Namibia zum 60. Geburtstag – Ein lang gehegter Traum wird wahr

Eigentlich sollte es die große Reise zum 60. Geburtstag werden. Schon früh hatten wir begonnen, verschiedene Reiseziele ins Auge zu fassen, doch Namibia zog uns von Anfang an besonders an. Die beeindruckenden Landschaften, die Weite Afrikas und die einzigartige Tierwelt versprachen ein unvergessliches Erlebnis.

Ursprünglich planten wir die Reise für September. Doch bei der konkreten Buchung folgte die Ernüchterung: Die Preise lagen in diesem Zeitraum fast 1.000 Euro höher als im Mai. Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns daher, die Reise vorzuziehen und bereits im Mai zu starten. Rückblickend war das eine ausgezeichnete Entscheidung.

Den ersten Anstoß für unser Namibia-Abenteuer hatten Arbeitskollegen gegeben. Sie waren ein Jahr zuvor selbst dort unterwegs gewesen und brachten nach ihrer Rückkehr eine beeindruckende Sammlung von Fotos mit. Die Bilder von endlosen Schotterpisten, roten Dünen, wilden Tieren und spektakulären Sonnenuntergängen weckten sofort unsere Reiselust.

Besonders neugierig wurden wir, als wir eine Kollegin gemeinsam mit ihrem Mann zu einem gemütlichen Abend einluden. Stundenlang erzählten die beiden von ihren Erlebnissen in Namibia. Mit jeder Geschichte wuchs unsere Begeisterung. Sie berichteten von faszinierenden Tierbeobachtungen im Etosha-Nationalpark, von den gewaltigen Dünen bei Sossusvlei und von der unglaublichen Weite des Landes.

Ebenso schwärmten sie von ihrem Reiseveranstalter Chamäleon Reisen, der die Tour hervorragend organisiert hatte. Die Mischung aus Abenteuer, Komfort und authentischen Erlebnissen überzeugte sie vollkommen. Ihre Begeisterung war ansteckend.

Als der Abend zu Ende ging, war für uns die Entscheidung praktisch gefallen. Wir wollten dieses faszinierende Land ebenfalls kennenlernen und die Erlebnisse mit eigenen Augen sehen. Aus einer ersten Idee wurde ein konkreter Plan, und schon bald begannen wir mit den Reisevorbereitungen.

Dass wir die Reise schließlich in den Mai verlegten, erwies sich nicht nur finanziell als sinnvoll. Die angenehm milden Temperaturen, die trockene Jahreszeit und die guten Bedingungen für Tierbeobachtungen machten diesen Monat zu einem idealen Reisezeitraum.

Heute können wir sagen: Der Entschluss, Namibia zu bereisen, gehörte zu den besten Entscheidungen überhaupt. Was mit den Erzählungen von Freunden und einigen beeindruckenden Fotos begann, entwickelte sich zu einer ganz besonderen Reise – und zu einem unvergesslichen Geschenk zum 60. Geburtstag.

 

Ein weiterer wichtiger Baustein für unsere Vorfreude war die hervorragende Betreuung durch das Reisebüro Gindele in Friedrichshafen. Vom ersten Beratungsgespräch über die Buchung bis hin zur Erstellung der Visa wurde alles für uns organisiert. Wir mussten uns um kaum etwas kümmern und fühlten uns von Anfang an bestens aufgehoben.

Gerade bei den Einreiseformalitäten waren wir über diese Unterstützung sehr dankbar. Neben dem Visum für Namibia mussten auch die erforderlichen Registrierungen für Simbabwe vorbereitet werden. Aufgrund unserer eher begrenzten Englischkenntnisse wären wir dabei vermutlich schnell an unsere Grenzen gestoßen. Die Formulare, Vorgaben und Online-Anträge hätten uns sicherlich vor einige Herausforderungen gestellt.

Umso beruhigender war es, einen kompetenten Ansprechpartner an unserer Seite zu haben, der sich um sämtliche Formalitäten kümmerte und bei Fragen jederzeit erreichbar war. Diese Rundumbetreuung gab uns ein gutes Gefühl und ließ die Vorfreude auf die bevorstehende Reise noch weiter wachsen. So konnten wir uns ganz auf das konzentrieren, was wirklich wichtig war: die Planung unseres großen Namibia-Abenteuers.

 

 

 

17.05.26

Abflug nach Namibia

Endlich war es am 17. Mai 2026 so weit. Der Tag, auf den wir monatelang hingefiebert hatten, war gekommen. Vor uns lag die Reise unseres Lebens – ganz nach dem Motto von Chameäleon Reisen.

Zur Mittagszeit brachte uns unser Sohn zum Bahnhof. Aufgrund der aktuellen Bauarbeiten verkehrte auf unserer Strecke nur Schienenersatzverkehr, sodass wir den etwas weiter entfernten Bahnhof ansteuern mussten. Dort verabschiedeten wir uns und spürten zum ersten Mal so richtig das Kribbeln im Bauch. Nun gab es kein Zurück mehr – das Abenteuer Namibia konnte beginnen.

Glücklich und voller Vorfreude nahmen wir im ersten Zug Platz. Die Fahrt führte zunächst Richtung Ulm. Während draußen die vertraute Heimat vorbeizog, kreisten unsere Gedanken bereits um die roten Dünen, die wilden Tiere und die endlosen Weiten Afrikas.

In Ulm blieb nicht viel Zeit zum Verschnaufen. Die Umsteigezeit war knapp bemessen, und so hieß es erstmals: Koffer packen, Treppen hoch, Treppen runter und möglichst schnell das richtige Gleis finden.

Nachdem wir den Anschlusszug erreicht hatten, konnten wir wieder entspannt durchatmen. Die Fahrt ging nun weiter in Richtung Frankfurt, von wo aus unser Flug nach Afrika starten sollte.

Ein angenehmer Pluspunkt war, dass die Bahnfahrt bereits im Reisepreis enthalten war. Sogar die Fahrt in der 1. Klasse gehörte zum Leistungspaket. Das Reisebüro hatte darüber hinaus sämtliche Sitzplatzreservierungen für uns vorgenommen. So konnten wir die Anreise bequem genießen und mussten uns um nichts kümmern. Ein Service, den wir sehr zu schätzen wussten und der perfekt zu der bisherigen Rundumbetreuung passte.

Mit jedem gefahrenen Kilometer stieg die Spannung. Nach Monaten der Planung und Vorfreude waren wir nun tatsächlich unterwegs – auf dem Weg zu einem Abenteuer, das wir so schnell nicht vergessen würden.

Der Zug brachte uns direkt bis zum Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt. Dank der großzügig eingeplanten Zeit mussten wir uns nicht hetzen und konnten die weitere Anreise ganz entspannt angehen. Bis zum Check-in blieb noch genügend Zeit.

Bereits am Check-in-Schalter machten wir Bekanntschaft mit den ersten Teilnehmern unserer Reisegruppe. Schnell waren sie an den auffälligen gelben Kofferanhängern von Chameleon Reisen zu erkennen. Ein kurzer Blick genügte, und schon kamen die ersten Gespräche zustande. Die Vorfreude war bei allen deutlich zu spüren.

Nachdem wir unsere Koffer aufgegeben hatten, folgten die üblichen Pass-, Sicherheits- und Personenkontrollen. Alles verlief problemlos, sodass wir schließlich in der Wartezone der Abflughalle Platz nehmen konnten. Dort trafen wir einige unserer Mitreisenden wieder und nutzten die Zeit für weitere Gespräche. Es war interessant zu erfahren, woher die anderen kamen und welche Erwartungen sie an die bevorstehende Reise hatten.

Nach einer gefühlten Ewigkeit erschien schließlich die erlösende Anzeige zum Boarding. Endlich war der Moment gekommen, auf den wir so lange gewartet hatten. Das Flugzeug konnte bestiegen werden. Auch hier profitierten wir erneut von der hervorragenden Organisation unseres Reisebüros, das bereits im Vorfeld Sitzplatzreservierungen für uns vorgenommen hatte.

Als die Maschine schließlich abhob und die Lichter von Frankfurt unter uns immer kleiner wurden, wurde uns bewusst: Jetzt begann unser großes Afrika-Abenteuer wirklich.

Der erste Flug führte uns nach Addis Abeba in Äthiopien. Dort stand ein Zwischenstopp auf dem Programm. Nach der Landung mussten wir einige Zeit am Flughafen verbringen, bevor es mit einem anderen Flugzeug weiterging. Die Wartezeit nutzten wir, um uns die Beine zu vertreten, die ersten Eindrücke des afrikanischen Kontinents auf uns wirken zu lassen und uns langsam auf die neue Umgebung einzustellen.

Anschließend startete der Weiterflug nach Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Mit jeder Stunde kamen wir unserem Traumziel näher. Die Spannung stieg spürbar an, denn schon bald würden wir endlich das Land betreten, von dem wir so lange geträumt hatten.

Als wir schließlich in Windhoek landeten, wurden wir gleich von einer Überraschung empfangen. Kaum hatten wir das Flugzeug verlassen und die Ankunftshalle zu Fuß erreicht, zog ein heftiges Gewitter auf. Starke Regenschauer prasselten auf das Flughafengelände nieder. Glücklicherweise hatten wir es rechtzeitig ins Trockene geschafft und konnten das Naturschauspiel von innen beobachten.

Doch zunächst wartete die nächste Herausforderung auf uns: die Visumskontrolle. Gemeinsam mit vielen anderen Reisenden reihten wir uns in die lange Schlange ein. Nach der langen Anreise zog sich die Wartezeit gefühlt endlos hin. Umso größer war die Erleichterung, als schließlich auch diese Formalität erledigt war und wir offiziell in Namibia eingereist waren.

In der nächsten Halle wurden wir bereits von unserem Reiseleiter Levroy herzlich empfangen. Sein freundliches Lächeln und seine offene Art sorgten sofort dafür, dass wir uns willkommen fühlten. Nach und nach trafen auch die übrigen Teilnehmer unserer Reisegruppe ein. Während wir auf die letzten Ankömmlinge warteten, nutzten wir die Gelegenheit, an einem Geldautomaten die ersten Namibia-Dollar abzuheben. Damit hielten wir zum ersten Mal die Landeswährung in den Händen – ein weiterer kleiner Moment, der uns bewusst machte, dass wir nun tatsächlich in Afrika angekommen waren.

Als die Gruppe vollständig war, brachte uns ein Kleinbus zu unserer ersten Unterkunft. Dieses Fahrzeug sollte uns in den kommenden 14 Tagen auf unserer Rundreise begleiten. Während der Fahrt erhielten wir bereits erste Eindrücke von Windhoek und seiner Umgebung. Einen kurzen Zwischenstopp legten wir noch in einem Supermarkt ein um uns mit den nötigsten Kleinigkeiten und Snacks zu versorgen.

In der Unterkunft angekommen, wurden wir mit einem erfrischenden Begrüßungsgetränk empfangen. Nachdem die Zimmer verteilt und das Gepäck verstaut waren, blieb nur wenig Zeit zum Ausruhen. Schon bald machten wir uns gemeinsam auf den Weg zu einem Restaurant, das für seine typisch namibische Küche bekannt war.

Dort erwartete uns gleich das erste kulinarische Highlight der Reise. Zum ersten Mal in unserem Leben probierten wir Oryx-Antilopenfleisch und Springbock. Die meisten von uns waren zunächst neugierig, vielleicht auch etwas skeptisch. Doch bereits nach den ersten Bissen war klar: Das Fleisch schmeckte hervorragend. Zart, aromatisch und ganz anders, als wir es erwartet hatten.

Auch die weiteren Gerichte überzeugten auf ganzer Linie. Die namibische Küche begeisterte uns vom ersten Abend an. Den krönenden Abschluss bildete ein köstliches Dessert aus aufgeschlagenem Vanilleeis, verfeinert mit Amarula-Likör. Ein Genuss, der uns noch lange in Erinnerung bleiben sollte.

 

Zurück im Hotel zog es uns noch für einige Minuten auf die Terrasse. Die Müdigkeit war zwar deutlich zu spüren, doch die Eindrücke des Tages wollten wir noch ein wenig auf uns wirken lassen. Unser Blick schweifte über das nächtliche Windhoek, dessen Lichter in der Dunkelheit funkelten und eine ganz besondere Atmosphäre erzeugten.

Besonders beeindruckte uns die wunderschön angelegte Palmenallee, die im Licht der Straßenlaternen fast schon tropisch wirkte. Nach dem Gewitter hatte sich die Luft angenehm abgekühlt, und eine wohltuende Ruhe lag über der Stadt. Es war einer dieser Momente, in denen man innehält und sich bewusst macht, dass ein lang gehegter Traum gerade Wirklichkeit geworden ist.

Mit diesem schönen Ausblick verabschiedeten wir uns schließlich vom ersten Tag unserer Namibia-Reise. Voller Vorfreude auf die kommenden Erlebnisse fielen wir wenig später müde, aber glücklich ins Bett.

 

Vor uns lagen zwei aufregende Wochen voller Abenteuer, und die Vorfreude auf den nächsten Tag war riesig.

18.05.26

Von Windhoek in die Namib-Wüste

Nach einer erholsamen ersten Nacht in Namibia freuten wir uns auf den Beginn unserer Rundreise. Bevor wir Windhoek jedoch endgültig hinter uns ließen, holten wir nach dem Frühstück noch eine kleine Stadtbesichtigung nach. Diese hatte am Vortag aufgrund unserer späten Ankunft sowie des heftigen Gewitters leider ausfallen müssen.

Unser erster Halt führte uns zur bekannten Christuskirche, dem Wahrzeichen Windhoeks. Die evangelisch-lutherische Kirche wurde zwischen 1907 und 1910 während der deutschen Kolonialzeit erbaut und vereint Elemente der Neugotik und des Jugendstils. Besonders markant sind ihr heller Sandsteinbau und der weithin sichtbare Kirchturm. Direkt in der Nähe befindet sich auch die sogenannte „Kaffeekanne“, ein auffälliges Denkmal in Form einer überdimensionalen Kaffeekanne, das an die deutsche Vergangenheit des Landes erinnert und ein beliebtes Fotomotiv ist.

Zu unserer Freude öffnete der Küster die Christuskirche eigens für unsere Gruppe. So konnten wir auch das Innere des Gotteshauses besichtigen. Besonders beeindruckend waren die kunstvollen bunten Glasfenster, durch die das Sonnenlicht in den Kirchenraum fiel und eine ganz besondere Atmosphäre schuf. Es war faszinierend zu sehen, wie viel deutsche Geschichte in Namibia noch heute sichtbar ist.

Anschließend legten wir noch einen kurzen Stopp am historischen Bahnhof von Windhoek ein. Das Bahnhofsgebäude stammt ebenfalls aus der deutschen Kolonialzeit und zählt zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Stadt. Mit seiner charakteristischen Architektur erinnert es an eine längst vergangene Epoche und bietet einen interessanten Einblick in die Geschichte des Landes.

 

Wir verabschiedeten uns von Windhoek. Unser Ziel für den heutigen Tag war die Namib-Wüste am Rand des Namib-Naukluft-Parks.

Die Fahrt führte zunächst durch die Auas-Berge südlich von Windhoek. Auf den kurvenreichen Straßen gewannen wir erste Eindrücke von den gewaltigen Landschaften Namibias. Hinter jeder Kurve eröffneten sich neue Ausblicke auf die weiten Ebenen und die faszinierende Bergwelt. Schnell wurde uns bewusst, warum Namibia als Land der endlosen Horizonte bezeichnet wird.

Vorbei an Rehoboth ging die Fahrt weiter in Richtung Naukluft-Gebirge. Die  Landschaft veränderte sich ständig. Die Vegetation wurde spärlicher, die Farben intensiver und die Weite schien mit jedem Kilometer zuzunehmen. Für uns war bereits die Fahrt selbst ein Erlebnis.

 

Nach rund 350 Kilometern erreichten wir am Nachmittag unsere Unterkunft am Rande der Wüste. 

 

Unsere Unterkunft für die kommende Nacht war die Desert Hills Lodge in den Ausläufern des Naukluft-Gebirges. Schon bei der Anfahrt waren wir von der Lage begeistert. Die Lodge liegt eingebettet in die faszinierende Landschaft der Namib und bietet einen herrlichen Blick über die scheinbar endlose Weite der Wüste.

Besonders beeindruckt waren wir von den außergewöhnlichen Chalets. Die runden Gebäude wurden dem Nest des Webervogels nachempfunden, einer Vogelart, die in Namibia überall anzutreffen ist. Die mit Stroh gedeckten und ausgekleideten Unterkünfte fügen sich harmonisch in die Umgebung ein und sind perfekt an das Wüstenklima angepasst.

Beim Betreten unseres Chalets fiel unser Blick sofort auf die großen Panoramafenster. Von hier aus konnten wir die einzigartige Landschaft direkt vom Zimmer aus genießen. Die Weite der Wüste, die Berge am Horizont und die besondere Lichtstimmung sorgten für ein Gefühl von Ruhe und Freiheit.

Auch das Hauptgebäude der Lodge ließ keine Wünsche offen. Hier befanden sich das Restaurant und eine gemütliche Lounge mit traumhaftem Ausblick. Einige von uns nutzten sogar die Gelegenheit für eine kurze Erfrischung im kleinen Swimmingpool. Dabei fiel besonders die unglaubliche Stille auf. Kein Verkehrslärm, keine Hektik – nur die Geräusche der Natur und die unendliche Ruhe der Namib.

Bereits nach kurzer Zeit war uns klar, dass diese Lodge weit mehr als nur eine Unterkunft war. Sie war ein Erlebnis für sich und der perfekte Ort, um in die einzigartige Atmosphäre Namibias einzutauchen.

 

Ein besonderer Höhepunkt erwartete uns am späten Nachmittag. Gemeinsam mit unserem Reiseleiter Levroy machten wir uns auf den Weg zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir den Sonnenuntergang erleben konnten. In nahezu völliger Stille versank die Sonne langsam hinter den Bergen und tauchte die Wüste in ein beeindruckendes Farbenspiel aus Gold, Orange und Rot. Es war einer jener Augenblicke, die sich tief ins Gedächtnis einprägen und die man mit keinem Foto vollständig festhalten kann.

Während die Dämmerung hereinbrach, genossen wir die Ruhe und Weite der Wüste. Unser Reiseleiter erzählte uns von den sogenannten Lärmgeckos, die nach Sonnenuntergang mit ihren klackenden Lauten auf Partnersuche gehen. Tatsächlich lauschten wir am Abend immer wieder gespannt in die Dunkelheit, ob wir eines dieser ungewöhnlichen Geräusche hören würden.

  

 

Den Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Während wir die Erlebnisse des Tages Revue passieren ließen, wurde uns immer deutlicher, wie besonders dieses Land ist. Die Weite, die Ruhe und die Farben der Wüste hatten uns bereits am zweiten Reisetag vollkommen in ihren Bann gezogen.

20.05.26

Die Dünen von Sossusvlei – Ein Höhepunkt unserer Namibia-Reise

Der Wecker klingelte an diesem Morgen deutlich vor Sonnenaufgang. Noch in der Dämmerung machten wir uns auf den Weg zu einem der bekanntesten Naturwunder Namibias: den gewaltigen Dünen von Sossusvlei im Namib-Naukluft-Nationalpark. Schon am Vorabend hatte unser Reiseleiter angekündigt, dass uns heute einer der absoluten Höhepunkte der Reise erwarten würde.

Während unser Bus durch die morgendliche Dämmerung rollte, zeichnete sich am Horizont langsam ein erster heller Streifen ab. Mit jedem Kilometer veränderten sich die Farben der Landschaft. Das frühe Sonnenlicht tauchte die Dünen in immer neue Rot-, Orange- und Goldtöne. Diese einzigartige Farbintensität machte schnell verständlich, warum die Namib als eine der schönsten und zugleich ältesten Wüsten der Erde gilt. Seit rund 80 Millionen Jahren formen Wind und Sand diese faszinierende Landschaft.

