen Lichter spiegelten sich in den Pflastersteinen, Kinder staunten, Erwachsene lächelten – man fühlte sich mittendrin in einer dieser Advents-Postkarten, die man eigentlich nur aus dem Bilderbuch kennt.
Kurz gesagt: Wir waren begeistert.
All der Trubel, die Menschenmassen, der Stress bei der Anfahrt – mit Einbruch der Dunkelheit war alles vergessen. Was blieb, war pure Weihnachtsstimmung.
Nach dem ausgedehnten Bummel durch die erleuchteten Gassen gönnten wir unseren inzwischen doch recht müden Füßen eine kleine Auszeit. Wir fanden ein neues Lokal, das erst vor Kurzem eröffnet hatte – liebevoll eingerichtet, mit warmem Licht, viel Holz und genau dem Charme, den man sich in einem elsässischen Weinort wünscht.
Wir ließen uns an einem kleinen Tisch nieder und bestellten ein Gläschen regionalen Wein. Schließlich wäre ein Besuch im Elsass ohne einen Schluck Riesling oder Pinot Blanc nur halb so authentisch. Der Wein war hervorragend – fruchtig, leicht, genau richtig für eine gemütliche Pause zwischendurch.
Während wir so das Treiben draußen beobachteten, die Wärme des Lokals genossen und die Füße wieder zu Leben kamen, stellte sich diese wunderbare Mischung aus Zufriedenheit und Adventsstimmung ein. Ein Moment zum Durchatmen, Genießen und einfach Dasein.
Nach unserem gemütlichen Zwischenstopp machten wir uns noch einmal auf zu einer letzten Runde durch die Altstadtgassen. Inzwischen hatte sich das Gedränge merklich gelichtet. Wo vorher dichtes Gewusel war, konnte man nun entspannt schlendern und die Atmosphäre viel bewusster aufnehmen.
Die beleuchteten Fachwerkhäuser wirkten jetzt fast noch schöner – ruhiger, klarer, fast ein wenig magisch. Man hörte vereinzelte Schritte, leises Lachen aus einer Weinstube und das Klirren von Gläsern irgendwo hinter einer Ecke. Eguisheim zeigte sich von seiner sanften, abendlichen Seite.
Schließlich machten wir uns auf den Weg zurück zum Wohnmobil. Dort angekommen, wurden wir mit einem überraschend klaren Sternenhimmel begrüßt. Ein paar Minuten standen wir einfach draußen, schauten nach oben und ließen die Kälte der Nacht und die Ruhe des Campingplatzes auf uns wirken.
Dann ging es hinein ins warme Womo. Die Stille, das gedämpfte Licht vom Adventskranz und die Erinnerung an den weihnachtlichen Zauber dieses Tages sorgten für einen perfekten Abschluss. Wir genossen die Ruhe, kuschelten uns ein und ließen den Abend entspannt ausklingen.
Am nächsten Morgen stand der Besuch des Colmarer Weihnachtsmarkts auf dem Programm. Eigentlich hatten wir geplant, den Shuttlebus zu nutzen – doch
der war bereits komplett ausgebucht. Dazu kam, dass er nicht gerade günstig war. Andere Linienbusse? An diesem Wochenende ausgesetzt.
Also blieb uns nur eine Option: die E-Scooter.
Wir packten uns warm ein, zogen die Regenjacken über und machten uns auf den Weg. Die Fahrt führte uns zunächst durch die Weinberge, ein wirklich malerischer Abschnitt – selbst bei dem leichtem Nieselregen, der uns den ganzen Weg über begleitete. Knapp 8 Kilometer später erreichten wir Colmar: Etwas durchgefroren, aber gut gelaunt.
Die Scooter stellten wir an einem Parkplatz am Stadtrand ab, und dann ging es hinein ins Getümmel des Weihnachtsmarkts. Schon am Eingang begrüßte uns ein wunderschönes, historisches Karussell, das sofort eine nostalgische Stimmung verbreitete.