Noch bevor wir die berühmten Dünen erreichten, legten wir in den frühen Morgenstunden einen Frühstücksstopp ein. Von der Desert Hills Lodge hatte jeder Teilnehmer ein liebevoll zusammengestelltes Lunchpaket erhalten. Inmitten der faszinierenden Wüstenlandschaft suchten wir uns einen geeigneten Platz und genossen unser Frühstück unter freiem Himmel.

Während die ersten Sonnenstrahlen die umliegenden Berge und Dünen in warmes Licht tauchten, schmeckten die belegten Brote, und das Obst  gleich doppelt so gut. Die klare Morgenluft, die Ruhe der Wüste und die Vorfreude auf das bevorstehende Naturerlebnis machten diesen Frühstücksstopp zu einem ganz besonderen Moment. Fernab von Hektik und Alltag saßen wir gemeinsam inmitten einer Landschaft, die wir bisher nur von Fotos kannten.

Gut gestärkt setzten wir anschließend unsere Fahrt fort. Mit jedem Kilometer stieg die Spannung, denn schon bald sollten wir die gewaltigen Dünen des Sossusvlei erreichen. Als schließlich die berühmte Düne 45 vor uns auftauchte, wurden die Kameras gezückt und die ersten Erinnerungsfotos gemacht. Die imposante, perfekt geformte Sanddüne zählt zu den bekanntesten Fotomotiven Namibias und gab uns bereits einen beeindruckenden Vorgeschmack auf das, was uns im Sossusvlei noch erwarten sollte.

Am Parkplatz für die letzten Kilometer war für normale Fahrzeuge Schluss. Der tiefe Sand machte ein Weiterkommen unmöglich. Deshalb stiegen wir in spezielle Allrad-Shuttlefahrzeuge um, die uns sicher bis ins Herz des Sossusvlei brachten. Schon diese Fahrt durch den tiefen Sand war ein kleines Abenteuer für sich.

Angekommen im Dünengebiet bot sich uns ein überwältigender Anblick. Riesige Sandberge erhoben sich in alle Richtungen. Vor dem Hintergrund des Naukluft-Massivs türmten sich die Dünen wie gewaltige Wellen eines versteinerten Meeres auf. Einige von ihnen erreichen Höhen von bis zu 350 Metern und zählen damit zu den höchsten Dünen der Welt.

Natürlich wollten jeder aus unserer Gruppe den Versuch wagen, einen dieser gewaltigen Sandriesen zu erklimmen. Im noch kühlen Morgensand hatte man deutlich mehr Halt. Dennoch kostete jeder Schritt Kraft. Während man einen halben Meter nach oben stieg, rutschte man gefühlt wieder ein Viertel zurück. Doch die Anstrengung wurde reich belohnt. Von oben bot sich ein spektakulärer Blick über das scheinbar endlose Dünenmeer. Die ersten Sonnenstrahlen warfen lange Schatten auf die orangefarbenen Sandhänge und schufen ständig neue Muster und Formen. Fast minütlich veränderte sich das Bild der Landschaft.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des berühmten Dead Vlei. Zwischen den hellen Lehmböden ragen hier die schwarzen Silhouetten abgestorbener Akazienbäume in den Himmel. Vor rund 500 Jahren versandeten die Wasserläufe, die diesen Ort einst mit Leben versorgten. Die Bäume starben ab, wurden jedoch durch die extreme Trockenheit konserviert. Heute wirken sie wie kunstvolle Skulpturen in einer surrealen Kulisse. Die Kombination aus dem weißen Lehmboden, dem tiefblauen Himmel, den leuchtend roten Dünen und den dunklen Baumgerippen gehört zweifellos zu den eindrucksvollsten Motiven Namibias.

Wir verbrachten viel Zeit damit, durch diese einzigartige Landschaft zu wandern und die besondere Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Die Stille war beeindruckend. Außer dem Wind und den leisen Schritten im Sand war kaum etwas zu hören. Es war einer jener Orte, an denen man automatisch langsamer wird und einfach nur staunend die Natur genießt.

Für drei besonders sportliche Teilnehmer unserer Reisegruppe war die Herausforderung mit den kleineren Dünen noch nicht groß genug. Sie hatten sich vorgenommen, den berühmten Big Daddy zu erklimmen. Mit seinen rund 325 Metern zählt er zu den höchsten Dünen im Sossusvlei und verlangt selbst geübten Wanderern einiges an Kondition ab.

Der größere Teil unserer Gruppe entschied sich dagegen für die etwas weniger anspruchsvolle Route über den Little Big Daddy. Auch von dort boten sich fantastische Ausblicke auf das Dead Vlei und die umliegenden Dünenlandschaften. Jeder ging sein eigenes Tempo, hielt immer wieder für Fotos an oder genoss einfach die beeindruckende Kulisse.

Nachdem wir unsere Wanderung beendet hatten, warteten wir am vereinbarten Treffpunkt auf die Rückkehr der übrigen Teilnehmer. Unser Reiseleiter Levroy behielt dabei stets den Überblick. Mit seinem Fernglas verfolgte er aufmerksam die letzten Wanderer auf den Dünenkämmen und stellte sicher, dass alle wohlbehalten zurückkehrten.

Nach und nach trafen die erschöpften, aber überglücklichen Wanderer wieder bei der Gruppe ein. Man sah ihnen die Anstrengung deutlich an, aber ebenso den Stolz, diese besondere Herausforderung gemeistert zu haben. Sofort wurden Erfahrungen ausgetauscht, Fotos gezeigt und die schönsten Eindrücke geschildert. Jeder hatte sein ganz persönliches Erlebnis mitgenommen, doch eines hatten alle gemeinsam: die Begeisterung für diese einzigartige Landschaft.

Als die Gruppe wieder vollständig war, stiegen wir in die wartenden Allrad-Shuttlefahrzeuge. Die Fahrt durch den tiefen Sand brachte uns zurück zum Parkplatz, wo bereits unser Tourbus auf uns wartete. Noch lange blickten wir zurück auf die gewaltigen Dünen am Horizont, die uns an diesem Tag ein unvergessliches Erlebnis beschert hatten.

Nach den gewaltigen Dünen von Sossusvlei stand auf dem Rückweg noch ein weiterer interessanter Programmpunkt auf dem Tagesplan: der Sesriem Canyon. Auch wenn er im Schatten der berühmten Dünen oft etwas untergeht, erwies sich dieser Abstecher als echtes Naturerlebnis.

Schon vom Parkplatz aus konnten wir einen ersten Blick in die Schlucht werfen. Wie in Namibia vielerorts üblich, gibt es hier keine Geländer oder Absperrungen. So standen wir direkt am Rand des Canyons und blickten etwa 30 Meter in die Tiefe. Der Anblick war beeindruckend und ließ erahnen, welche gewaltigen Kräfte hier einst am Werk gewesen sein mussten.

Der Sesriem Canyon wurde über Millionen von Jahren vom Tsauchab-Fluss in das Gestein gegraben. Heute kann man sich kaum vorstellen, dass das meist trockene Flussbett einst solche Wassermengen transportierte, um eine derartige Schlucht entstehen zu lassen. Vom Parkeingang aus verläuft der Tsauchab noch rund 60 Kilometer bis ins Sossusvlei, wo er schließlich im Sand versickert. Wasser führt der Fluss heute allerdings nur noch nach seltenen und kräftigen Regenfällen.

Über einen schmalen Pfad stiegen wir in die Schlucht hinab. Sofort änderte sich die Perspektive. Die hohen Felswände ragten zu beiden Seiten empor und boten immer wieder interessante Formen und Farben. Während der Wanderung wurde deutlich, welche gewaltige Kraft das Wasser besitzt und wie es über Jahrtausende ganze Landschaften formen kann.

Der Wanderweg führte etwa zwei Kilometer durch den Canyon. Immer wieder blieben wir stehen, um die unterschiedlichen Gesteinsschichten zu betrachten oder Fotos von den beeindruckenden Felsformationen zu machen. Besonders spannend war der Kontrast zur umgebenden Wüstenlandschaft. Während draußen die Weite der Namib dominierte, fühlte man sich hier unten in der Schlucht beinahe wie in einer anderen Welt.

Unser Reiseleiter Levroy erklärte unterwegs viel über die Entstehung des Canyons und die seltenen Wassermassen, die nach starken Regenfällen durch die Schlucht rauschen können. Dadurch wurde uns noch einmal bewusst, welchen Einfluss das Wasser selbst in einer der trockensten Regionen der Erde hat.

Nach der Wanderung kletterten wir wieder hinauf zum Parkplatz. Noch einmal schweifte unser Blick über die beeindruckende Schlucht, bevor wir die Rückfahrt zur Lodge antraten. Mit den gewaltigen Dünen von Sossusvlei und dem Sesriem Canyon hatten wir an diesem Tag gleich zwei der bekanntesten Naturwunder Namibias erleben dürfen – Eindrücke, die uns noch lange in Erinnerung bleiben sollten.

Nach den vielen Eindrücken des Tages freuten wir uns auf einen entspannten Nachmittag in der Desert Hills Lodge. Die Wanderung durch die Dünenlandschaft, der Besuch des Dead Vlei und die Erkundung des Sesriem Canyons hatten ihre Spuren hinterlassen. Nun war es Zeit, die Erlebnisse in aller Ruhe auf uns wirken zu lassen.

Jeder gestaltete die verbleibenden Stunden nach seinen eigenen Vorstellungen. Einige machten es sich auf der Terrasse ihres Chalets gemütlich und genossen den traumhaften Ausblick über die endlose Weite der Namib. Andere nutzten die Gelegenheit für eine kleine Erfrischung im Pool oder ließen einfach die Seele baumeln. Die besondere Stille der Wüste war allgegenwärtig und sorgte für eine angenehme Entschleunigung.

Gegen Abend trafen wir uns wieder, um gemeinsam einen weiteren Sundowner zu genießen. Mit einem kühlen Getränk in der Hand beobachteten wir, wie die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand. Erneut verwandelte sich die Landschaft in ein faszinierendes Farbenspiel aus Gold, Orange und Rot. Die langen Schatten wanderten über die Ebene, und für einen Moment schien die Zeit stillzustehen.

In lockerer Runde tauschten wir unsere Erlebnisse des Tages aus. Natürlich waren die Besteigung der Dünen, die Wanderung durch das Dead Vlei und die Herausforderungen des Big Daddy die beherrschenden Gesprächsthemen. Jeder hatte seine eigenen Eindrücke gesammelt, und genau diese unterschiedlichen Erlebnisse machten den Austausch so spannend.

Als die Dunkelheit schließlich über die Wüste hereinbrach und die ersten Sterne am Himmel erschienen, wurde uns einmal mehr bewusst, wie privilegiert wir waren, diesen besonderen Ort erleben zu dürfen. Es war einer jener Abende, an denen man nichts weiter braucht als die Natur, nette Gesellschaft und die Gewissheit, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.

21. Mai 2026 – Durch die Weiten der Namib nach Solitaire

Der neue Tag begann mit einer ganz besonderen Morgenstimmung. Bereits beim Blick aus dem Fenster unseres Chalets zeigte sich die Namib von ihrer schönsten Seite. Die aufgehende Sonne tauchte die Landschaft in ein warmes, goldenes Licht, und die langen Schatten verliehen den Bergen und Ebenen eine beinahe magische Wirkung. Die klaren Lichtverhältnisse boten ideale Bedingungen für Fotografen, und so wurden schon vor dem Frühstück zahlreiche Bilder gemacht.

Nach dem Frühstück hieß es wieder Abschied nehmen von der Desert Hills Lodge. Die Koffer wurden verladen, und wir machten uns auf den Weg in Richtung Solitaire. Schon nach kurzer Zeit verließen wir die asphaltierten Straßen und fuhren über die für Namibia typischen Schotterpisten.

Unser Reiseleiter und Fahrer Levroy hatte dabei alle Hände voll zu tun. Mit beeindruckender Routine lenkte er den Bus über die oftmals ausgewaschene Fahrbahn und versuchte geschickt, jedem Schlagloch auszuweichen. Dennoch wurden wir gelegentlich kräftig durchgeschüttelt, was im Bus regelmäßig für Gelächter sorgte. Schnell wurde uns bewusst, warum ein erfahrener Fahrer auf Namibias Straßen Gold wert ist.

Die Fahrt selbst war jedoch alles andere als langweilig. Hinter jeder Kurve eröffneten sich neue Ausblicke auf die endlose Weite des Landes. Die Landschaft wirkte fast unberührt, und oft begegneten wir über viele Kilometer hinweg keinem anderen Fahrzeug.

Ein besonderer Fotostopp erwartete uns unterwegs an einem riesigen Webervogelnest. Schon von Weitem war das gewaltige Gebilde in der Krone eines Baumes zu erkennen. Als wir direkt darunter standen, wurde uns erst bewusst, welche beeindruckende Bauleistung die kleinen Vögel vollbringen.

Von unten bot sich ein faszinierender Blick auf das kunstvolle Gemeinschaftsnest. Es wirkte fast wie ein riesiger Strohdachkomplex, der über Jahre hinweg immer weiter ausgebaut worden war. Levroy erklärte uns, dass solche Nester von Siedelwebern bewohnt werden und über Generationen hinweg genutzt werden können. In einem einzigen Nest leben oft mehrere Hundert Vögel zusammen. Die verschiedenen Kammern bieten Schutz vor der Hitze des Tages und den kühlen Temperaturen der Nacht.

Beeindruckt von diesem außergewöhnlichen Bauwerk machten wir zahlreiche Fotos, bevor wir unsere Fahrt fortsetzten. Wieder einmal zeigte Namibia, dass nicht nur seine Landschaften, sondern auch seine Tierwelt voller Überraschungen steckt.

Nach einigen Stunden Fahrt durch die faszinierende Wüstenlandschaft erreichten wir schließlich Solitaire – einen Ort, der trotz seiner geringen Größe zu den bekanntesten Zwischenstopps Namibias gehört. Mitten in der Einöde gelegen, besteht Solitaire eigentlich nur aus wenigen Gebäuden, einer Tankstelle, einer kleinen Lodge, einem Geschäft und einer Bäckerei. Dennoch kennt fast jeder Namibia-Reisende diesen besonderen Ort.

Berühmt geworden ist Solitaire vor allem durch seinen legendären Apfelkuchen. 

 

Nicht minder bekannt sind die zahlreichen rostigen Oldtimer und ausrangierten Fahrzeuge, die rund um die Gebäude dekorativ in der Wüstenlandschaft verteilt stehen. Die von Sonne, Wind und Sand gezeichneten Karossen sind längst zu einem Wahrzeichen von Solitaire geworden und bieten unzählige Fotomotive. Der Kontrast zwischen dem rostigen Metall, dem blauen Himmel und der kargen Landschaft ist beeindruckend und verleiht dem Ort seinen ganz eigenen Charme.

Während wir die besondere Atmosphäre von Solitaire genossen, stieg die Spannung bei einem Großteil unserer Reisegruppe weiter an. Für uns stand nun ein ganz besonderes Erlebnis bevor: der Flug nach Swakopmund in kleinen Propellermaschinen.

Mit einiger Verzögerung trafen die Flugzeuge auf der kleinen Landepiste ein. Für viele von uns war es das erste Mal, in einer so kleinen Maschine zu fliegen. Entsprechend groß war die Vorfreude, aber auch ein wenig Nervosität war bei einigen spürbar.

Während die meisten Teilnehmer die Strecke aus der Luft zurücklegen würden, stand unserem Reiseleiter Levroy und einem weiteren Reiseteilnehmer eine deutlich längere Fahrt bevor. Sie würden die rund siebenstündige Strecke mit unserem Bus über Schotterpisten, Bergpässe und durch die beeindruckenden Landschaften Namibias bis nach Swakopmund zurücklegen.

Wir hingegen durften uns auf einen Perspektivwechsel freuen. Schon bald würden wir die gewaltigen Dünen der Namib aus der Vogelperspektive erleben und entlang der rauen Atlantikküste nach Swakopmund fliegen. Die Aussicht auf dieses einmalige Erlebnis ließ die Vorfreude in unserer Gruppe noch einmal deutlich steigen.

 

Wir warteten gespannt auf die Landung unserer beiden Kleinflugzeuge und langsam machte sich eine gewisse Unruhe in der Gruppe breit. Die vereinbarte Ankunftszeit war längst überschritten, doch von den Flugzeugen fehlte jede Spur.

Mit jeder weiteren Minute wurden einige von uns etwas nervöser. Mitten in Solitaire, umgeben von der endlosen Weite der Namib, fühlten wir uns plötzlich ein wenig abgeschnitten von der Außenwelt. Unser Reiseleiter Levroy war bereits mit dem Bus und einem Reiseteilnehmer auf der langen Fahrt nach Swakopmund unterwegs, sodass wir nun auf uns allein gestellt waren.

Natürlich wurden die verschiedensten Vermutungen angestellt. Hatte es technische Probleme gegeben? War etwas mit der Flugroute nicht in Ordnung? Obwohl niemand wirklich beunruhigt war, stieg die Spannung doch merklich an.

Die Wartezeit zog sich länger hin als erwartet. Erst später erfuhren wir den Grund für die Verspätung. In Swakopmund herrschte dichter Nebel, ein dort nicht ungewöhnliches Wetterphänomen. Die feuchte Atlantikluft trifft regelmäßig auf die heißen Luftmassen der Namib und sorgt besonders in den Morgenstunden für starke Nebelfelder entlang der Küste. Aufgrund der schlechten Sicht konnten die Flugzeuge nicht wie geplant starten und mussten auf bessere Wetterbedingungen warten.

Als schließlich das vertraute Brummen eines Flugzeugmotors über der Wüste zu hören war und wenig später die erste Maschine am Himmel auftauchte, fiel die Anspannung sofort von uns ab. Erleichterung machte sich breit, und die Vorfreude auf den bevorstehenden Flug war schlagartig wieder zurück.

Nun stand dem nächsten großen Abenteuer unserer Namibia-Reise nichts mehr im Wege: einem unvergesslichen Flug über die Dünen der Namib und entlang der Atlantikküste bis nach Swakopmund.

 

Kurz nach dem Start bot sich uns ein Anblick, den wir so schnell nicht vergessen werden. Unter uns erstreckte sich ein scheinbar endloses Meer aus Sand. Dünen reihten sich an Dünen, dazwischen keine Straßen, keine Häuser und kaum Spuren menschlicher Zivilisation. Die gewaltige Weite der Namib wurde aus der Luft noch einmal viel deutlicher als vom Boden aus.

Besonders beeindruckend war der Überflug des Sossusvlei-Gebiets. Plötzlich konnten wir den Big Daddy aus einer völlig neuen Perspektive betrachten. Die mächtige Düne hob sich deutlich von ihrer Umgebung ab und zeigte erst aus der Vogelperspektive ihre gewaltigen Ausmaße. Kaum zu glauben, dass einige Teilnehmer unserer Gruppe am Vortag tatsächlich dort hinaufgewandert waren.

Ein ganz besonderer Moment war für uns der Blick auf das Dead Vlei. Erst einen Tag zuvor waren wir noch zwischen den uralten Akazienbäumen hindurchgelaufen und hatten die bizarre Landschaft aus nächster Nähe erlebt. Nun lag derselbe Ort weit unter uns. Die weißen Lehmböden bildeten einen faszinierenden Kontrast zu den tiefroten Dünen und den dunklen Baumgerippen. Von oben wirkte das Dead Vlei wie ein kunstvoll gemaltes Bild mitten in der Wüste.

Immer wieder klebten unsere Blicke an den Fensterscheiben der kleinen Maschine. Hinter jeder Düne eröffnete sich ein neues beeindruckendes Panorama. Die Formen und Linien der Sandberge erinnerten an die Wellen eines riesigen Ozeans, der vor Millionen von Jahren erstarrt war. Die ständig wechselnden Licht- und Schattenverhältnisse verliehen der Landschaft eine fast unwirkliche Schönheit.

In diesen Momenten wurde uns bewusst, wie privilegiert wir waren, diese einzigartige Landschaft sowohl zu Fuß als auch aus der Luft erleben zu dürfen. Erst die Kombination beider Perspektiven vermittelte einen Eindruck von der tatsächlichen Größe und Schönheit dieses Naturwunders. Der Flug über die Namib gehörte ohne Zweifel zu den eindrucksvollsten Erlebnissen unserer gesamten Reise.

Nachdem wir die gewaltigen Dünen der Namib hinter uns gelassen hatten, erreichten wir die Atlantikküste. Der Kontrast hätte größer kaum sein können. Auf der einen Seite die endlose Wüste, auf der anderen Seite das tiefblaue Meer. Diese einzigartige Begegnung von Sand und Wasser gehört zu den eindrucksvollsten Landschaftsbildern Namibias.

Während des Fluges entlang der Küste gab es ständig Neues zu entdecken. Immer wieder konnten wir große Gruppen von Robben erkennen, die sich an den Stränden sonnten oder im kalten Atlantikwasser tummelten. Von oben wirkten die Tiere fast wie kleine dunkle Punkte, doch ihre Anzahl war beeindruckend. Die Küste Namibias beherbergt einige der größten Robbenkolonien Afrikas.

Besonders aufregend wurde es, als einzelne Passagiere plötzlich auf Wale aufmerksam machten. Tatsächlich konnten wir mehrfach die charakteristischen Wasserfontänen und dunklen Umrisse der Meeressäuger erkennen. Doch wie so oft bei Tierbeobachtungen war die Freude nur von kurzer Dauer. Bis die Kamera bereit war und der Fokus eingestellt werden konnte, war das Flugzeug bereits weitergeflogen oder der Wal wieder in den Tiefen des Atlantiks verschwunden. So blieben die Bilder vor allem in unserer Erinnerung gespeichert.

Ein weiteres Highlight waren die farbenprächtigen Salzfelder bei Walvis Bay. Aus der Luft leuchteten die großen Becken in unterschiedlichen Weiß-, Rosa- und Türkistönen. Unser Pilot erklärte, dass hier Meerwasser in künstlich angelegte Verdunstungsbecken geleitet wird. Durch die starke Sonneneinstrahlung und den ständigen Wind verdunstet das Wasser nach und nach, sodass hochwertiges Meersalz zurückbleibt. Die Salzgewinnung gehört seit vielen Jahrzehnten zu den wichtigen Wirtschaftszweigen der Region. Ein großer Teil des hier gewonnenen Salzes wird in alle Welt exportiert.

Je näher wir Swakopmund kamen, desto deutlicher wurden auch die Gegensätze des Landes sichtbar. Aus der Luft konnten wir die weitläufigen Wohngebiete mit ihren zahlreichen Wellblechhütten erkennen. Die ausgedehnten Siedlungen am Stadtrand zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Lebensverhältnisse in Namibia sind. Zwischen modernen Wohnvierteln und touristischen Einrichtungen liegen oftmals nur wenige Kilometer.

Beim Anflug auf Swakopmund entdeckten wir schließlich ein weiteres bekanntes Wahrzeichen der Stadt: die historische Landungsbrücke, die weit in den Atlantik hineinragt. Von oben bot sich ein wunderschöner Blick auf das Bauwerk und die Brandung des Ozeans. Besonders freuten wir uns darüber, weil für unsere Reisegruppe dort bereits ein gemeinsames Abendessen reserviert war. So konnten wir schon während des Landeanflugs einen Blick auf den Ort werfen, an dem wir den Abend verbringen würden.

Wenig später setzte das Flugzeug sanft auf der Landebahn auf. Ein weiterer unvergesslicher Abschnitt unserer Namibia-Reise lag hinter uns. Der spektakuläre Flug von Solitaire nach Swakopmund hatte uns nicht nur fantastische Ausblicke beschert, sondern auch eine völlig neue Perspektive auf die Vielfalt dieses faszinierenden Landes eröffnet.

Während unser Reiseleiter Levroy mit dem Kleinbus noch immer auf den endlosen Schotterpisten und über die zahlreichen Gebirgspässe unterwegs war, begann für den fliegenden Teil der Reisegruppe bereits das erste Kennenlernen von Swakopmund.

Nach der Landung wurden wir in die Innenstadt gebracht. Schon auf den ersten Blick unterschied sich Swakopmund deutlich von den Orten, die wir bisher in Namibia gesehen hatten. Die gepflegten Straßen, die historische Architektur und die frische Meeresluft vermittelten fast ein wenig das Gefühl, in einer deutschen Kleinstadt angekommen zu sein – nur eben an der Atlantikküste Afrikas.

Da bis zur Ankunft unseres Reiseleiters noch etwas Zeit blieb, nutzten wir die Gelegenheit für einen Besuch im traditionsreichen Café Anton. Das Café genießt weit über die Grenzen Swakopmunds hinaus einen ausgezeichneten Ruf und ist besonders für seine Kuchen, Torten und Kaffeespezialitäten bekannt.

Nach den erlebnisreichen Tagen in der Wüste war es ein besonderer Genuss, gemütlich bei einer Tasse Kaffee zu sitzen und sich durch die reichhaltige Kuchenauswahl zu probieren. Schnell füllten sich die Tische mit Schwarzwälder Kirschtorte, Käsekuchen, Apfelstrudel und anderen Köstlichkeiten. Die gemütliche Atmosphäre lud dazu ein, die Eindrücke des spektakulären Rundfluges noch einmal Revue passieren zu lassen.

Während wir entspannt im Café saßen, hatte Levroy noch einige Stunden Fahrt vor sich. Kilometer um Kilometer kämpfte er sich mit dem Bus über die Schotterstraßen Namibias. Die Strecke führte durch einsame Landschaften, über Pässe und durch trockene Flusstäler, bevor schließlich auch er Swakopmund erreichen würde.

Je länger wir bei Kaffee und Kuchen zusammensaßen, desto größer wurde unser Respekt vor der Leistung unseres Reiseleiters. Während wir die letzten Stunden bequem aus der Luft und anschließend im Café verbrachten, meisterte er die anspruchsvolle Strecke auf dem Landweg. Umso mehr freuten wir uns darauf, ihn später wiederzusehen. 

Nachdem schließlich auch Levroy mit dem Kleinbus in Swakopmund angekommen war und unsere Reisegruppe wieder vollständig. Die lange Fahrt über die Schotterpisten hatte er erfolgreich gemeistert und wurde von uns entsprechend herzlich begrüßt.  Gemeinsam machten sich die Reisegruppe zu einem ersten Spaziergang durch die Stadt auf. 

Während wir die ersten Eindrücke von Swakopmund sammelten, kümmerte sich Levroy bereits um die nächsten organisatorischen Aufgaben. Unser Gepäck wurde von ihm zum Gästehaus gebracht. 

 

Bei unserem Rundgang zeigte sich schnell, warum Swakopmund als die „deutscheste Stadt Namibias“ gilt. Viele Gebäude stammen noch aus der deutschen Kolonialzeit und prägen bis heute das Stadtbild. Historische Fassaden, gepflegte Straßenzüge und zahlreiche deutsche Namen auf Schildern und Geschäften erinnerten immer wieder an dieses Kapitel der Geschichte.

Besonders angenehm war die frische Brise vom Atlantik. Nach den warmen Temperaturen in der Wüste fühlte sich die kühle Meeresluft geradezu erfrischend an. Wir schlenderten durch die Innenstadt, vorbei an kleinen Geschäften, Cafés und historischen Gebäuden, und ließen die besondere Atmosphäre der Stadt auf uns wirken.

Immer wieder blieb die Gruppe stehen, um Fotos zu machen. Die Mischung aus afrikanischem Alltag, deutscher Architektur und der unmittelbaren Nähe zum Ozean verlieh der Stadt einen ganz besonderen Charakter.

 

Als sich der Nachmittag langsam dem Ende zuneigte, holte Levroy uns mit dem Bus wieder ab und brachte uns zu unserem Gästehaus, das Sea Breeze Guesthouse. Dort konnten wir erstmals unsere Zimmer beziehen und uns kurz frisch machen, bevor am Abend bereits der nächste Höhepunkt auf dem Programm stand: das gemeinsame Abendessen auf der historischen Landungsbrücke mit Blick auf den Atlantik und den Sonnenuntergang über dem Meer.

22.05.26

Vom Atlantik zum Etosha-Nationalpark

Nach den kühlen Morgenstunden an der Atlantikküste heißt es heute Abschied nehmen vom Nebel des Ozeans. Vor uns liegt eine der abwechslungsreichsten Fahrten Namibias. Die Route führt durch das Landesinnere über Omaruru und Outjo bis in die Nähe des berühmten Etosha-Nationalparks.

Zunächst begleiten uns noch die typischen Geröll- und Steinlandschaften des zentralen Hochlands. Die Weite wirkt beinahe grenzenlos, und die Straßen ziehen sich schnurgerade durch eine raue, karge Umgebung. Doch je weiter wir nach Norden kommen, desto deutlicher verändert sich das Landschaftsbild. Nach und nach weichen die trockenen Ebenen einer immer grüner werdenden Vegetation.

Besonders auffällig sind die Mopane-Bäume, die nun zunehmend die Szenerie bestimmen. Mal wachsen sie als dichte Büsche, mal als stattliche Bäume und verleihen der Landschaft ihren ganz eigenen Charakter. Die Mopanesavanne zählt zu den wichtigsten Lebensräumen vieler Wildtiere. Ihre Blätter dienen zahlreichen Pflanzenfressern als wertvolle Nahrungsquelle und bilden die Grundlage eines faszinierenden Ökosystems.

Über Omaruru und Outjo erreichen wir schließlich die Region südlich des Etosha-Nationalparks. Die Vorfreude auf die kommenden Safari-Tage steigt mit jedem Kilometer. 

Entlang der Strecke fallen uns immer wieder die zahlreichen Termitenhügel auf, die wie kleine Monumente aus der Landschaft ragen. Manche erreichen beachtliche Höhen und zeugen von der erstaunlichen Baukunst ihrer winzigen Bewohner. Ebenso faszinierend sind die für uns ungewohnten Verkehrsschilder, die regelmäßig auf Wildwechsel oder andere Besonderheiten der afrikanischen Straßen aufmerksam machen und uns immer wieder zum Schmunzeln bringen.

Für einen weiteren Tankstopp halten wir später erneut an. Dort entdecken wir auf der Ladefläche eines Transporters zwei kleine Esel, die geduldig die Aufmerksamkeit der Reisenden auf sich ziehen. Natürlich lassen wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen. Die beiden tierischen Passagiere entwickeln sich schnell zum perfekten Fotomotiv und sorgen für einige schöne Schnappschüsse sowie für ein Lächeln bei allen Beteiligten.

Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte liegt nur wenige Fahrminuten vom Anderson Gate entfernt, dem südlichen Zugang zum Nationalpark. Die wunderschöne Lodge bietet nach der langen Fahrt den perfekten Ort zum Ankommen und Entspannen.

Als die Sonne langsam tiefer sinkt, zeigt sich die Mopanesavanne noch einmal von ihrer schönsten Seite. Das warme Licht taucht die Landschaft in Gold-, Orange- und Rottöne. Die Blätter der Mopane-Bäume scheinen förmlich zu leuchten und schaffen eine Farbenpracht, die man so schnell nicht vergisst. Ein stimmungsvoller Tagesabschluss und zugleich ein Vorgeschmack auf die Naturerlebnisse, die uns im Etosha-Nationalpark erwarten.

 

Am späten Nachmittag erreichen wir die Etosha Safari Lodge, die für die nächsten zwei Nächte unser Zuhause sein wird. Schon bei der Ankunft beeindruckt die weitläufige Anlage, die sich harmonisch in die typisch namibische Buschsavanne einfügt. Das großzügige Hauptgebäude wurde im kolonialen Stil errichtet und vermittelt mit seinen liebevoll ausgewählten Dekorationen und Erinnerungsstücken aus der Zeit der Entdecker und frühen Forscher eine ganz besondere Atmosphäre.

Unser Chalet liegt etwas erhöht und verfügt über eine eigene Veranda. Von hier aus genießen wir einen herrlichen Blick über die weite Ebene, die sich bis zum Horizont erstreckt. Die Ruhe wird lediglich vom Zwitschern der Vögel und den Geräuschen der afrikanischen Buschlandschaft unterbrochen. Es ist der perfekte Ort, um nach einem langen Reisetag die Eindrücke Revue passieren zu lassen.

 

Zum Sundowner verabreden wir uns mit unseren Mitreisenden auf der großzügigen Terrasse der Lodge. Von hier aus schweift der Blick weit über die Buschsavanne. Während wir die besondere Abendstimmung genießen, entdecken wir in der Ferne die ersten Giraffen. Zunächst sind nur ihre charakteristischen Köpfe und langen Hälse zu erkennen, die immer wieder zwischen dem dichten Blätterwerk auftauchen. Ein wunderbarer erster Vorgeschmack auf die Tierwelt, die uns in den kommenden Tagen im Etosha-Nationalpark erwartet.

Langsam versinkt die Sonne hinter dem Horizont und taucht die Landschaft in ein warmes Farbenspiel. Noch lange nach Sonnenuntergang verweilen wir auf der Terrasse und genießen die angenehme Abendluft. Anschließend nehmen wir auf der Außenterrasse des Restaurants Platz. Beim reichhaltigen Abendbuffet lassen wir den Tag entspannt ausklingen. Die Auswahl an Speisen ist vielfältig und lässt keine Wünsche offen. In geselliger Runde werden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht und die Pläne für die morgige Safari geschmiedet – voller Vorfreude auf die Abenteuer, die der nächste Tag bereithält.

23.05.26

Auf Pirsch im Etosha-Nationalpark

Wer möchte, könnte heute ausschlafen – doch wer will das schon, wenn einer der berühmtesten Nationalparks Afrikas direkt vor der Tür liegt? Noch vor Sonnenaufgang klingelt der Wecker. Nach einem schnellen Frühstück packen wir Kamera, Fernglas und ausreichend Wasser ein. Gemeinsam mit zwei weiteren Reiseteilnehmern aus unserer Gruppe haben wir uns für eine ganztägige Safari im offenen Geländewagen entschieden, während der Rest der Gruppe mit unserem Reiseleiter im Minibus auf Pirschfahrt geht.

Bereits in der Morgendämmerung erreichen wir das Anderson Gate. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Fahrzeugen warten wir gespannt auf die Öffnung des Parks. Als sich die Tore schließlich öffnen, rollen die ersten Fahrzeuge langsam in den Etosha-Nationalpark. Die aufgehende Sonne taucht die Savanne in ein warmes, goldenes Licht – ein unvergesslicher Anblick.

Schon nach wenigen Kilometern entdecken wir die ersten Antilopenherden. Friedlich grasen sie in der offenen Landschaft und lassen sich von den Fahrzeugen kaum stören. Die Weite des Parks ist beeindruckend. Auf einer Fläche von mehr als 22.000 Quadratkilometern leben über 240 Wildtier- und mehr als 340 Vogelarten. Wasserstellen sind hier die Lebensadern der Tierwelt und deshalb die besten Orte für Tierbeobachtungen.

Plötzlich kommt Bewegung in den Funkverkehr der Safari-Fahrzeuge. Unser Fahrer erhält eine Meldung, und sofort beschleunigen zahlreiche Fahrzeuge in Richtung einer nahegelegenen Wasserstelle. Dort soll ein Löwe gesichtet worden sein. Was nun folgt, erinnert eher an ein großes Autoscooter-Treffen als an eine ruhige Safari. Jeder Fahrer versucht offensichtlich, für seine Gäste die beste Position zu ergattern. Die Fahrzeuge stehen kreuz und quer, rangieren vor und zurück und suchen die perfekte Sichtlinie. Allein dieses chaotische Schauspiel ist schon eine Attraktion für sich. Es grenzt fast an ein Wunder, dass dabei kein Blechschaden entsteht.

Dann wird die Geduld aller Wartenden belohnt. Ganz entspannt erscheint ein stattlicher Löwe und schreitet gemächlich durch die Savanne. Unbeeindruckt von den zahlreichen Fahrzeugen zieht er seine Bahn durch das hohe Gras. Für einige Minuten gehört ihm die volle Aufmerksamkeit aller Besucher. Kameras klicken im Sekundentakt und jeder versucht, den perfekten Moment festzuhalten. Ein beeindruckender Anblick und zweifellos einer der Höhepunkte unserer Reise.

Im Laufe des Tages besuchen wir weitere Wasserstellen, an denen sich immer wieder neue Tierarten zeigen. Zebras, Gnus, Oryxantilopen und Giraffen kommen zum Trinken. In der Ferne entdecken wir sogar einige Elefanten, die gemächlich durch das Buschland ziehen. Die offene Vegetation des Etosha-Nationalparks ermöglicht dabei immer wieder fantastische Ausblicke auf die Tierwelt.

Je länger der Tag dauert, desto mehr verstehen wir, warum ein einziger Tag für diesen gewaltigen Nationalpark eigentlich viel zu kurz ist. Hinter jeder Kurve wartet eine neue Überraschung, an jeder Wasserstelle spielt sich ein anderes Kapitel des afrikanischen Tierlebens ab. 

Für einen kurzen Zwischenstopp legen wir an einem Rastplatz im Park eine Pause ein. Die Gelegenheit wird nicht nur für einen Toilettengang genutzt, sondern auch, um einen Aussichtsturm zu besteigen. Von oben bietet sich ein beeindruckender Blick über die scheinbar endlose Weite des Etosha-Nationalparks. Erst aus dieser Perspektive wird deutlich, wie riesig das Schutzgebiet tatsächlich ist. Die flache Landschaft erstreckt sich bis zum Horizont und vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Wildnis.

Direkt am Rastplatz entdecken wir außerdem das Skelett eines Elefantenschädels. Die gewaltigen Knochen lassen erahnen, welch mächtige Tiere hier durch die Savanne ziehen. Ein faszinierender, aber zugleich nachdenklich stimmender Anblick, der die Vergänglichkeit in der Natur eindrucksvoll vor Augen führt.

Nach dieser kurzen Pause steigen wir wieder in unseren offenen Geländewagen und setzen die Safari fort. Voller Spannung halten wir Ausschau nach weiteren Bewohnern des Parks. Hinter jedem Busch, an jeder Wasserstelle und auf jeder neuen Piste könnte bereits die nächste überraschende Tierbeobachtung auf uns warten.

Während unserer Safari gab es hinter jeder Kurve etwas Neues zu entdecken. Immer wieder begegneten uns unterschiedliche Tierarten, sodass die Fahrt zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. Besonders beeindruckt waren wir von einer Riesentrappe, (Kori Bustard) der einer der  größten flugfähigen Vogel der Welt ist. Ein ausgewachsenes Männchen kann ein Gewicht von bis zu 16 Kilogramm erreichen und wirkt mit seiner Größe und seinem selbstbewussten Auftreten äußerst imposant. Gemächlich schritt er durch die Savanne und ließ sich von unserer Anwesenheit kaum stören.

Große Freude bereiteten uns auch die zahlreichen Zebraherden, die wir im Laufe des Tages immer wieder beobachten konnten. Mal grasten sie friedlich in kleineren Gruppen, mal standen dutzende Tiere gemeinsam auf den offenen Ebenen. Ihre schwarz-weißen Streifen bildeten einen faszinierenden Kontrast zur rötlichen Erde und dem gelblichen Gras der Savanne.

Nicht nur die großen Tiere zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Während der Fahrt entdeckten wir auch mehrere kunstvoll gebaute Nester der Webervögel. Die teilweise erstaunlich großen Gemeinschaftsnester hingen in den Bäumen und wirkten wie sorgfältig geflochtene Kunstwerke. Es ist beeindruckend, mit welcher Präzision diese kleinen Vögel ihre Behausungen errichten. Gerade diese oft übersehenen Details machen eine Safari im Etosha-Nationalpark so abwechslungsreich und zeigen, dass die Faszination der Natur nicht nur den großen Wildtieren vorbehalten ist.