Gleich danach kamen wir am großen COLMAR-Schriftzug vorbei – ein echter Publikumsmagnet. Dutzende Menschen versuchten, das perfekte Erinnerungsfoto zu ergattern. Ein Bild ohne fremde Personen? Keine Chance. Kaum war eine Person verschwunden, tauchten drei neue auf. Also genossen wir einfach den Moment und machten das gewünschte Foto mit einer uns unbekannten Person.
Trotz des dauerhaften Regens ließen wir uns die Laune nicht verderben und schlenderten weiter über den Weihnachtsmarkt. Colmar versteht es einfach, sich in der Adventszeit herauszuputzen. Überall entdeckten wir liebevolle Bärendekorationen – an Hausfassaden, in Fenstern, auf Balkonen und sogar rund um die Brunnen. Ein bisschen fühlte es sich an, als wären wir in einer weihnachtlichen Spielzeugwelt gelandet.
Die Gassen waren wunderschön dekoriert, mit Girlanden, Lichterketten und kleinen Szenen, die mit so viel Detailfreude gestaltet waren, dass man an jeder Ecke stehen bleiben wollte. Und obwohl gefühlt jeder Besucher einen Regenschirm dabei hatte, entstand erstaunlicherweise kein Gedränge. Man passte aufeinander auf, rückte ein Stück zur Seite oder wartete kurz – fast schon entspannt für einen so beliebten Markt.
Nach einer Weile merkten wir aber, dass die Feuchtigkeit doch langsam in die Jacken kroch. Also suchten wir uns ein schönes Geschäft, das uns von außen gleich angesprochen hatte – warmes
Licht, beschlagene Fenster, fröhliches Stimmengewirr. Drinnen stellten wir uns in eine kleine Ecke und bestellten zwei große heiße
Schokoladen.
Perfekt zum Aufwärmen, perfekt zum Durchatmen, und perfekt, um das Markttreiben draußen mit etwas Abstand zu beobachten.
Wieder draußen merkten wir schnell, dass wir nicht die Einzigen waren, die dem Regen entkommen wollten. Vor nahezu jedem Restaurant und Café standen lange Schlangen – Menschen, die genauso fröstelten wie wir und darauf hofften, noch einen Platz im Warmen zu ergattern. Doch es war aussichtslos: Keine Chance, irgendwo unterzukommen. Alles randvoll.
Also entschieden wir uns für einen kleinen Strategiewechsel und steuerten die Markthalle von Colmar an. Zumindest wären wir dort einmal unter Dach, dachten wir. Die Idee hatten offenbar auch viele andere – trotzdem war es im Inneren angenehmer als draußen. Die Geräuschkulisse, die Gerüche, das Leben im Markt: Es hatte seinen eigenen, charmanten Charakter.
Nach einer kurzen Aufwärmphase kehrten wir zum Weihachtsmarkt zurück. Uns zog sofort ein Stand magisch an, der trotz Regen erstaunlich gut besucht war. Der Duft war einfach unwiderstehlich: frische Crêpes. Also stellten wir uns an, warteten geduldig und gönnten uns schließlich einen richtig leckeren Crêpe – warm, süß und genau das Richtige, um bei diesem Wetter die Stimmung wieder zu heben.
Mit unserem kleinen Snack in der Hand standen wir unter einem Vordach, hörten den Regen auf das Pflaster trommeln und beobachteten die vorbeiziehenden Besucher. Trotz des Wetters – oder vielleicht gerade deswegen – hatte der Weihnachtsmarkt etwas besonders Gemütliches und Eintönendes.
Langsam setzte die Dämmerung ein, und wir beschlossen, noch bei Tageslicht zurück nach Eguisheim zu fahren. Bevor wir die Stadt verließen, warf wir noch einen letzten Blick auf das historische Karussell, das nun wunderschön beleuchtet war – ein kleiner, stimmungsvoller Abschluss unseres Colmar-Ausflugs.
Die Rückfahrt gestaltete sich jedoch ziemlich anstrengend. Die Handynavigation funktionierte nicht wie gewünscht, der Bildschirm schaltete sich ständig aus, und die Orientierung im Dunkeln wurde so zu einer kleinen Herausforderung. Dazu kam die Kälte: Ohne Handschuhe waren die Finger schnell völlig durchgefroren, das Anfassen von Lenker und Scooter ein echtes Abenteuer.