 

Einen weiteren Höhepunkt unserer Safari erreichen wir an der berühmten Etosha-Salzpfanne. Dieser gewaltige, nahezu schneeweiß wirkende Landstrich erstreckt sich bis zum Horizont und vermittelt eine beinahe surreale Atmosphäre. Die Weite ist kaum zu beschreiben – Himmel und Erde scheinen hier miteinander zu verschmelzen.

Soweit das Auge reicht, versammeln sich Tiere an den Wasserstellen und auf den angrenzenden Ebenen. Zebraherden ziehen gemächlich vorbei, Oryxantilopen und Springböcke grasen in der offenen Landschaft, während Gnus und Giraffen immer wieder zwischen den Büschen auftauchen. Die große Salzpfanne wirkt wie ein Magnet für die Tierwelt des Parks und bietet hervorragende Möglichkeiten zur Beobachtung.

Für uns ist dieser Ort einer der beeindruckendsten des gesamten Tages. Die Kombination aus der scheinbar endlosen Weite, den zahlreichen Tieren und dem besonderen Licht macht die Salzpfanne zu einem unvergesslichen Erlebnis. Immer wieder schweift der Blick über die Landschaft, und mit jeder Minute entdeckt man neue Details und weitere Tiere. Hier wird eindrucksvoll deutlich, warum der Etosha-Nationalpark zu den faszinierendsten Naturschutzgebieten Afrikas zählt.

Zur Mittagszeit erreichen wir einen der eingezäunten Rastplätze im Nationalpark. Diese sogenannten Camps bieten den Besuchern eine sichere Möglichkeit für eine Pause, denn außerhalb der umzäunten Bereiche sollte man das Fahrzeug aus verständlichen Gründen nicht verlassen. Neben sanitären Anlagen gibt es hier auch schattige Sitzgelegenheiten, die nach den vielen Stunden im offenen Safarifahrzeug besonders willkommen sind.

Von unserem Guide erhalten wir ein reichhaltig gefülltes Lunchpaket, das keine Wünsche offenlässt. Während wir unser Mittagessen genießen, tut die kleine Auszeit inmitten der beeindruckenden Natur ausgesprochen gut. Die Ruhe des Ortes bildet einen angenehmen Kontrast zu den vielen aufregenden Tierbeobachtungen des Vormittags.

Direkt am Rastplatz fällt uns ein riesiges Gemeinschaftsnest der Webervögel ins Auge. Das gewaltige Gebilde hängt wie ein überdimensionaler Strohdach-Bungalow in den Ästen eines Baumes. Rund um das Nest herrscht reger Flugbetrieb. Unermüdlich fliegen die kleinen Vögel ein und aus, bauen an ihren Kammern weiter oder versorgen ihren Nachwuchs. Das geschäftige Treiben ist faszinierend zu beobachten.

Doch nicht nur die Vogelwelt zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Bei unserem Rundgang entdecken wir auch allerlei Kleingetier. Seltsam geformte Käfer krabbeln über den sandigen Boden, während sich mehrere Geckos geschickt zwischen Steinen und Mauern bewegen. Oft sind es gerade diese kleinen Bewohner der Savanne, die man leicht übersieht, die aber einen ebenso spannenden Einblick in die Vielfalt des Etosha-Nationalparks bieten wie die großen Wildtiere.

Langsam wird es Zeit, den Rückweg in Richtung Parkausgang anzutreten. Auf diesem Teil der Strecke zeigt sich die Tierwelt jedoch deutlich zurückhaltender. Die erhofften Begegnungen bleiben zunächst aus, und die Tiere scheinen sich vor uns zu verstecken. Dennoch kommt keine Langeweile auf, denn die atemberaubende Landschaft des Etosha-Nationalparks fasziniert uns weiterhin. Die weiten Ebenen, die vereinzelten Bäume und das ständig wechselnde Licht bieten immer wieder neue Fotomotive.

Gerade als wir uns damit abfinden, dass die großen Tierbeobachtungen für heute vielleicht vorbei sind, erhält unser Guide eine Nachricht über Funk. In einem anderen Teil des Parks wurden Elefanten gesichtet. Sofort macht sich unser Fahrer auf den Weg dorthin.

Als wir die Wasserstelle erreichen, können wir zunächst lediglich drei Elefanten erkennen. Doch plötzlich wird unser Guide sichtlich aufgeregt. „Wir müssen uns beeilen“, ruft er und steuert einen besseren Aussichtspunkt an. Wenige Augenblicke später verstehen wir auch warum.

Aus der Ferne nähert sich eine riesige Elefantenherde. Einer nach dem anderen marschieren die Tiere direkt an unserem Safarifahrzeug vorbei und bewegen sich zielstrebig auf die Wasserstelle zu. Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht folgen die Elefanten einander. Alte Bullen, ausgewachsene Kühe, halbwüchsige Jungtiere und sogar die kleinsten Kälber sind dabei. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, das uns alle sprachlos macht.

An der Wasserstelle angekommen beginnt das große Treiben. Die Elefanten trinken ausgiebig, bespritzen sich mit Wasser und bedecken sich anschließend mit Schlamm und Staub. Besonders die jungen Tiere sorgen für Unterhaltung, wenn sie ausgelassen im Wasser spielen und dabei ihre noch ungeübten Rüssel einsetzen. Wir beobachten die Herde voller Begeisterung und können unser Glück kaum fassen. Nach den eher ruhigen Stunden am Nachmittag erleben wir noch einmal einen absoluten Höhepunkt unserer Safari.

Diese Begegnung mit der gewaltigen Elefantenherde wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Kaum ein Foto kann wiedergeben, wie beeindruckend es ist, wenn Dutzende dieser majestätischen Tiere unmittelbar vor einem vorbeiziehen. Ein perfekter Abschluss für einen unvergesslichen Tag im Etosha-Nationalpark.

Schließlich neigt sich dieser erlebnisreiche Tag dem Ende zu. Langsam machen wir uns auf den Weg zum Ausgang des Etosha-Nationalparks. Noch einmal schweift unser Blick über die weite Savanne, als wollten wir die Eindrücke des Tages möglichst lange festhalten. Die untergehende Sonne taucht die Landschaft in ein warmes Licht und sorgt für einen stimmungsvollen Abschied von diesem einzigartigen Naturparadies.

Am Anderson Gate verlassen wir den Nationalpark und werden zurück zu unserer Lodge gebracht. Während der Fahrt lassen wir die vielen Erlebnisse noch einmal Revue passieren: die erste Löwensichtung, die unzähligen Antilopen und Zebras, die beeindruckende Salzpfanne, die kunstvollen Webervogelnester und natürlich die gewaltige Elefantenherde an der Wasserstelle. Jede Begegnung war auf ihre Weise etwas Besonderes.

Für uns steht fest: Die Entscheidung für die ganztägige Safari im offenen Fahrzeug war genau die richtige. Die unmittelbare Nähe zur Natur, die Geräusche der Savanne, die Gerüche des Busches und der freie Blick in alle Richtungen machten das Erlebnis besonders intensiv. Man fühlt sich nicht nur als Beobachter, sondern als Teil der Umgebung.

Bereut haben wir diese Entscheidung keine Sekunde. Allerdings berichteten auch unsere Mitreisenden, die gemeinsam mit Levroy im geschlossenen Fahrzeug unterwegs waren, von zahlreichen und beeindruckenden Tierbeobachtungen. Auch sie hatten Löwen, Elefanten, Zebras, Giraffen und viele weitere Tiere gesehen und kehrten begeistert zur Lodge zurück. So zeigte sich einmal mehr, dass jede Safari im Etosha-Nationalpark ihre ganz eigenen Höhepunkte bereithält.

Beim gemeinsamen Abendessen werden schließlich die Erlebnisse des Tages ausgetauscht, Fotos verglichen und Geschichten erzählt. Schnell wird klar: Dieser Tag im Etosha-Nationalpark gehört für viele von uns zu den absoluten Höhepunkten der gesamten Namibia-Reise. Ein unvergessliches Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Zurück in der Lodge gönnen wir uns zunächst noch etwas Zeit auf der Aussichtsterrasse. Nach den vielen Eindrücken des Tages tut es gut, einfach nur dazusitzen und den Blick über die endlose Weite der namibischen Buschsavanne schweifen zu lassen. Die tief stehende Sonne taucht die Landschaft erneut in warme Farben und sorgt für eine ganz besondere Stimmung.

Da viele der anderen Safari-Gäste noch unterwegs sind, herrscht auf der Terrasse eine angenehme Ruhe. Nur vereinzelt sind Vogelstimmen zu hören, während ein leichter Wind durch die Bäume streicht. In dieser friedlichen Atmosphäre lassen wir die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren. Die Begegnungen mit Löwen, Zebras und vor allem der großen Elefantenherde erscheinen fast unwirklich und doch liegen sie erst wenige Stunden zurück.

Mit einem kühlen Getränk in der Hand genießen wir diesen Moment der Entschleunigung und sind dankbar für die vielen unvergesslichen Eindrücke, die uns dieser Tag im Etosha-Nationalpark beschert hat.

24.05.26

Etosha-Nationalpark und Otavi-Dreieck

Auch der heutige Tag beginnt wieder früh. Noch vor Sonnenaufgang verlassen wir die Lodge und machen uns gemeinsam mit unserem Guide Levroy auf den Weg in den Etosha-Nationalpark. Obwohl wir erst gestern einen unvergesslichen Safaritag erlebt haben, ist die Vorfreude auf die erneute Pirschfahrt groß. Schließlich weiß man nie, welche Überraschungen der Park bereithält.

Schon kurz nach der Einfahrt in den Nationalpark werden wir belohnt. Bereits in den frühen Morgenstunden entdecken wir einige Tierarten, die sich am Vortag vor uns verborgen hatten. Genau das macht den besonderen Reiz einer Safari aus: Jeder Tag verläuft anders und jede Fahrt eröffnet neue Perspektiven auf die faszinierende Tierwelt Namibias.

 

An den Wasserlöchern herrscht bereits reger Betrieb. Springböcke, Zebras, Oryxantilopen und Elefanten nutzen die frühen Morgenstunden, um ihren Durst zu stillen. Geduldig beobachten wir das Kommen und Gehen der Tiere und genießen die besondere Stimmung, die über den Wasserstellen liegt. Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig diese wenigen Wasserquellen für das Leben im Etosha-Nationalpark sind.

Während wir durch die abwechslungsreiche Landschaft fahren, verändert sich das Bild ständig. Mal dominieren offene Grasflächen, dann wieder Buschland und vereinzelte Baumgruppen. Hinter jeder Kurve hoffen wir auf die nächste spannende Sichtung und halten die Kameras stets griffbereit.

Mit jedem Kilometer wird uns bewusst, dass sich unser Aufenthalt im Etosha-Nationalpark langsam dem Ende nähert. Doch bevor wir den Park verlassen, warten sicherlich noch einige Überraschungen auf uns. Die einzigartige Mischung aus beeindruckender Tierwelt, faszinierenden Landschaften und der unendlichen Weite macht auch diesen zweiten Safaritag zu einem besonderen Erlebnis.

An einer der Wasserstellen erwartet uns schließlich ein weiteres Highlight. Schon von Weitem fällt auf, dass sich zahlreiche Zebras, Antilopen und andere Tiere in respektvollem Abstand rund um das Wasserloch versammelt haben. Keines der Tiere wagt es jedoch, sich dem Wasser zu nähern. Offenbar gibt es dafür einen guten Grund.

Als wir genauer hinschauen, entdecken wir eine Löwenfamilie, die es sich direkt an der Wasserstelle gemütlich gemacht hat. Mehrere Löwinnen liegen entspannt im Schatten, während ihre Jungtiere neugierig miteinander spielen und die Umgebung erkunden. Die kleinen Löwen tollen ausgelassen umher, balgen sich spielerisch und sorgen immer wieder für amüsante Szenen.

Ringsum herrscht gespannte Aufmerksamkeit. Die anderen Tiere beobachten die Raubkatzen genau und warten geduldig auf ihre Gelegenheit zum Trinken. Solange die Löwen anwesend sind, wagt sich kaum jemand näher an das Wasserloch heran. Dieses Verhalten macht eindrucksvoll deutlich, welchen Respekt die Könige der Savanne bei den übrigen Bewohnern des Parks genießen.

Für uns ist es eine besondere Beobachtung, nicht nur die Löwen selbst zu sehen, sondern auch das Zusammenspiel zwischen Räubern und Beutetieren mitzuerleben. Die friedlich wirkende Szene an der Wasserstelle zeigt zugleich die ständige Wachsamkeit und die natürlichen Regeln des Lebens in der Wildnis. Die Löwenfamilie mit ihren Jungtieren gehört zweifellos zu den schönsten Tierbeobachtungen unserer gesamten Reise durch den Etosha-Nationalpark.

Lange Zeit führt unsere Route parallel zur gewaltigen Etosha-Salzpfanne. Dieses Landschaftsbild unterscheidet sich deutlich von den Savannenabschnitten, die wir bislang kennengelernt haben. Die riesige, weiß schimmernde Fläche reicht scheinbar bis zum Horizont und erzeugt eine fast surreale Atmosphäre. Besonders im Morgenlicht wirkt die Salzpfanne wie eine endlose Ebene aus hellem Sand oder Schnee. Immer wieder sind am Rand der Pfanne Tierherden zu erkennen, die auf Nahrungssuche entlangwandern oder sich vorsichtig auf die offene Fläche hinauswagen.

Bei einer weiteren Raststelle erleben wir noch einmal Tierbeobachtungen der ganz besonderen Art – diesmal allerdings nicht aus sicherer Entfernung, sondern quasi direkt am Tisch. Während wir eine kleine Pause einlegen und einige Nüsse sowie Rosinen auf einem Teller bereitlegen, erscheint plötzlich ein frecher, grün schimmernder Vogel. Kaum haben wir ihn bemerkt, bedient er sich bereits geschickt an unseren Vorräten. Mit erstaunlicher Dreistigkeit schnappt er sich eine Nuss nach der anderen. 

Doch damit nicht genug. Auch einige putzige Kap-Borstenhörnchen eine Eichhörnchenform entdecken schnell die vermeintlich leichte Beute. Ohne große Scheu nähern sie sich den Sitzplätzen und erfreuen sich ebenfalls an den bereitliegenden Nüssen. Mit ihren flinken Bewegungen und neugierigen Blicken sorgen sie immer wieder für heitere Momente und zahlreiche Fotomotive.

Plötzlich werden wir auf einen ungewöhnlichen Geräuschpegel aufmerksam. Aus einem nahegelegenen Baum dringt ein regelrechtes Konzert aus Zwitschern, Pfeifen und lautem Rufen. Neugierig richten wir unseren Blick nach oben und entdecken mehrere wunderschön gefärbte Vögel, die offensichtlich miteinander um die besten Plätze in den Ästen streiten. Das lebhafte Treiben und der ordentliche Radau stehen in starkem Kontrast zur sonst so friedlichen Umgebung und ziehen unsere Aufmerksamkeit für einige Zeit auf sich.

Wieder einmal zeigt sich, dass eine Safari nicht nur von den berühmten „Big Five“ lebt. Auch die kleinen Begegnungen mit Vögeln, Erdhörnchen und anderen Bewohnern des Parks machen den besonderen Reiz des Etosha-Nationalparks aus und sorgen immer wieder für überraschende und unvergessliche Momente.

Auf der Weiterfahrt beweist Levroy einmal mehr seinen geschulten Blick für die kleinen Wunder der Natur. Plötzlich bremst er das Fahrzeug und weist auf einen eher ungewöhnlichen Bewohner des Parks hin. Mitten auf der Straße entdecken wir ein kleines grünes Chamäleon – eine Tierart, die vielen Besuchern aufgrund ihrer hervorragenden Tarnung verborgen bleibt.

Fasziniert beobachten wir das Tier bei seiner gemächlichen Wanderung. Besonders seine eigentümliche Gangart sorgt für Erheiterung. Mit langsamen, wiegenden Bewegungen setzt es vorsichtig einen Fuß vor den anderen und erinnert dabei fast an ein Blatt, das im Wind hin und her schaukelt. Offenbar dient diese Bewegung dazu, sich noch besser in seiner Umgebung zu tarnen.

Geduldig verfolgen wir seinen Weg über die Straße und nutzen die Gelegenheit für einige Fotos. Dann wird Levroy aktiv. Da auf der Piste immer wieder Fahrzeuge unterwegs sind, möchte er verhindern, dass das kleine Reptil versehentlich überfahren wird. Behutsam setzt er das Chamäleon auf und trägt es sicher an den Straßenrand, wo es seinen Weg durch das Buschland fortsetzen kann.

Diese kleine Begegnung gehört vielleicht nicht zu den spektakulärsten Sichtungen des Tages, bleibt uns aber besonders in Erinnerung. Sie zeigt, dass eine Safari nicht nur von den großen und berühmten Tieren lebt. Oft sind es gerade die unscheinbaren Bewohner des Parks und die kleinen Momente am Wegesrand, die eine Reise durch den Etosha-Nationalpark so besonders machen.

Kurz darauf erreichen wir eine weitere Wasserstelle und legen erneut einen Beobachtungsstopp ein. Geduldig beobachten wir das Geschehen rund um das Wasserloch und entdecken immer wieder neue Tiere, die aus unterschiedlichen Richtungen herankommen.

Nach einiger Zeit nähert sich eine größere Zebraherde. Vorsichtig bewegen sich die Tiere in Richtung Wasser und halten dabei ihre Umgebung stets aufmerksam im Blick. Während einige bereits trinken, sichern andere die Gruppe und beobachten aufmerksam die Umgebung. Es ist faszinierend, dieses natürliche Verhalten aus nächster Nähe mitzuerleben.

Wenig später erscheinen auch mehrere Giraffen zwischen den Bäumen. Langsam und elegant schreiten sie aus dem Dickicht hervor und nähern sich der Wasserstelle. Mit ihren langen Hälsen ragen sie weit über die übrigen Tiere hinaus und bieten einen beeindruckenden Anblick. 

Diese Wasserstelle gefällt uns besonders gut. Im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen des Parks präsentiert sich die Umgebung hier überraschend grün. Dichte Büsche, schattenspendende Bäume und saftige Vegetation verleihen dem Ort eine fast parkähnliche Atmosphäre. Das satte Grün bildet einen wunderschönen Kontrast zur trockenen Savannenlandschaft, die wir sonst häufig im Etosha-Nationalpark erleben.

So verbringen wir einige Zeit damit, das friedliche Kommen und Gehen der Tiere zu beobachten. Wieder einmal wird deutlich, wie wichtig diese Wasserstellen für das Leben im Park sind. Sie sind Treffpunkt, Trinkplatz und Bühne zugleich – und für uns einer der besten Orte, um die faszinierende Tierwelt Namibias hautnah zu erleben.

Auf der Weiterfahrt wird unsere Aufmerksamkeit zunächst von einem außergewöhnlich bunt gefärbten Vogel geweckt, der sich auf einem Ast direkt neben der Straße niedergelassen hat. Sein farbenprächtiges Gefieder,eine Gabelracke (Lilac-breasted Roller) leuchtet in der Sonne und hebt sich deutlich von der Umgebung ab. Während wir noch versuchen, ihn mit der Kamera einzufangen, wartet bereits das nächste Highlight auf uns.

Nur wenige Augenblicke später entdecken wir unmittelbar neben unserem Fahrzeug eine Elefantenherde. Die mächtigen Tiere ziehen gemächlich parallel zur Straße durch das Buschland und lassen sich dabei erstaunlich gut beobachten. Besonders beeindruckend ist die Ruhe, die die Dickhäuter ausstrahlen. Einige Jungtiere laufen geschützt zwischen den erwachsenen Tieren, während die Herde langsam ihren Weg fortsetzt.

Dann erreichen die Elefanten die Straße und beginnen, diese direkt vor uns zu überqueren. Für einen Moment steht die Zeit still. In aller Ruhe marschieren die Tiere einer nach dem anderen über die Fahrbahn und verschwinden anschließend wieder im Busch. Es ist ein wunderbares Naturschauspiel, das wir aus nächster Nähe erleben dürfen.

Leider wird dieser besondere Moment etwas getrübt. Einige Autofahrer verhalten sich ausgesprochen rücksichtslos. Immer wieder drängen sich Fahrzeuge vor andere Beobachter, um eine bessere Sicht zu erhalten. Manche Fahrer folgen den Elefanten sogar und kommen ihnen dabei deutlich näher, als es eigentlich angebracht wäre. Dieses Verhalten wirkt auf uns respektlos gegenüber den Tieren und nimmt anderen Besuchern die Möglichkeit, die Situation in Ruhe zu genießen.

Gerade in einem Nationalpark sollte der Schutz und das Wohlergehen der Tiere immer an erster Stelle stehen. Mit etwas mehr Geduld, Rücksichtnahme und Respekt gegenüber der Natur wäre dieses beeindruckende Erlebnis für alle Beteiligten noch schöner gewesen. Die Elefanten selbst ließen sich von dem Trubel glücklicherweise nicht aus der Ruhe bringen und schenkten uns dennoch eine der eindrucksvollsten Begegnungen des Tages.

Bevor wir unsere Unterkunft erreichen, legt Levroy noch einen letzten Tankstopp ein. Während das Fahrzeug betankt wird, beobachten wir das geschäftige Treiben rund um die Tankstelle und den kleinen Markt. Händler bieten Obst, Gemüse und allerlei Waren des täglichen Bedarfs an, Menschen kommen und gehen, und für einen Moment erhalten wir einen kleinen Einblick in den Alltag abseits der touristischen Routen.

Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich die Dornhügel Gästefarm. Schon bei der Ankunft werden wir ausgesprochen herzlich empfangen und fühlen uns sofort willkommen. Nach den erlebnisreichen Tagen im Etosha-Nationalpark wirkt die Farm wie eine grüne Oase inmitten der namibischen Landschaft.

Die traditionsreiche Farm liegt östlich von Grootfontein und wird bereits seit vielen Generationen bewirtschaftet. Auf dem weitläufigen Gelände verbinden sich authentisches Farmleben und komfortable Gastfreundschaft auf besonders angenehme Weise. Neben der Rinderzucht leben hier zahlreiche Wildtiere wie Giraffen, Kudus, Warzenschweine und verschiedene Antilopenarten, die sich frei auf dem Gelände bewegen.

Besonders beeindruckend ist die liebevoll gepflegte Anlage mit ihrem üppig grünen Innenhof, schattenspendenden Bäumen und einer Atmosphäre, die sofort zum Entspannen einlädt. Die Gastgeber legen großen Wert darauf, ihren Gästen das Leben auf einer namibischen Farm näherzubringen. Viele der Lebensmittel stammen aus eigener Produktion, von hausgemachten Marmeladen über frisches Gemüse bis hin zu Fleisch aus eigener Zucht.

 

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, genießen wir die ruhige Atmosphäre der Farm. Nach den aufregenden Safaritagen ist dies genau der richtige Ort, um zur Ruhe zu kommen und die vielen Eindrücke unserer Reise noch einmal Revue passieren zu lassen.

Einen ganz besonderen Abend erleben wir auf der Dornhügel Farm. Statt eines gewöhnlichen Abendessens erwartet uns ein geselliger und zugleich sehr informativer Abend. John, der Betreuer der Farm, nimmt gemeinsam mit uns am Tisch Platz und erzählt ausführlich aus seinem Leben, über die Geschichte der Farm und über den Alltag in Namibia. Mit viel Humor und großer Offenheit beantwortet er unsere Fragen und gibt uns interessante Einblicke in das Leben auf einer namibischen Gästefarm. Schnell entwickelt sich eine lockere und herzliche Atmosphäre, sodass die Stunden wie im Flug vergehen.

Für einen ganz besonderen Höhepunkt sorgt schließlich die Köchin. Bevor das Essen serviert wird, tritt sie vor die Gruppe und erklärt das Abendmenü in ihrer Muttersprache. Sofort wird es still im Raum, denn die für uns ungewohnten Klicklaute klingen faszinierend und vollkommen anders als alles, was wir bisher gehört haben. Auch wenn wir kein einziges Wort verstehen, lauschen wir gespannt ihren Ausführungen. Die Sprache wirkt auf uns gleichermaßen exotisch wie beeindruckend.

Erst durch Johns Übersetzung erfahren wir, was uns erwartet: ein traditionell zubereitetes Kudugulasch. Die Vorfreude steigt sofort, und wir werden nicht enttäuscht. Das Fleisch ist wunderbar zart, die Sauce aromatisch und perfekt abgeschmeckt. Das Gericht schmeckt ausgezeichnet und findet großen Anklang bei der gesamten Reisegruppe. Viele sind sich einig, dass es zu den besten Mahlzeiten der bisherigen Reise gehört.

Doch damit ist der kulinarische Abend noch nicht beendet. Auch der Nachtisch begeistert uns. Liebevoll angerichtet und ausgesprochen lecker bildet er den perfekten Abschluss eines rundum gelungenen Essens. Während wir noch lange zusammensitzen und den Geschichten von John lauschen, wird uns bewusst, dass es oft gerade diese persönlichen Begegnungen sind, die eine Reise so besonders machen. Dieser Abend auf der Dornhügel Farm wird uns daher mindestens genauso in Erinnerung bleiben wie viele der beeindruckenden Tierbeobachtungen der vergangenen Tage.

Nach dem köstlichen Abendessen ist der Tag für uns noch nicht vorbei. Im Außenbereich der Farm brennt bereits ein gemütliches Lagerfeuer, um das wir uns versammeln. Die Flammen knistern leise in der angenehmen Abendluft, während über uns der beeindruckende Sternenhimmel Namibias erstrahlt. Fernab von großen Städten wirkt der Nachthimmel hier besonders klar, und unzählige Sterne funkeln über der dunklen Savanne.

Mit einem Gin Tonic in der Hand genießen wir die entspannte Atmosphäre am Feuer. Die Gespräche drehen sich um die Erlebnisse der vergangenen Tage, die vielen Tierbeobachtungen und die Besonderheiten des Landes. Natürlich ist auch John wieder mit dabei. Als Gastgeber nimmt er sich viel Zeit für seine Gäste und sorgt mit seinen Geschichten und Anekdoten für beste Unterhaltung. Immer wieder berichtet er von seinem Leben auf der Farm, von den Herausforderungen des Farmalltags und von den Veränderungen, die Namibia in den vergangenen Jahren erlebt hat.

So sitzen wir noch lange gemeinsam am Lagerfeuer, lauschen den Geschichten und genießen die besondere Stimmung dieses Abends. Das warme Licht der Flammen, die angenehme Gesellschaft und die Ruhe der afrikanischen Nacht schaffen eine Atmosphäre, die man kaum in Worte fassen kann. Es sind genau diese Momente, die eine Reise unvergesslich machen und noch lange nach der Rückkehr in Erinnerung bleiben.

25.05.26

Vom Otavi-Dreieck über Rundu zu den Popafällen

Heute erleben wir eine völlig neue Seite Namibias. Hinter Grootfontein überqueren wir die sogenannte „Rote Linie“, einen Veterinärzaun, der das Land durchzieht. Kaum haben wir ihn passiert, verändert sich die Landschaft deutlich. Die weiten, oft menschenleeren Ebenen, die wir bislang mit Namibia verbinden, weichen einer grüneren und deutlich dichter besiedelten Region. Entlang der Straße liegen kleine Dörfer, zwischen denen hohe Bäume und Palmen aufragen.

Während der Fahrt beobachten wir immer wieder Kinder, die große Wasserbehälter tragen oder ziehen und zu den Wasserstellen unterwegs sind. Die Versorgung mit Wasser gehört hier vielerorts noch zum Alltag und macht uns bewusst, wie unterschiedlich die Lebensbedingungen im Vergleich zu Europa sind. Ebenso faszinieren uns die einfachen Behausungen entlang der Straße. Viele bestehen aus Holz, Lehm und Wellblech und vermitteln einen Eindruck vom Leben der Menschen in dieser Region.

Unser Guide Levroy erzählt uns, dass die Arbeitslosigkeit hier sehr hoch ist und viele Familien nur über ein geringes Einkommen verfügen. Die Menschen leben oft unter einfachen Bedingungen, begegnen uns jedoch immer wieder mit Freundlichkeit und einem herzlichen Lächeln. Diese Eindrücke beschäftigen uns noch lange und geben unserer Reise eine ganz besondere Tiefe.

Unsere Route führt uns weiter nach Rundu, der zweitgrößten Stadt des Landes. Direkt am mächtigen Okavango gelegen, bildet sie die natürliche Grenze zu Angola. Schon während der Fahrt spüren wir, wie sehr dieser Fluss das Leben der Menschen in der Region prägt. Das satte Grün entlang seiner Ufer steht in starkem Kontrast zu den trockenen Landschaften, die wir in den vergangenen Tagen durchquert haben.

 

Besonders interessant fanden wir die Straßenbauarbeiten entlang unserer Route. Während bei uns schwere Maschinen und umfangreiche Absperrungen zum Standard gehören, wird hier vieles noch in Handarbeit erledigt. Oft sehen wir Arbeiter, die lediglich mit Schaufeln und Pickeln ausgestattet direkt am Straßenrand arbeiten. Große Sicherheitsvorkehrungen oder aufwendige Absperrungen gibt es dabei kaum. Stattdessen werden Baustellen häufig mit großen Steinen markiert, die als einfache Straßenblockaden dienen und die Verkehrsteilnehmer zum langsamen Fahren anhalten sollen. Für uns ein ungewohnter Anblick, der einmal mehr zeigt, wie unterschiedlich der Alltag in Namibia im Vergleich zu Europa ist.

Mitten in der üppigen Flusslandschaft des Okavango liegt die Nunda River Lodge wie ein kleines Paradies am Wasser. Unter schattenspendenden Bäumen schmiegen sich die gemütlichen Bungalows ans Ufer, während der Blick über den gemächlich dahinfließenden Fluss schweift. Hier bestimmen die Geräusche der Natur den Tagesrhythmus: das Zwitschern unzähliger Vögel am Morgen, das Rascheln der Blätter im Wind und am Abend das tiefe Grunzen der Flusspferde, die sich im Wasser tummeln.

Gastgeber Eugenie Foster und Cameron Wilson empfangen ihre Gäste mit herzlicher Gastfreundschaft und sorgen dafür, dass man sich vom ersten Moment an willkommen fühlt. Nach einem erlebnisreichen Tag in der Wildnis bietet der Pool eine erfrischende Abkühlung, bevor die untergehende Sonne den Okavango in warmes Gold taucht.

Die Lodge ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen des nahegelegenen Mahango National Park und der Popafälle. Ob Bootsfahrten auf dem Fluss, Vogelbeobachtungen oder Safaris zu Elefanten, Antilopen und Flusspferden – rund um die Nunda River Lodge wartet die faszinierende Tierwelt Namibias direkt vor der Tür. darauf tauschen wir die Straße gegen das Wasser und gleiten mit dem Boot über den Okavango. Die ruhige Flusslandschaft eröffnet uns eine faszinierende Vogelwelt. Immer wieder entdecken wir Fischreiher am Ufer, und können uns an den weißen Seerosen kaum sattsehen .

 

 

 

 

Eine Szene bei unserer Ankunft in der Lodge bleibt uns besonders in Erinnerung. Unser Gepäck wurde von einer kleinen, zierlichen Frau zu unserer Unterkunft gebracht. Mit erstaunlicher Leichtigkeit balancierte sie das schwere Gepäckstück auf ihrem Kopf und bewegte sich damit sicher über die Stege der Anlage. Wir mussten unwillkürlich staunen – und ehrlich gesagt hätten wir ihr die Tasche am liebsten selbst abgenommen.

Unser Guide Levroy erklärte uns jedoch, dass sich die Frauen der Umgebung regelrecht um diese Aufgabe bemühen. Für viele von ihnen ist dies eine willkommene Möglichkeit, sich durch ein Trinkgeld etwas dazuzuverdienen und so das Einkommen ihrer Familien aufzubessern. Diese Begegnung machte uns einmal mehr bewusst, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten hier sind und welchen Stellenwert selbst kleine Verdienstmöglichkeiten haben können.

Gleichzeitig beeindruckte uns die Selbstverständlichkeit und Würde, mit der die Frau ihre Arbeit verrichtete. Was für uns ungewöhnlich erschien, gehörte für sie ganz selbstverständlich zum Alltag. Solche Begegnungen sind es, die eine Reise nicht nur landschaftlich, sondern auch menschlich besonders bereichernd machen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause in unserer Unterkunft treffen wir uns am späten Nachmittag wieder mit der Gruppe zu einer Bootsfahrt auf dem Kwando. Ziel sind die Popafälle, wo uns ein Sundowner in besonderer Atmosphäre erwartet.

Schon auf dem Weg dorthin machen wir unsere ersten Bekanntschaften mit den Flusspferden. Immer wieder tauchen ihre Köpfe aus dem Wasser auf, bevor sie kurz darauf wieder in den Fluten verschwinden. Für Tierliebhaber und Fotografen ein spannender Moment. Leider halten sich die Hippos meist in respektvoller Entfernung zum Boot auf, sodass perfekte Fotos nur schwer gelingen. Zudem waren die begehrten Plätze in der ersten Reihe bereits vergeben, weshalb wir uns mit einigen Beobachtungen aus der zweiten Reihe begnügen mussten.

Als wir die Popafälle erreichen, zeigt sich schnell, dass wir nicht die einzigen Gäste mit diesem Ziel sind. Zahlreiche Boote der umliegenden Lodges haben hier festgemacht, um ihren Gästen ebenfalls dieses besondere Erlebnis zu ermöglichen. Dennoch entsteht eine entspannte und fast festliche Stimmung. Während die Sonne langsam tiefer sinkt und die Landschaft in warmes Licht taucht, genießen wir unseren Sundowner mit Blick auf die Stromschnellen des Okavango.

Das sanfte Rauschen des Wassers, die Farben des afrikanischen Himmels und die besondere Atmosphäre auf dem Fluss machen diesen Abend zu einem weiteren unvergesslichen Moment unserer Reise. Als die Sonne schließlich hinter dem Horizont verschwindet, treten wir entspannt die Rückfahrt zur Lodge an und lassen die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren.

26.05.26

Vom Okavango zum Kwando

 

 

Nach einer angenehm ruhigen Nacht in der Nunda River Lodge Lodge starten wir mit einem Frühstück in den neuen Tag. Wir befinden uns hier im Siedlungsgebiet der Hambukushu, einer Volksgruppe der Bantu-Gemeinschaften. Anders als viele andere Bantu-Völker spielt für sie die Fischerei eine wichtige Rolle. Entlang der Flüsse sichern kunstvoll geflochtene Fischkörbe bis heute einen Teil des Lebensunterhalts.

Anschließend verlassen wir unsere Lodge und setzen unsere Reise zunächst wieder mit unserem kleinen Bus fort. Die Landschaft des wasserreichen Caprivi-Zipfels zieht gemächlich an uns vorbei. Immer wieder sehen wir Kinder, die große Wasserbehälter zu den Wasserstellen tragen oder auf dem Kopf balancieren. Diese Szenen begegnen uns nahezu überall und machen deutlich, wie selbstverständlich und zugleich mühsam die tägliche Wasserversorgung für viele Familien ist.

Direkt am Straßenrand grasen zahlreiche Ziegen- und Rinderherden, die oft scheinbar unbeaufsichtigt unterwegs sind. Dazwischen liegen immer wieder kleine Siedlungen mit einfachen Häusern aus Lehm, Holz und Wellblech. Das Leben wirkt hier bescheiden, aber gleichzeitig eng mit der Natur und den traditionellen Lebensweisen verbunden. Während wir aus dem Fenster blicken, gibt es ständig Neues zu entdecken, sodass die rund 200 Kilometer lange Fahrt wie im Flug vergeht.

Am Nachmittag wartet bereits das nächste Highlight auf uns. Wir  incl. dem Gepäck steigen erneut ins Boot und erkunden die faszinierende Wasserwelt des Kwando. Nach einer kurzen Bootsfahrt erreichen wir schließlich unsere neue Unterkunft – und schon die Anreise ist etwas Besonderes. Die Kazile Island Lodge liegt idyllisch auf einer kleinen Insel im Kwando-Fluss und ist ausschließlich auf dem Wasserweg erreichbar. Bereits bei der Anfahrt genießen wir die herrliche Landschaft des Überflutungsgebietes mit ihren grünen Weiten, mächtigen Bäumen und einer beeindruckenden Vogelwelt. Lautlos gleiten wir durch die verzweigten Flussarme und genießen die besondere Ruhe dieser Landschaft. Über unseren Köpfen fliegen verschiedene Vogelarten, darunter die farbenprächtigen Bienenfresser, die immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Nach unserer Ankunft in der Kazile Island Lodge gönnen wir uns zunächst eine kurze Kaffeepause. Von der Terrasse aus genießen wir den Blick über das weitläufige Überflutungsgebiet des Kwando. Die Lodge, die nur per Boot erreichbar ist, liegt traumhaft auf einer kleinen Halbinsel und fügt sich mit ihren auf Holzplattformen errichteten Gebäuden perfekt in die Natur ein. Rund um uns erstrecken sich grüne Weiten, mächtige Bäume und eine beeindruckende Vogelwelt.

 

 

Die auf Holzplattformen errichtete Lodge fügt sich harmonisch in die Natur ein. Unser Hauszelt befindet sich erhöht zwischen den Bäumen und bietet einen wunderbaren Blick auf die umliegende Flusslandschaft. Von unserer privaten Terrasse beobachten wir das bunte Treiben der Vögel und lassen die besondere Atmosphäre des Caprivi-Streifens auf uns wirken.

 

Doch lange hält es uns nicht auf unseren Plätzen. Schon bald beginnt die eigentliche Flusssafari, auf die wir uns den ganzen Tag gefreut haben. Langsam gleitet unser Boot durch die verzweigten Wasserarme des Kwando, während unser Guide aufmerksam die Ufer absucht.

Es dauert nicht lange, bis wir die ersten Bienenfresser entdecken. Mit ihren leuchtenden Farben sitzen sie auf Ästen über dem Wasser und bieten wunderschöne Fotomotive. Kurz darauf tauchen auch die ersten Flusspferde auf. Zunächst sehen wir nur ihre Augen und Ohren aus dem Wasser ragen, doch nach und nach zeigen sich immer mehr Tiere. Fasziniert beobachten wir die Hippos in ihrem natürlichen Lebensraum und genießen die besondere Stimmung auf dem Fluss.

 

Die Ruhe des Kwando, das Zwitschern der Vögel und die ständige Hoffnung auf die nächste Tierbeobachtung machen diese Bootsfahrt zu einem der schönsten Erlebnisse unseres Aufenthalts im Caprivi-Streifen.

Während wir gemächlich über den Kwando gleiten, überrascht uns unser Guide mit einer kleinen Vorführung. Aus einer Seerose formt er mit geschickten Handgriffen eine kunstvolle Kette und erklärt uns dabei auf unterhaltsame Weise traditionelle Bräuche und das Verlobungsprozedere einiger Volksgruppen der Region. Mit viel Humor und sichtbarer Begeisterung bringt er uns ein Stück der lokalen Kultur näher, sodass die Bootsfahrt nicht nur zu einer Safari, sondern auch zu einer spannenden kulturellen Begegnung wird.

Immer wieder drosselt unser Bootsführer das Tempo oder stellt den Motor ganz ab. Mitten auf dem Fluss treiben wir dann lautlos dahin und beobachten die Tier- und Vogelwelt. Dabei entdecken wir zahlreiche Vögel in den Schilfzonen und auf den Ästen der Uferbäume. Unser Guide weist uns auf viele Details hin, die wir ohne seine geschulten Augen vermutlich übersehen hätten.