Schließlich erreichten wir völlig ausgekühlt das Wohnmobil. Dort hieß es erst einmal: aufwärmen! Ein heißer Glühwein kam genau zur richtigen Zeit – wärmend von innen und mit einem Hauch Weihnachtsstimmung. Danach wurde noch leckeres Abendessen gekocht, das den Tag perfekt abrundete.
Trotz des Regens, der kalten Rückfahrt und der kleinen Hindernisse fühlte sich der Tag rundum gelungen an. Colmar hatte uns verzaubert, Eguisheim erwartete uns wieder in ruhiger, gemütlicher Atmosphäre – genau die Mischung, die eine Womo-Tour so besonders macht.
01.12.25
Am nächsten Morgen ließen wir es langsam angehen. Ausschlafen, ein gemütliches Frühstück im Wohnmobil genießen und danach eine warme Dusche auf dem Campingplatz – genau die kleinen Freuden, die eine Womo-Tour so entspannt machen. Kein Zeitdruck, nur wir, das Frühstück und die Vorfreude auf die Weiterfahrt.
Frisch gestärkt ging es dann auf den Weg zurück nach Deutschland. Die Route führte uns durch mystische Dörfer – kleine Fachwerkorte, verwinkelte Gassen und herbstlich gefärbte Weinberge, die das Elsass einmal mehr von seiner malerischen Seite zeigten.
Weiter ging es durch den Kaiserstuhl, eine Region, die für ihre sanften Hügel und die Weinberge bekannt ist, in Richtung Kehl. Die Fahrt war entspannt, die Landschaft wechselte von sanften Hängen zu offenen Feldern, und wir genossen die Stunden „unterwegs sein“ in vollen Zügen.
In Kehl angekommen, fanden wir glücklicherweise noch einen Stellplatz – nicht besonders groß, aber ausreichend, um das Wohnmobil abzustellen.
Am Nachmittag beschlossen wir, noch einen Abstecher nach Straßburg zu machen. Mit unserer Straßenbahnkarte war die Anfahrt unkompliziert und entspannt – perfekt, um den Verkehr und die Parkplatzsuche zu umgehen.
In Straßburg angekommen, tauchten wir direkt wieder in weihnachtliche Atmosphäre ein. Überall Lichterketten, festlich dekorierte Fassaden und kleine Details wie Bärenfiguren, die den Markt schmückten, sorgten für strahlende Augen. Die Stadt schien geradezu herausgeputzt für die Adventszeit.
Da an diesem Tag ein Montag war, war es überraschend ruhig. Nicht wie am Wochenende, wo man sich durch die Menschenmengen schieben muss, sondern gemütlich, entspannt und ohne Gedränge. Wir konnten in Ruhe durch die Gassen schlendern, die Dekorationen bewundern und die kleinen Stände entdecken, ohne dass Hektik aufkam.
So ließ sich der Weihnachtsmarkt in Straßburg entspannt genießen, und wir konnten die Atmosphäre viel bewusster aufnehmen.
Unser Rundgang durch Straßburg führte uns schließlich in das charmante Viertel La Petite France. Die Gegend hielt, was ihr Ruf versprach.
Die Häuserfassaden spiegelten sich wunderschön im ruhigen Wasser des kleinen Flusses. Die bunten Fachwerkhäuser und die sanften Lichter erzeugten eine fast märchenhafte Atmosphäre. Alles wirkte harmonisch und friedlich.
Hier hielten wir einen Moment inne, ließen die Eindrücke auf uns wirken und genossen die besondere Stimmung des Viertels, bevor wir wieder durch die Gassen schlenderten.
Inzwischen war es dunkel geworden, und die magische Weihnachtsbeleuchtung verwandelte die Stadt in ein funkelndes Lichtermeer. Überall blinkten Lichterketten, die Häuserfassaden strahlten, und vom Marktplatz aus bot sich ein beeindruckender Blick auf das Straßburger Münster – einfach spektakulär.