Diese ruhigen Momente auf dem Wasser gehören zu den schönsten Erlebnissen der Fahrt. Es gibt keinen Zeitdruck, kein festes Programm – nur die Natur, die Geräusche des Flusses und die Spannung, hinter jeder Biegung vielleicht ein neues Tier zu entdecken. So wird die Flusssafari zu einer perfekten Mischung aus Entschleunigung, Naturerlebnis und interessanten Einblicken in das Leben entlang des Kwando.

Zum Abschluss der Flusssafari erwartet uns ein ganz besonderes Highlight. Auf einer kleinen Insel mitten im Kwando hat die Crew bereits unseren Sundowner vorbereitet. Während die Sonne langsam tiefer sinkt und die Landschaft in ein warmes, goldenes Licht taucht, genießen wir die einmalige Atmosphäre dieses Ortes.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Wir probieren verschiedene geräucherte Wurstspezialitäten vom Kudu und von Antilopen, die uns ausgesprochen gut schmecken. Dazu wird der in Afrika fast schon obligatorische Gin Tonic serviert, der bei einem Sundowner natürlich nicht fehlen darf.

Doch ehrlich gesagt fällt es uns schwer, uns auf die kulinarischen Köstlichkeiten oder den Sonnenuntergang zu konzentrieren. Direkt vor der Insel hält sich eine große Herde Flusspferde auf. Immer wieder tauchen Köpfe aus dem Wasser auf, es wird geschnaubt, gegähnt und gelegentlich gibt eines der Tiere seine beeindruckenden Laute von sich. Die Hippos bieten ein faszinierendes Schauspiel und ziehen unsere gesamte Aufmerksamkeit auf sich.

So wechseln wir ständig zwischen Getränk, Kamera und Fernglas hin und her. Kaum haben wir einen Schluck genommen, taucht an anderer Stelle wieder ein Flusspferd auf, das fotografiert werden muss. Vor lauter Staunen und Fotografieren vergeht die Zeit wie im Flug. Am Ende erleben wir einen dieser seltenen Momente, in denen Natur, Tierwelt und die besondere Stimmung eines afrikanischen Abends zu einer Erinnerung verschmelzen, die uns noch lange begleiten wird.

Nach diesen wunderbaren Eindrücken machen wir uns nach Sonnenuntergang auf den Rückweg zur Lodge. Während unser Boot langsam durch die Dunkelheit gleitet, lassen wir die Erlebnisse der Flusssafari noch einmal Revue passieren. Die Geräusche der afrikanischen Nacht begleiten uns dabei und verleihen der Rückfahrt eine ganz besondere Stimmung.

Kaum zurück in der Kazile Island Lodge, werden wir bereits mit einem leckeren Abendessen erwartet. In gemütlicher Atmosphäre genießen wir die frisch zubereiteten Speisen und tauschen unsere Eindrücke des Tages aus. Gesprächsstoff gibt es mehr als genug, denn die Tierbeobachtungen auf dem Kwando haben uns alle begeistert.

Immer wieder hören wir dabei das typische Grunzen der Flusspferde, die sich in unmittelbarer Nähe der Lodge niedergelassen haben. Obwohl wir die Tiere nicht sehen können, erinnern uns ihre Laute daran, dass wir uns mitten in der afrikanischen Wildnis befinden.

Später entzündet das Team der Lodge auf der Aussichtsplattform ein Lagerfeuer. Gemeinsam sitzen wir am knisternden Feuer, genießen die angenehme Abendluft und führen interessante Gespräche über die Erlebnisse unserer Reise. Über uns spannt sich ein beeindruckender Sternenhimmel, dessen unzählige Sterne ohne störende Lichtquellen besonders hell leuchten. In dieser traumhaften Kulisse klingt ein weiterer unvergesslicher Tag im Caprivi-Streifen entspannt und stimmungsvoll aus.

27.05.26

Projektarbeit bei Sijwa

 

Noch vor dem Frühstück werden wir vom fröhlichen Zwitschern unzähliger Vögel geweckt. Als wir die Terrasse unseres Baumzeltes betreten, erleben wir einen traumhaften Sonnenaufgang. Die ersten Sonnenstrahlen tauchen die Flusslandschaft in ein warmes Gold, während sich leichter Nebel über dem Wasser hält. Für einen Moment genießen wir einfach nur die Stille und die besondere Atmosphäre dieses Morgens.

Nach dem Frühstück steigen wir erneut ins Boot. Unser Ziel ist heute das Sijwa-Projekt, das von der Kazile Island Lodge gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden ins Leben gerufen wurde. Bereits die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis, denn die morgendliche Stimmung auf dem Kwando ist einzigartig.

Im Projekt angekommen, erhalten wir spannende Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten. Ziel des Sijwa-Projekts ist es, den Menschen der Region neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig den Naturschutz zu fördern. Besonders beeindruckend finden wir, wie konsequent Nachhaltigkeit hier gelebt wird.

Aus Abfällen der Lodge entstehen neue Produkte. Leere Glasflaschen werden beispielsweise zu dekorativen Trinkgläsern, Vasen oder Kunstobjekten weiterverarbeitet. Aus alten Materialien entstehen kunstvolle Souvenirs und Gebrauchsgegenstände, die anschließend verkauft werden. Dadurch wird nicht nur Müll vermieden, sondern gleichzeitig ein zusätzliches Einkommen für die lokale Bevölkerung geschaffen.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Imkerei. Im Rahmen des Projekts werden Bienenstöcke aufgebaut und die Honigproduktion gefördert. Der gewonnene Honig kann verkauft werden und bietet vielen Familien eine zusätzliche Einnahmequelle. Darüber hinaus engagiert sich das Projekt in der Aufforstung, um die natürlichen Lebensräume langfristig zu erhalten und neue Bäume für kommende Generationen zu pflanzen.

Auch traditionelles Kunsthandwerk spielt eine große Rolle. Wir bestaunen handgefertigte Körbe, Schmuckstücke und kunstvoll gefertigte Dekorationsgegenstände, die mit viel Geschick und Liebe zum Detail hergestellt werden. Besonders beeindruckend ist, wie hier traditionelle Techniken bewahrt und gleichzeitig wirtschaftliche Perspektiven geschaffen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung junger Rangerinnen und Ranger. Durch Schulungen und praktische Erfahrungen erhalten sie die Möglichkeit, später im Naturschutz oder im Tourismus zu arbeiten. Damit profitieren sowohl die Menschen vor Ort als auch die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der Region.

Der Besuch des Sijwa-Projekts gehört für uns zu den eindrucksvollsten Erlebnissen unserer Reise. Er zeigt, wie nachhaltiger Tourismus, Naturschutz und die Unterstützung lokaler Gemeinschaften erfolgreich miteinander verbunden werden können.

Nach unserem Besuch im Sijwa-Projekt kehren wir mit dem Boot zurück zur Kazile Island Lodge. Da bis zum nächsten Programmpunkt noch etwas Zeit bleibt, nutzen wir die Gelegenheit, die weitläufige Anlage genauer zu erkunden.

Neugierig machen wir uns auf den Weg zum sogenannten „Swinging Pool“, der sich am Ende der Lodge befindet und einen herrlichen Blick auf das Überflutungsgebiet des Kwando bietet. Schon beim Anblick des Pools können wir gut verstehen, warum dieser Ort bei vielen Gästen so beliebt ist. Bei den warmen Temperaturen wäre ein Sprung ins kühle Wasser sicherlich sehr verlockend gewesen.

Doch die Zeit vergeht schneller als gedacht. Da bereits am Nachmittag das nächste Highlight auf unserem Reiseprogramm wartet, verzichten wir schweren Herzens auf ein erfrischendes Bad. Stattdessen genießen wir noch einige ruhige Minuten mit Blick auf die beeindruckende Flusslandschaft, bevor wir uns wieder mit der Gruppe treffen. Auch ohne Abkühlung ist dieser kleine Abstecher ein schöner Moment, um die besondere Atmosphäre der Lodge noch einmal in Ruhe auf uns wirken zu lassen.

Die Zeit vergeht hier wie im Flug. Zum Ausruhen bleibt kaum Gelegenheit, denn schon am Nachmittag wartet das nächste Abenteuer auf uns. Zunächst fahren wir noch einmal ein Stück mit dem Boot über den Kwando, bevor wir an einer Anlegestelle in bereitstehende offene Geländewagen umsteigen.

Von dort aus starten wir zu einer etwa dreistündigen Safari durch den Bwabwata-Nationalpark. Im Vergleich zu vielen anderen Nationalparks wirkt die Landschaft hier noch erstaunlich ursprünglich und unberührt. Unser Guide erklärt uns, dass man hier oft stundenlang unterwegs sein kann, ohne vielen anderen Fahrzeugen zu begegnen. Dafür ist die Vielfalt der Tierwelt umso größer.

Kaum haben wir den Park erreicht, entdecken wir unsere ersten Tiere. Eine kleine Herde Giraffen grast friedlich zwischen den Bäumen. Fasziniert beobachten wir die eleganten Riesen und können uns kaum sattsehen. Immer wieder greifen wir zur Kamera und verfolgen ihre langsamen Bewegungen. Die Zeit scheint stillzustehen. Doch irgendwann wird unser Guide etwas ungeduldig. Schließlich möchte er uns noch viele weitere Tiere zeigen, und so setzen wir unsere Fahrt fort.

Kreuz und quer geht es durch den Nationalpark. Mal folgen wir schmalen Sandpisten, mal fahren wir über offene Ebenen und durch Buschlandschaften. Ständig halten wir Ausschau nach neuen Tiersichtungen. Immer wieder entdecken wir Antilopen, verschiedene Vogelarten und die Spuren größerer Tiere im Sand.

Plötzlich knistert das Funkgerät unseres Guides. Die Nachricht sorgt sofort für Aufregung: Löwen oder ein Gepard wurden gesichtet. Ohne lange zu zögern wendet unser Fahrer den Geländewagen und nimmt Kurs auf die gemeldete Position. Teilweise geht es dabei querfeldein durch das Gelände, während wir uns an den Haltegriffen festhalten und gespannt auf das bevorstehende Highlight hoffen.

Als wir die Stelle erreichen, wird schnell klar, dass wir nicht die Einzigen sind, die die Nachricht erhalten haben. Bereits zahlreiche Safari-Fahrzeuge haben sich dort versammelt. Alle richten ihre Blicke in dieselbe Richtung und suchen konzentriert das hohe Gras ab. Die Spannung steigt von Minute zu Minute. Werden wir die Löwen tatsächlich zu Gesicht bekommen?

Leider blieb die erhoffte Löwen- oder Leoparden-Sichtung an diesem Nachmittag aus. Trotz intensiver Suche und der Aufregung nach dem Funkspruch hatten sich die Großkatzen offenbar bereits wieder in das dichte Buschland zurückgezogen. Ein wenig Enttäuschung machte sich zwar breit, doch unser Guide erinnerte uns daran, dass genau diese Unberechenbarkeit den Reiz einer Safari ausmacht. Schließlich befinden wir uns nicht in einem Zoo, sondern mitten in der Wildnis.

Und tatsächlich gab es auch ohne Löwen noch jede Menge zu entdecken. Während unserer Fahrt durch den Bwabwata-Nationalpark begegnen uns zahlreiche weitere Tiere. Immer wieder halten wir an, beobachten Antilopen, verschiedene Vogelarten und andere Bewohner des Parks. Jede Kurve scheint eine neue Überraschung bereitzuhalten, sodass keine Langeweile aufkommt.

Zum Abschluss der Safari steuern wir schließlich wieder den Fluss an, wo bereits unser Sundowner auf uns wartet. Die tief stehende Sonne taucht die Landschaft in warme Farben und sorgt für eine wunderschöne Abendstimmung. Doch die eigentlichen Stars des Abends sitzen diesmal in den Bäumen und auf den Uferböschungen.

Eine große Paviankolonie hat sich in unmittelbarer Nähe niedergelassen und bietet uns beste Unterhaltung. Die Tiere tollen miteinander herum, klettern geschickt durch die Äste, streiten sich lautstark um die besten Plätze und kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Wir könnten ihnen stundenlang zusehen. Immer wieder gibt es etwas Neues zu beobachten, sodass wir vor lauter Fotografieren und Staunen beinahe vergessen, unseren Sundowner zu genießen.

Als die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwindet und die Silhouetten der Bäume sich gegen den orangefarbenen Himmel abzeichnen, wird uns einmal mehr bewusst, wie vielfältig und faszinierend die Tierwelt Namibias ist. Auch ohne Löwen gehört dieser Nachmittag zu den schönsten Safari-Erlebnissen unserer Reise.

28.05.26

 

Entlang des Kwando

Noch vor dem Frühstück brechen wir zu einer etwa einstündigen Fußsafari im Bwabwata-Nationalpark auf. Die Morgenstimmung am Kwando ist dabei etwas ganz Besonderes. Während die Sonne langsam über dem Fluss aufgeht und die Landschaft in warmes, goldenes Licht taucht, liegt eine angenehme Ruhe über der Insel und der umliegenden Natur.

Gemeinsam mit unserem Ranger erkunden wir die Umgebung zu Fuß. Dabei bewegen wir uns langsam und aufmerksam durch das Gelände, immer mit offenen Augen für Spuren und Geräusche der Tierwelt. Unser Ranger erklärt uns unterwegs viel über die heimische Pflanzenwelt. Wir erfahren, welche Pflanzen traditionell genutzt werden, sei es als Heilmittel, Nahrung oder für den alltäglichen Gebrauch, und sind überrascht, wie vielfältig und nützlich die Natur hier ist.

 

Die Kombination aus morgendlicher Stille, aufgehender Sonne und den Erklärungen unseres Rangers sorgt für ein intensives Naturerlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Durch Katima Mulilo zum Chobe

Nach dem Frühstück verlassen wir das Gebiet entlang des Kwando und setzen unsere Reise in Richtung Osten fort. Durch Katima Mulilo, die Hauptstadt der Sambesi-Region, geht es weiter bis zum berühmten Chobe-Fluss. Die Fahrt führt uns erneut durch abwechslungsreiche Landschaften, kleine Siedlungen und immer wieder durch grüne Flussnähe, die deutlich macht, wie wasserreich diese Region im Vergleich zu anderen Teilen Namibias ist.

 

Chobe River Camp

Im äußersten Osten Namibias, direkt am Grenzfluss zu Botswana, liegt das Chobe River Camp – ein Ort, der durch seine Lage und Atmosphäre sofort begeistert. Schon bei der Ankunft spüren wir, dass diese Unterkunft perfekt in die umliegende Flusslandschaft eingebettet ist.

Die Gestaltung des Camps setzt auf Natürlichkeit und Leichtigkeit. Naturbelassene Baumstämme, helle Farben und großzügige Terrassen schaffen eine entspannte, offene Atmosphäre. Besonders beeindruckend sind die erhöht gebauten Zelt-Chalets, die einen weiten Blick über den Chobe-Fluss ermöglichen und gleichzeitig das Gefühl vermitteln, mitten in der Wildnis zu wohnen.

Von unserer Terrasse aus schweift der Blick über das Wasser bis hin zum Horizont, wo sich das Waldgebiet des Chobe-Nationalparks erstreckt.

 

 

 

 

Nach einer kurzen Pause, in der wir es uns auf unserer kleinen Terrasse des Chalets bei einer Tasse Kaffee gemütlich gemacht haben, geht es am späten Nachmittag weiter zur nächsten Safari. Die ruhige Stimmung am Chobe-Fluss lädt eigentlich zum Verweilen ein, doch schon bald zieht es uns wieder hinaus aufs Wasser.Das Chobe River Camp bietet dafür den perfekten Ausgangspunkt, um diese eindrucksvolle Flusslandschaft intensiv zu erleben und auf sich wirken zu lassen.

Diesmal besteigen wir ein zweistöckiges Boot, das uns noch einmal völlig neue Perspektiven eröffnet. Während das untere Deck teilweise geschützt ist, bietet das obere Deck ohne Sonnenschutz dafür ideale Bedingungen für Tierbeobachtungen und Fotografie. Von hier oben haben wir eine hervorragende Rundumsicht über den Fluss und die Uferzonen.

Schon nach kurzer Zeit werden wir fündig: Am Ufer entdecken wir zahlreiche Krokodile, die regungslos in der Sonne liegen und die Wärme genießen. Zwischen den Sandbänken und flachen Uferbereichen tauchen immer wieder weitere Tiere auf, und die Szenerie wirkt wie eine einzige große Bühne der Wildnis.

Auch Elefanten, Giraffen und Impalas lassen sich am Fluss beobachten. Manche Tiere kommen zum Trinken ans Ufer, andere ruhen sich im Schatten der Vegetation aus oder bewegen sich in kleinen und großen Herden durch die offene Landschaft dahinter. Jede Flussbiegung bringt neue Überraschungen mit sich.

Die Nähe zur Tierwelt ist hier allgegenwärtig und macht jede Fahrt auf dem Chobe zu einem besonderen Erlebnis. Während das Boot ruhig über das Wasser gleitet und die Geräusche der Natur uns begleiten, entsteht eine Atmosphäre der Entschleunigung, wie man sie nur selten erlebt. 

Diese Safari hat uns am besten gefallen: Die Tierwelt vom Wasser aus zu beobachten und dabei die Vegetation an den sanft ansteigenden Hügeln mit vielen Baobab-Bäumen zu sehen, war einfach verzaubernd.

Zum Sundowner halten wir später erneut auf einer kleinen Insel an. Das Aussteigen gestaltet sich aufgrund des hohen Wasserpegels etwas schwierig, da wir das Boot nur vorsichtig und mit etwas Balance verlassen können. Doch gerade diese kleine Herausforderung macht den Moment auch besonders und sorgt für ein wenig Abenteuergefühl.

 

Auf der Rückfahrt wird es dann ziemlich schnell frisch, und wir freuen uns bereits auf unser Abendessen in dieser tollen Lodge, das diesmal in Buffetform serviert wird – mit einer großen Auswahl für jeden Geschmack.

29.05.26

 

Chobe-Nationalpark und Fahrt zu den Victoriafällen

Am frühen Morgen ließen wir noch einmal den Blick über die weite Flusslandschaft schweifen, bevor wir uns auf den Weg nach Kasane machten. Die Strecke führte bereits durch Teile des Chobe-Nationalparks und bot immer wieder Gelegenheit, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

 

 

In Kasane stiegen wir in offene Geländewagen um und unternahmen eine gut zweistündige Safari durch den Chobe-Nationalpark. Dabei kamen wir den Tieren, die sich nicht direkt am Fluss aufhalten, besonders nahe. Während die meisten Pflanzenfresser am Vormittag friedlich grasten, lagen Löwen und andere Raubkatzen meist im Schatten und ruhten sich von der nächtlichen Jagd aus.

Während unserer Safari entdeckten wir an mehreren Stellen die Überreste eines Elefanten, der vor etwa drei Monaten gerissen worden war. Übrig geblieben waren nur noch die Knochen und Teile der dicken Elefantenhaut. Ein etwas bedrückender Anblick, aber gleichzeitig auch ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie die Natur hier ihren eigenen Gesetzen folgt. Was zunächst riesig und unvergänglich erscheint, wird nach und nach Teil des natürlichen Kreislaufs. Solche Momente gehören ebenso zu einer Safari wie die Begegnungen mit lebenden Tieren und zeigen die Wildnis Afrikas von einer ganz anderen Seite.

Unser Fahrer schien es an diesem Vormittag recht eilig zu haben. Kaum hatten wir ein Tier entdeckt und die Kamera darauf ausgerichtet, setzte sich das Fahrzeug meist schon wieder in Bewegung. Für Fotografen in unserer Gruppe war das manchmal etwas frustrierend, denn oft blieb kaum Zeit, den richtigen Moment einzufangen.

Umso erfreulicher war es, als wir einen Schreiseeadler entdeckten, der gerade dabei war, einen Fisch zu verspeisen. Hier zeigte unser Fahrer deutlich mehr Geduld und ließ uns das Schauspiel in aller Ruhe beobachten. So konnten wir verfolgen, wie der majestätische Greifvogel seine Beute auf einem Ast zerlegte und dabei immer wieder aufmerksam seine Umgebung im Blick behielt.

Nach und nach wurden auch die Insassen weiterer Safarifahrzeuge auf die Szene aufmerksam und versammelten sich in respektvollem Abstand. Offenbar wurde dem Adler die zunehmende Aufmerksamkeit irgendwann zu viel. Kurzerhand packte er seinen Fisch mit den kräftigen Fängen, breitete die Flügel aus und flog zu einem deutlich weiter entfernten Ast, wo er sein Mahl ungestört fortsetzen konnte.

So wenig Zeit uns unser Fahrer zum Fotografieren ließ, umso mehr Zeit nahm er sich für kurze Gespräche mit den Fahrern entgegenkommender Safarifahrzeuge. Bei nahezu jeder Begegnung wurde angehalten und ein Schwätzchen gehalten. Ob dabei tatsächlich nur aktuelle Tiersichtungen ausgetauscht wurden oder auch andere Themen zur Sprache kamen, konnten wir nicht beurteilen.

Leider unterschied sich diese Safari dadurch deutlich von unseren bisherigen Pirschfahrten. Während andere Guides häufig auf die Interessen und Wünsche ihrer Gäste eingingen, hatten wir diesmal eher den Eindruck, dass unsere Hinweise und Bitten nur wenig berücksichtigt wurden. Gerade für Fotografen in der Gruppe war das etwas enttäuschend.

Am Nachmittag verstärkte sich dieses Gefühl noch. Über längere Zeit schienen wir hauptsächlich verschiedene Wege auf und ab zu fahren, ohne dass dabei nennenswerte Tiersichtungen hinzukamen. Nach den eindrucksvollen Erlebnissen der vergangenen Tage wirkte diese letzte Safari daher etwas weniger abwechslungsreich und konnte unsere Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Schließlich erreichten wir wieder den Ausgang des Nationalparks. Nach einer kurzen Toilettenpause stiegen wir zurück in unseren kleinen Reisebus, wo bereits Levoy auf uns wartete und wieder das Steuer übernahm.

 

Nachdem wir am Vormittag bereits die Grenze nach Botswana passiert hatten – inklusive der etwas ungewöhnlichen Schuhdesinfektion, bei der sowohl unsere getragenen Schuhe als auch ein zweites Paar durch eine Desinfektionslauge gezogen werden mussten – stand nun der Grenzübertritt nach Simbabwe bevor.

Wie üblich hieß es zunächst: aussteigen und anstellen. Für die Einreise mussten wir unsere Pässe vorlegen, die zuvor online ausgefüllte Registrierung nachweisen und anschließend die Visagebühr von 30 US-Dollar bezahlen. Obwohl die Abläufe gut organisiert waren, dauerte es eine Weile, bis alle Mitglieder unserer Reisegruppe die Formalitäten erledigt hatten.

Während wir warteten, gab es jedoch noch eine unerwartete Überraschung. Zwischen den abgestellten Lastwagen bewegten sich mehrere frei laufende Warzenschweine gemächlich durch den Sand und suchten nach Futter. Es war schon ein ungewöhnlicher Anblick, diese  Tiere ausgerechnet an einer Grenzstation anzutreffen. Die Warzenschweine ließen sich von dem geschäftigen Treiben der Menschen und Fahrzeuge offenbar überhaupt nicht stören und zogen in aller Ruhe ihre Bahnen.

Bis schließlich alle Mitglieder unserer Reisegruppe die Einreiseformalitäten erledigt hatten, wartete bereits ein T-Shirt-Verkäufer auf uns. Wie sich herausstellte, war sein Besuch mit Levoy abgesprochen. Er bot speziell für unsere Reisegruppe individuell bedruckte Erinnerungs-T-Shirts an. Aus einer Vielzahl von Motiven, Farben und Größen konnte sich jeder sein persönliches Shirt zusammenstellen. Wer Interesse hatte, gab seine Bestellung direkt vor Ort auf. Die fertigen T-Shirts sollten bereits am nächsten Tag direkt zu unserer Unterkunft geliefert werden – ein originelles Souvenir und eine schöne Erinnerung an die Reise.

 

 

 

Am Nachmittag erreichten wir schließlich unser letztes Übernachtungsziel der Reise: die Ilala Lodge. Die traditionsreiche Lodge liegt nur wenige Gehminuten von den Victoriafällen entfernt und zählt zu den bekanntesten Unterkünften des Ortes. Die Zimmer verteilen sich auf mehrere Gebäude, die in einen liebevoll gepflegten tropischen Garten eingebettet sind.

Nach der Zimmervergabe zog es uns zunächst nach draußen, um die weitläufige Anlage zu erkunden. Besonders beeindruckt waren wir vom wunderschön angelegten Garten, der sogar über einen offenen Tierbereich mit einer Wasserstelle verfügt. Von verschiedenen Aussichtspunkten aus konnten wir das Geschehen bequem beobachten. Zu unserer Freude hielt sich dort gerade wieder eine Rotte Warzenschweine auf, die ausgelassen miteinander spielte und für einige unterhaltsame Fotomotive sorgte.

Anschließend gönnten wir uns erst einmal eine Kaffeepause. Wie bereits in den vorherigen Lodges standen auch hier Kaffee, Tee und Wasser für die Gäste bereit. 

 

Die Lage der Ilala Lodge nahe den berühmten Victoriafällen bietet einen unschlagbaren Zugang zu einem der größten Naturwunder Afrikas. Allerdings gehört dazu auch, dass tagsüber regelmäßig Hubschrauber zu Rundflügen über die Wasserfälle starten. Das charakteristische Brummen der Rotoren ist insbesondere während der Flugzeiten immer wieder hörbar und durchbricht zeitweise die ansonsten ruhige Atmosphäre der Lodge.

Besonders während einer entspannten Kaffeepause auf der Terrasse wurde dies spürbar: Der Ausblick auf die üppige Natur und die angenehme Atmosphäre luden zum Verweilen ein, doch der wiederkehrende Hubschrauberlärm trübte den Moment etwas und erinnerte daran, wie beliebt die Rundflüge über die Victoriafälle sind.

Für viele Gäste überwiegt dennoch die einzigartige Lage direkt am Victoria-Falls-Nationalpark und die Nähe zu den Wasserfällen. Wer jedoch besonderen Wert auf absolute Ruhe und ungestörte Naturgeräusche legt, sollte wissen, dass die beliebten Helikopterflüge rund um die Victoriafälle gelegentlich für eine akustische Kulisse sorgen, die sich nicht vollständig ausblenden lässt.

 

Später verabredeten wir uns mit einem Paar aus unserer Reisegruppe. Nach den vielen Stunden und Kilometern im Reisebus hatten wir das Bedürfnis, uns etwas die Beine zu vertreten. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in Richtung Eingang der Victoriafälle. Von den Fällen selbst konnten wir an diesem Nachmittag zwar noch nichts sehen, doch schon auf dem Weg dorthin bekamen wir einen ersten Eindruck vom touristischen Leben des Ortes. Entlang der Straße hatten zahlreiche Händler ihre Stände aufgebaut und boten die unterschiedlichsten Souvenirs an – von geschnitzten Holzfiguren über Schmuck bis hin zu bunten Textilien. Freundlich, aber durchaus beharrlich versuchten sie, ihre Waren an die vorbeikommenden Touristen zu verkaufen.

Für den Abend hatte Levoy noch eine ganz besondere Überraschung für uns vorbereitet. Mit dem Bus fuhren wir nur wenige Kilometer zum The Lookout Café, einem der spektakulärsten Restaurants rund um die Victoriafälle.

Bereits die Anfahrt ließ unsere Erwartungen steigen. Das Restaurant liegt direkt am Rand der tiefen Batoka-Schlucht, durch die sich der Sambesi seinen Weg bahnt. Als wir das Gebäude betraten und auf die Terrasse hinausgingen, blieb uns förmlich die Sprache weg. Die Terrasse schien direkt über der Schlucht zu schweben, die sich an dieser Stelle in einer markanten Kurve durch die steilen Felswände windet. Der Blick in die Tiefe war ebenso beeindruckend wie die Aussicht entlang des Flussverlaufs.

In einiger Entfernung konnten wir die berühmte Victoria-Falls-Brücke erkennen, die Simbabwe und Sambia miteinander verbindet. Auf der Brücke stand gerade der historische Luxuszug, in dem ebenfalls Dinnerfahrten angeboten werden. Vor der Kulisse der Schlucht und der untergehenden Sonne bot sich ein Bild wie aus einem Reisekatalog.

Auch kulinarisch hatte das Restaurant einige Besonderheiten zu bieten. Neben klassischen Gerichten standen regionale Spezialitäten auf der Karte, darunter sogar Krokodil-Döner. Leider erreichte ein Teil der Speisen unseren Tisch nur lauwarm beziehungsweise bereits recht kalt. Einige Gäste aus unserer Reisegruppe gaben ihre Teller deshalb noch einmal zum Aufwärmen zurück.

Doch an diesem Abend spielte das Essen ohnehin nur eine Nebenrolle. Viel beeindruckender war die einmalige Atmosphäre. Während die Sonne langsam hinter den Felsen verschwand und die Schlucht in warmes Abendlicht tauchte, genossen wir den fantastischen Ausblick. Allein für dieses Panorama hätte sich der Besuch bereits gelohnt. Es war einer dieser Momente, die einem noch lange nach einer Reise in Erinnerung bleiben.

30.05.26

Victoria Falls hautnah

Heute stand das letzte große Highlight unserer Reise auf dem Programm: die Victoriafälle. Nach dem Frühstück brachte uns Levoy mit dem Reisebus zum Eingang des Nationalparks. Während wir gemütlich im Schatten warteten, stellte er sich für die gesamte Gruppe in die lange Schlange vor dem Ticketschalter und besorgte die Eintrittskarten. Ein Service, den wir nach den vielen gemeinsamen Reisetagen sehr zu schätzen wussten.

Gemeinsam gingen wir zunächst bis zur Statue von David Livingstone, dem schottischen Missionar und Afrikaforscher, der die Wasserfälle 1855 als erster Europäer beschrieb und sie nach der damaligen britischen Königin Victoria benannte. Von hier aus konnte anschließend jeder die Wanderung entlang der Aussichtspunkte in seinem eigenen Tempo fortsetzen.

Schon nach den ersten Metern war das stetige Donnern des Wassers zu hören. Mit jedem Aussichtspunkt kamen wir den Fällen näher und konnten die gewaltigen Wassermassen immer besser erkennen. Die Victoriafälle gehören zu den größten Wasserfällen der Erde. Auf einer Breite von rund 1,7 Kilometern stürzt der Sambesi je nach Wasserstand mehr als 100 Meter in die Tiefe. Dabei entstehen gewaltige Fontänen aus Sprühnebel, die oft schon aus vielen Kilometern Entfernung sichtbar sind.

Nicht ohne Grund nennen die Einheimischen die Fälle »Mosi-oa-Tunya« – der donnernde Rauch. Tatsächlich wirkt der aufsteigende Nebel aus der Ferne wie eine riesige Rauchwolke. An einigen Aussichtspunkten wurden wir regelrecht von der Gischt eingehüllt. Wer keine Regenjacke dabeihatte, war innerhalb weniger Minuten komplett durchnässt. Gleichzeitig sorgte die ständige Feuchtigkeit dafür, dass entlang der Schlucht ein dichter, tropisch anmutender Regenwald entstanden ist – ein erstaunlicher Kontrast zur ansonsten eher trockenen Umgebung.

Der Rundweg führte von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt, und hinter jeder Kurve eröffnete sich ein neuer Blick auf die tosenden Wassermassen. Mal blickten wir direkt auf die herabstürzenden Wasservorhänge, mal tief in die enge Schlucht, durch die sich der Sambesi nach seinem gewaltigen Sturz zwängt. Trotz der vielen Fotos gelingt es kaum, die tatsächlichen Dimensionen und die gewaltige Geräuschkulisse einzufangen. Man muss einfach selbst dort stehen, um die Kraft dieses Naturwunders wirklich zu begreifen.

Für uns war schnell klar, warum die Victoriafälle zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören und zu den beeindruckendsten Naturattraktionen Afrikas zählen. Sie bildeten einen würdigen Abschluss einer Reise voller unvergesslicher Erlebnisse.

Je weiter wir dem Rundweg entlang der Victoriafälle folgten, desto deutlicher bekamen wir die gewaltigen Wassermassen auch körperlich zu spüren. An vielen Aussichtspunkten war die Gischt so stark, dass man innerhalb weniger Sekunden völlig durchnässt wurde. Die feinen Wassertröpfchen wurden vom Wind über weite Strecken getragen und gingen teilweise wie ein kräftiger Regenschauer auf die Besucher nieder.

Um überhaupt ein paar schöne Fotos machen zu können, war oft Geduld gefragt. Immer wieder mussten wir einige Minuten warten, bis der Wind drehte oder die Gischt für einen kurzen Moment nachließ. Erst dann eröffneten sich die spektakulären Ausblicke auf die tosenden Wassermassen und die gegenüberliegenden Felswände. Nur wenige Augenblicke später konnte die Sicht schon wieder verschwunden sein.

Die meisten Besucher waren bestens vorbereitet und mit Regenjacken, Regencapes oder großen Schirmen unterwegs. Viele kamen uns tropfnass entgegen und wirkten, als hätten sie gerade einen kräftigen Regenschauer erlebt. Auch wir blieben davon natürlich nicht verschont. Trotz aller Vorsicht waren Kleidung, Kamerataschen und teilweise sogar die Schuhe schnell feucht.

An manchen Aussichtspunkten standen wir regelrecht vor einer weißen Wand aus Wasser. Vom eigentlichen Wasserfall war dann kaum noch etwas zu erkennen. Stattdessen sahen wir nur die dichten Schwaden aus Sprühnebel, die vom Donnern der Wassermassen begleitet wurden. Gerade diese Momente machten jedoch deutlich, welche ungeheure Kraft in den Victoriafällen steckt. Selbst wenn man die Fälle nicht sehen konnte, waren sie durch das permanente Rauschen und die allgegenwärtige Gischt jederzeit präsent.

Rückblickend gehörten genau diese wechselnden Bedingungen zu den besonderen Erlebnissen des Besuchs. Mal bot sich ein gestochen scharfer Blick auf die gewaltigen Wasserfälle, wenige Minuten später verschluckte die Gischt wieder alles. Dadurch wirkte jeder Aussichtspunkt anders und jeder freie Blick auf die Fälle fühlte sich wie eine kleine Belohnung an.

Was uns neben den eigentlichen Wasserfällen jedoch mindestens genauso faszinierte, war die üppige Vegetation entlang des Rundwegs. Durch die ständig aufsteigende Gischt herrscht hier ein ganz besonderes Mikroklima, das einen dichten, immergrünen Regenwald entstehen lässt. Während die Umgebung der Victoriafälle vielerorts eher trocken wirkt, präsentierte sich dieser Bereich in einem satten, fast unwirklichen Grün.

Entlang der Wege wuchsen die unterschiedlichsten Bäume, Farne, Sträucher und Kletterpflanzen. Manche Pflanzen waren mit Moosen und Flechten überzogen, andere bildeten ein dichtes Blätterdach über den Wanderwegen. Stellenweise hatten wir tatsächlich das Gefühl, nicht an einem Wasserfall, sondern mitten in einem tropischen Urwald unterwegs zu sein.

Immer wieder blieben wir stehen, um die vielen kleinen Details am Wegesrand zu entdecken. Auffällig waren die unterschiedlichsten Käferarten, deren Farben und Formen teilweise erstaunlich waren. Mal glänzten sie metallisch in der Sonne, mal waren sie perfekt zwischen Blättern und Ästen getarnt. Auch die Vogelwelt sorgte für schöne Beobachtungen. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns ein wunderschöner, farbenprächtiger Vogel, der für einige Augenblicke ruhig in einem Ast saß und sich sogar fotografieren ließ, bevor er wieder im dichten Grün verschwand.

Gerade dieses Zusammenspiel aus der gewaltigen Kraft der Wasserfälle und der fast märchenhaften Vegetation machte den Besuch für uns so besonders. Die Victoriafälle sind nicht nur ein beeindruckendes Naturschauspiel aus Wasser und Felsen, sondern zugleich ein einzigartiger Lebensraum, in dem sich eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt entwickelt hat.

Schließlich erreichten wir auf unserem Rundweg den Aussichtspunkt mit Blick auf die berühmte Victoria-Falls-Brücke. Bereits am Vorabend hatten wir die eindrucksvolle Stahlbogenbrücke von der Terrasse des Lookout Cafés aus bewundert. Damals stand der historische Restaurantzug auf der Brücke und bot seinen Gästen ein außergewöhnliches Dinner mit Blick auf die Schlucht.

Heute zeigte sich ein ganz anderes Bild. Statt des nostalgischen Zuges rollten Lastwagen, Reisebusse und Autos in gemächlichem Tempo über die Brücke, die Simbabwe mit Sambia verbindet. Die 1905 fertiggestellte Konstruktion spannt sich in einem eleganten Bogen über die tiefe Batoka-Schlucht und gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Region.

Am Aussichtspunkt herrschte reger Betrieb. Zahlreiche Besucher hatten sich eingefunden, denn hier entstand eines der bekanntesten Fotomotive der Victoriafälle: die Brücke vor der dramatischen Kulisse der Schlucht, eingerahmt von der aufsteigenden Gischt und – mit etwas Glück – einem farbenprächtigen Regenbogen.

Auch wir reihten uns geduldig in die Gruppe der Fotografen ein. Jeder versuchte, den besten Platz zu ergattern und genau den richtigen Moment abzupassen. Das war gar nicht so einfach, denn ständig wechselten Lichtverhältnisse, Windrichtung und Gischt. Mal war die Brücke perfekt zu erkennen, dann verschwand sie wieder teilweise hinter den aufsteigenden Wasserschwaden.

Nach einigen Minuten zeigte sich schließlich auch der ersehnte Regenbogen. Die Sonne stand günstig, und die feinen Wassertröpfchen verwandelten die Schlucht in ein farbenfrohes Naturschauspiel. Sofort wurden die Kameras gezückt und unzählige Fotos gemacht. Auch wir hofften, eines jener Bilder einzufangen, die man später immer wieder gerne betrachtet und die sofort die Erinnerung an diesen besonderen Ort zurückbringen.

Während wir dort standen, beobachteten wir das geschäftige Treiben auf der Brücke und die Menschen aus aller Welt, die wie wir von diesem einzigartigen Aussichtspunkt angezogen wurden. Es war einer jener Momente, in denen man die Kamera auch einmal sinken lässt, um die beeindruckende Szenerie einfach nur auf sich wirken zu lassen.

Zum vereinbarten Zeitpunkt trafen wir uns wieder mit dem Rest der Reisegruppe in einem kleinen Café in der Nähe des Ausgangs. Nach den vielen Eindrücken der vergangenen Stunden tat es gut, noch einmal im Schatten Platz zu nehmen und die Erlebnisse Revue passieren zu lassen. Levoy hatte dort bereits geduldig auf uns gewartet und begrüßte nach und nach alle Teilnehmer, die von ihrer individuellen Tour entlang der Victoriafälle zurückkehrten.

Bevor wir die Rückfahrt antreten konnten, stand noch ein kleiner organisatorischer Punkt auf dem Programm. Gemeinsam gingen wir zu dem Stand zurück, an dem wir am Vormittag die Regencapes ausgeliehen hatten. Angesichts der gewaltigen Gischt hatten sich die Capes als ausgesprochen nützlich erwiesen. Ohne sie wären wir an vielen Aussichtspunkten vermutlich bis auf die Haut durchnässt worden. Nachdem die Leihgebühr bezahlt und alles ordnungsgemäß zurückgegeben war, konnten wir schließlich die Rückfahrt antreten.