Wir verabschiedeten uns langsam vom Weihnachtsmarkt, der uns sehr gut gefallen hatte, und machten uns auf den Rückweg. Mit der S-Bahn fuhren wir bequem zurück nach Kehl, wo unser Wohnmobil auf uns wartete.
Zurück am Womo ließen wir den Tag ruhig ausklingen. Ein Glas Wein rundete die Eindrücke ab, während wir die Ruhe und Wärme des Wohnmobils genossen. Ein rundum gelungener Tag voller Lichter, Märkte und winterlicher Stimmung.
02.12.25
Am nächsten Morgen starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück in den Tag. Auf dem Stellplatz war schon einiges los – ein stetes Kommen und Gehen, was uns zeigte, wie beliebt der Platz durch die Nähe zu Straßburg ist.
Unser nächstes Ziel vor der Heimreise war der Weihnachtsmarkt in Gengenbach. Wir kamen zur Mittagszeit an und waren positiv überrascht: Der Parkplatz an der Stadtmauer war fast leer, perfekt für einen stressfreien Start in den Marktbesuch.
Beim Schlendern durch die Innenstadt stellten wir jedoch fest, dass der Markt erst ab 14:00 Uhr öffnet – wir waren also etwa zwei Stunden zu früh dran. Aber das störte uns kaum. Wir nutzten die Zeit, um durch die bekannte Engelsgasse zu bummeln, die weihnachtlich dekoriert und wunderschön anzusehen war.
Auf unserer kleinen Shoppingtour durch Gengenbach entdeckten wir zudem ein charmantes Café, in dem wir uns hinsetzen und die Zeit überbrücken konnten. Bei einer Tasse warmen Getränks genossen wir die ruhige, vorweihnachtliche Stimmung und bereiteten uns langsam auf den Beginn des Weihnachtsmarkts vor.
Der Weihnachtsmarkt in Gengenbach entpuppte sich als sehr klein und überschaubar. Schon beim ersten Blick wurde klar, dass er vermutlich abends bei Dunkelheit, wenn die bekannten Fenster am Rathaus beleuchtet werden, noch deutlich interessanter wirkt. Da wir an diesem Tag noch weiterfahren mussten, genossen wir die ruhige Atmosphäre kurz, bevor wir uns auf den Heimweg machten.
Die Fahrt führte uns zunächst durch den Schwarzwald bei einem herrlichen Sonnenuntergang. Die tiefstehende Sonne tauchte die Landschaft in ein warmes, goldenes Licht – ein perfekter Moment, um die letzten Eindrücke der Reise zu genießen.
Doch nur wenige Minuten später änderte sich die Stimmung abrupt: Dichter Nebel setzte ein, die Sicht wurde stark eingeschränkt, und der Rest der Heimfahrt verlief in einer geheimnisvoll-dunstigen Nebelsuppe. Trotz der plötzlichen Wetteränderung herrschte eine ruhige, fast meditative Stimmung, die die letzte Etappe unserer Tour besonders machte.
Wir haben vier wunderschöne Tage im Elsass und in Baden-Württemberg genossen. Jeder der besuchten Weihnachtsmärkte war auf seine Weise absolut sehenswert – vom historischen Charme in Eguisheim über das bunte Treiben in Colmar und Straßburg bis hin zur ruhigen, gemütlichen Atmosphäre in Gengenbach.
Besonders gefallen hat uns die Mischung aus historischen Altstädten, liebevoller Dekoration, kulinarischen Genüssen und winterlicher Stimmung.
Es bleibt der Wunsch, vielleicht nächstes Jahr wieder eine Weihnachtsmarkt-Tour zu machen. Die Ziele stehen noch offen, aber die Vorfreude ist jetzt schon groß.
Alles in allem: Wir haben die Tage in vollen Zügen genossen und viele schöne Erinnerungen mit nach Hause genommen.
Reisen veredelt den Geist und räumt mit Vorurteilen auf.
Oscar Wilde