Wenig später erreichten wir wieder die Ilala Lodge. Dort erwartete uns bereits die nächste kleine Überraschung. Die am Vortag bestellten T-Shirts waren inzwischen geliefert worden und lagen zur Abholung bereit. Natürlich wollten wir sofort sehen, wie die fertigen Erinnerungsstücke aussahen.

Kaum hatten wir unser Zimmer erreicht, wurden die Tüten geöffnet und die Shirts ausgebreitet. Neugierig begutachteten wir Druck, Farben und Motive und machten natürlich auch gleich eine erste Anprobe. Jeder hatte sich sein persönliches Design ausgesucht, sodass kein Shirt dem anderen glich. Einige Motive zeigten die Victoriafälle, andere typische afrikanische Tiere oder Erinnerungen an die Reise durch Botswana, Namibia und Simbabwe.

Die T-Shirts waren eine schöne Erinnerung an die vergangenen Wochen und sorgten noch einmal für Gesprächsstoff. Während wir die neuen Souvenirs betrachteten, wurde uns bewusst, dass sich unsere Reise langsam dem Ende näherte. Umso mehr freuten wir uns über diese ganz persönliche Erinnerung, die uns auch zu Hause noch lange an die vielen Erlebnisse und Begegnungen im südlichen Afrika erinnern würde.

Am Nachmittag wurde ein Großteil unserer Reisegruppe zu einem Hubschrauberflug über die Victoriafälle abgeholt. Die Rundflüge gehören zu den beliebtesten Aktivitäten in Victoria Falls und bieten spektakuläre Ausblicke auf die Wasserfälle und die Batoka-Schlucht. Für uns kam ein solcher Flug jedoch nicht infrage. Wir entschieden uns stattdessen, die freie Zeit für einen Spaziergang durch die kleine Stadt zu nutzen und das alltägliche Leben etwas näher kennenzulernen.

Kaum hatten wir die Hotelanlage verlassen, wurden wir jedoch mit einer Seite des Tourismus konfrontiert, die wir in dieser Intensität nicht erwartet hatten. Gefühlt alle paar Meter sprach uns jemand an und wollte uns Souvenirs verkaufen. Die Händler präsentierten Holzschnitzereien, Schmuck, Bilder, Taschen oder andere Erinnerungsstücke und versuchten mit viel Charme und Verhandlungsgeschick, ihre Waren an den Mann zu bringen. Die meisten waren freundlich und höflich, aber gleichzeitig auch sehr ausdauernd. Kaum hatte man ein Gespräch beendet, wurde man bereits von der nächsten Person angesprochen.

Unser erstes Ziel war die historische Eisenbahn, die wir am Vorabend von der Victoria-Falls-Brücke aus gesehen hatten. Tatsächlich fanden wir den Zug auf einem Abstellgleis und konnten ihn aus der Nähe betrachten. Zu unserer Überraschung entdeckten wir einen Mitarbeiter, der bereit war, uns den Zug zu zeigen. Daraus entwickelte sich eine kleine private Führung. Stolz präsentierte er die stilvoll eingerichteten Waggons, erklärte die Geschichte des Zuges und zeigte uns die Bereiche, in denen die Gäste während der Dinnerfahrten speisen. Die nostalgische Ausstattung mit viel Holz, Messing und liebevollen Details versetzte uns gedanklich in eine andere Zeit. Für die interessante Führung bedankten wir uns anschließend mit einem kleinen Trinkgeld.

Danach setzten wir unseren Stadtbummel fort. Doch auch jetzt wurden wir immer wieder von jungen Männern angesprochen, die ihre Waren verkaufen wollten. Oft ergaben sich kurze Gespräche, manchmal wurde gehandelt, manchmal einfach nur freundlich geplaudert. Nach einer Weile wurde die Vielzahl der Kontakte jedoch etwas anstrengend. Schließlich kauften wir einem jungen Händler zwei kunstvoll geschnitzte Giraffen aus Holz ab. Natürlich freuten wir uns über die schönen Souvenirs, aber insgeheim hofften wir auch, dadurch unseren Weg etwas ungestörter fortsetzen zu können.

Obwohl die Verkäufer durchweg freundlich waren und viele von ihnen einfach versuchten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, merkten wir irgendwann, dass uns die ständigen Verkaufsversuche zunehmend erschöpften. Daher beschlossen wir, den Spaziergang abzukürzen und zur Ilala Lodge zurückzukehren.

Kurz vor dem Hoteleingang wartete jedoch noch eine letzte Überraschung auf uns. Mitten in der Stadt entdeckten wir ein Warzenschwein, das seelenruhig am Straßenrand graste. Weder die vorbeifahrenden Autos noch die Fußgänger schienen das Tier zu stören. Ebenso wenig ließ es sich von dem Verkehr beeindrucken. Während die Menschen um es herum ihrem Alltag nachgingen, widmete es sich ganz entspannt seiner Futtersuche. Dieser ungewöhnliche Anblick zauberte uns noch einmal ein Lächeln ins Gesicht und erinnerte uns daran, wie nah sich in Victoria Falls die Welt der Menschen und die afrikanische Tierwelt kommen können.

Am Abend traf sich unsere Reisegruppe ein letztes Mal zum gemeinsamen Sundowner. In den vergangenen Wochen war es beinahe schon zu einer lieb gewonnenen Tradition geworden, vor dem Abendessen gemeinsam einen Gin Tonic zu genießen. Nicht ohne Augenzwinkern wurde dabei immer wieder erwähnt, dass das Getränk bei Reisenden früher als eine Art Malariaprophylaxe galt. Ob an dieser Geschichte tatsächlich etwas Wahres dran ist, sei einmal dahingestellt. Geschmeckt haben die Gin Tonics jedenfalls, und sie gehörten für viele von uns inzwischen einfach zu einem gelungenen Reisetag dazu.

An diesem Abend lag jedoch auch etwas Wehmut in der Luft. Uns allen war bewusst, dass unsere gemeinsame Reise nun ihrem Ende entgegenging. Deshalb nutzten wir die Gelegenheit, uns bei Levoy für die vergangenen Wochen zu bedanken und uns von ihm zu verabschieden. Jeder aus der Gruppe überreichte ihm ein Trinkgeld als Anerkennung für seine Arbeit. Darüber hinaus hatten wir gemeinsam Geld gesammelt und einige Kleinigkeiten für seinen Reiseproviant besorgt.

Während der Reise hatten wir immer wieder beobachten können, mit welcher Selbstverständlichkeit Levoy anderen Menschen half. Häufig gab er Kindern am Straßenrand etwas von seinem eigenen Proviant ab. Auch in Restaurants, die wir außerhalb des offiziellen Reiseprogramms besuchten, sammelte er übrig gebliebenes Essen ein und brachte es den Aufpassern unseres Reisebusses oder anderen Menschen, die davon profitieren konnten. Solche Gesten fielen nie groß auf und wurden von ihm nie besonders hervorgehoben. Gerade deshalb hinterließen sie bei uns einen bleibenden Eindruck.

Mit Levoy hatten wir einen außergewöhnlichen Reiseleiter kennengelernt. Von Beginn an hatte er sich mit großer Ruhe und Geduld um die Gruppe gekümmert. Er hatte stets ein Auge darauf, dass es jedem gut ging, beantwortete unermüdlich unsere Fragen und meisterte auch unerwartete Situationen mit bemerkenswerter Gelassenheit. Gleichzeitig vermittelte er uns viele Einblicke in das Leben, die Kultur und die Natur seiner Heimat, die weit über das hinausgingen, was man in einem Reiseführer nachlesen kann.

Für uns war Levoy ein äußerst souveräner, herzlicher und engagierter Reiseleiter. Rückblickend hätten wir uns keinen besseren Begleiter für diese Reise vorstellen können. Entsprechend emotional fiel der Abschied aus. Nach den Dankesworten und einigen persönlichen Gesprächen entstand noch ein letztes Gruppenfoto. Besonders schön war, dass alle Teilnehmer dabei die T-Shirts trugen, die wir einen Tage zuvor bestellt hatten. So entstand ein Erinnerungsbild, das die Gemeinschaft und die vielen gemeinsamen Erlebnisse dieser Reise perfekt widerspiegelte.

Anschließend gingen wir noch ein letztes Mal gemeinsam zum Abendessen. Die Gespräche drehten sich noch einmal um die schönsten Erlebnisse der vergangenen Wochen, um besondere Tierbeobachtungen, lustige Anekdoten und die vielen Eindrücke, die wir mit nach Hause nehmen würden. Es war ein würdiger Abschluss einer außergewöhnlichen Reise, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

31.05.26

Abschied von Victoria Falls und Heimreise

Heute hieß es Abschied nehmen. Bereits früh am Morgen war Levoy aufgebrochen. Während für uns die Heimreise bevorstand, lagen vor ihm noch rund 1.700 Kilometer durch Simbabwe und Botswana bis zurück zum Ausgangspunkt der Reise. Eine Strecke, die er allein mit dem Reisebus bewältigen musste. Erst jetzt wurde uns bewusst, welche Leistungen unsere Fahrer und Reiseleiter im Hintergrund täglich erbringen, damit eine solche Reise reibungslos abläuft. Anschließend hieß es ein letztes Mal Koffer packen. Souvenirs, T-Shirts, Andenken und natürlich die unzähligen Fotos auf den Speicherkarten mussten verstaut werden. Wie so oft vor einer Heimreise stellte sich die Frage, wie all die Erinnerungsstücke wieder ihren Platz im Gepäck finden sollten. Nach einigem Umräumen war schließlich alles verstaut und die Koffer standen abfahrbereit vor dem Zimmer. Nach und nach trafen sich auch die übrigen Teilnehmer unserer Reisegruppe in der Lobby. Die Gespräche drehten sich noch einmal um die schönsten Erlebnisse der vergangenen Tage, um die bevorstehenden Flüge und darum, wie schnell die gemeinsame Zeit vergangen war. Gleichzeitig machte sich die typische Stimmung des letzten Reisetages breit – eine Mischung aus Vorfreude auf das Zuhause und Wehmut darüber, dass eine so besondere Reise nun zu Ende ging.

 

Schließlich standen alle Koffer bereit, und wir warteten auf den Fahrer, der uns zum Flughafen von Victoria Falls bringen sollte. Noch einmal ließen wir den Blick über die gepflegte Hotelanlage schweifen und verabschiedeten uns innerlich von diesem besonderen Ort. Wenig später rollte das Transferfahrzeug auf den Parkplatz, die Koffer wurden eingeladen und die letzten Plätze eingenommen. Nun begann endgültig die Heimreise.

 

Wenig später traf unser Fahrer für den Transfer zum Flughafen ein. Wie schon viele Menschen zuvor auf dieser Reise erwies auch er sich als angenehmer Gesprächspartner. Während der Fahrt erzählte er uns viel über sein Heimatland Simbabwe, das Leben der Menschen und die Herausforderungen des Alltags.

Besonders auffällig waren an diesem Morgen die vielen weiß gekleideten Menschen, die entlang der Straßen unterwegs waren oder sich an verschiedenen Plätzen versammelt hatten. Auf unsere Nachfrage erklärte uns der Fahrer, dass viele von ihnen einer christlichen Glaubensgemeinschaft angehören, deren Mitglieder traditionell weiße Gewänder tragen. Die Farbe Weiß steht dabei für Reinheit, Frieden und den Glauben. Für uns war dies noch einmal ein interessanter Einblick in die Kultur und die religiöse Vielfalt des Landes.

 

Schon bald erreichten wir den Flughafen von Victoria Falls. Nach den üblichen Formalitäten hieß es endgültig Abschied nehmen von Afrika. Hinter uns lagen ereignisreiche Wochen voller beeindruckender Landschaften, unvergesslicher Tierbeobachtungen und vieler Begegnungen mit freundlichen Menschen. Mit unzähligen Fotos, schönen Erinnerungen und vielen neuen Eindrücken im Gepäck traten wir schließlich die Heimreise an.

 

 

 

 

 

Nachdem das Gepäck aufgegeben war und wir alle Sicherheits- und Passkontrollen hinter uns gebracht hatten, begann das Warten auf das Boarding. Gemeinsam saßen wir im Abflugbereich des Flughafens von Victoria Falls und nutzten die Zeit für die letzten Gespräche mit den Mitreisenden. Noch einmal wurden Fotos ausgetauscht, Erinnerungen geteilt und die schönsten Erlebnisse der vergangenen Wochen Revue passieren gelassen.

Den Reiseunterlagen konnten wir entnehmen, dass unser Rückflug einen Zwischenstopp vorsah. Dass dieser uns zunächst jedoch für etwa eine bis anderthalb Stunden Flugzeit in die vermeintlich falsche Richtung führen würde, hatten wir nicht erwartet. Erst als wir die Flugroute auf dem Bordmonitor verfolgten, wurde uns bewusst, dass unser erster Abschnitt nicht direkt Richtung Europa führte.

Schließlich landeten wir in einer Stadt in der Nähe von Johannesburg. Für uns blieb es bei einem kurzen Aufenthalt an Bord, während ein Teil der Passagiere das Flugzeug verließ. Kaum waren die Türen geöffnet, begann bereits das routinierte Zusammenspiel der Bodenmannschaft. Ein Serviceteam betrat die Kabine, saugte die Gänge, sammelte liegengebliebene Gegenstände ein und tauschte Kissen sowie Decken aus. Erstaunlich schnell wurde das Flugzeug für den nächsten Flugabschnitt vorbereitet.

Währenddessen beobachteten wir das geschäftige Treiben auf dem Vorfeld. Gepäckwagen fuhren vor, neue Vorräte wurden eingeladen und die Arbeiten am Flugzeug liefen Hand in Hand. Nach kurzer Zeit begann bereits das Boarding der neuen Passagiere. Nach und nach füllte sich die Kabine wieder, die letzten freien Plätze wurden besetzt und schon bald schlossen sich die Türen erneut.

Wenig später rollte das Flugzeug zurück zur Startbahn. Damit begann der eigentliche Langstreckenflug Richtung Europa. Langsam wurde uns bewusst, dass unsere Reise durch das südliche Afrika nun endgültig zu Ende ging und wir uns mit jedem Kilometer weiter von den beeindruckenden Landschaften, den Tieren und den vielen unvergesslichen Erlebnissen entfernten.

Während des Fluges konnten wir noch einmal ein beeindruckendes Naturschauspiel beobachten. Pünktlich zum Sonnenuntergang verfärbte sich der Himmel langsam in warme Gelb-, Orange- und Rottöne. Die untergehende Sonne tauchte die Wolken in ein tiefes Orange und sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre an Bord. Für einen Moment richteten sich die Blicke vieler Passagiere aus den Fenstern, bevor die Dunkelheit allmählich die Landschaft unter uns verschluckte.

Später erreichten wir den Flughafen von Addis Abeba in Äthiopien. Dort stand ein weiterer Flugzeugwechsel an. Nach dem Aussteigen folgten wir gemeinsam mit den anderen Transitpassagieren durch das weitläufige Terminal. Vor uns lagen nun noch etwa zwei Stunden Wartezeit bis zum Weiterflug nach Frankfurt.

Die Zeit verging mit einem letzten Kaffee, einigen Gesprächen und dem Beobachten des geschäftigen Treibens im Terminal. Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen waren unterwegs, Flugzeuge starteten und landeten im Minutentakt, und überall herrschte geschäftiges Treiben. Dennoch merkte man inzwischen deutlich, dass die lange Reise ihren Tribut forderte. Die Müdigkeit wurde immer größer und die Vorfreude auf das eigene Bett zu Hause nahm spürbar zu.

Als schließlich das Boarding für unseren Flug nach Frankfurt begann, zeigte sich schnell, dass die Maschine bis auf den letzten Platz ausgebucht war. Schon beim Einsteigen wurde deutlich, dass uns ein eher anstrengender Nachtflug bevorstand. Die Kabine war komplett gefüllt, Bewegungsfreiheit gab es kaum, und an erholsamen Schlaf war in der Enge des Flugzeugs nur schwer zu denken. Zwar versuchte jeder, einige Stunden Ruhe zu finden, doch wirklich gelungen ist das wohl den wenigsten.

Irgendwann in den frühen Morgenstunden öffneten wir die Fensterblende und blickten hinaus in die langsam heller werdende Dämmerung. Über Kroatien kündigte sich bereits der neue Tag an. Am Horizont erschienen die ersten Sonnenstrahlen und tauchten die Wolkendecke unter uns in ein sanftes Licht. Dieser Sonnenaufgang markierte zugleich das letzte Kapitel unserer Reise.

Als wir schließlich am frühen Morgen in Frankfurt landeten, überwog die Erleichterung. Nach den langen Flugstunden freuten wir uns darauf, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Gleichzeitig wurde uns bewusst, dass damit eine außergewöhnliche Reise endgültig zu Ende gegangen war. Hinter uns lagen viele tausend Kilometer, unzählige Tierbeobachtungen, beeindruckende Landschaften und zahlreiche Begegnungen mit Menschen, die diese Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht hatten. Die Erinnerungen daran werden uns jedoch noch lange begleiten.

Nach der Landung in Frankfurt und der Gepäckausgabe traf sich unsere Reisegruppe ein letztes Mal. Bevor sich unsere Wege endgültig trennten, stellten wir uns noch zu einem gemeinsamen Gruppenfoto auf. Dieses Bild sollte jedoch nicht nur eine Erinnerung an die vergangenen Wochen sein. Unser Reiseleiter Levoy hatte an diesem Tag Geburtstag, und so wollten wir ihm mit dem Foto gleichzeitig gratulieren und uns noch einmal für die wunderbare Reise bedanken.

Kurz nachdem das Bild aufgenommen war, meldete sich Levoy bereits in unserer Reisegruppe. Er hatte die Antwort auf eine Frage gefunden, die uns seit dem Besuch der Victoriafälle beschäftigt hatte. Der auffällige Vogel, den wir dort fotografiert hatten, war ein Trompeterhornvogel. Wieder einmal zeigte sich, mit welcher Leidenschaft und Aufmerksamkeit er seine Gäste begleitet hatte – selbst nachdem die Reise offiziell bereits beendet war.

Nun hieß es endgültig Abschied nehmen. Nach vielen gemeinsamen Erlebnissen, tausenden gefahrenen Kilometern und unzähligen Tierbeobachtungen trennten sich die Wege der Gruppe. Für uns stand noch die Heimfahrt mit der Bahn bevor. Vorsorglich hatten wir Plätze in der 1. Klasse reserviert und freuten uns auf eine entspannte Rückreise.

Doch kaum waren wir in Deutschland unterwegs, zeigte sich, dass nicht immer alles so reibungslos funktioniert wie auf unserer Afrikareise. Bereits am Frankfurter Hauptbahnhof verzögerten sich die Abfahrtszeiten erheblich. Dazu kamen ständig wechselnde Gleisangaben, sodass man gefühlt mehr Zeit mit dem Blick auf die Anzeigetafeln als auf den Bahnsteig verbrachte.

Irgendwann saßen wir schließlich in unserem Zug, hatten unsere Koffer verstaut und waren erleichtert, endlich unterwegs zu sein. Doch die Freude hielt nicht lange an. Kaum hatte der Zug den Bahnhof verlassen, kam er kurze Zeit später wieder zum Stehen. Über die Lautsprecher erfuhren wir, dass ein anderer Zug auf der Strecke liegen geblieben war und die Weiterfahrt blockierte.

Zunächst nahmen wir die Verzögerung noch gelassen. Nach den langen Flugstunden waren wir froh, überhaupt zu sitzen. Also bestellten wir im Bordrestaurant einen Kaffee und beobachteten entspannt das Geschehen. Irgendwie würden wir schon nach Hause kommen, und notfalls würden wir eben einen späteren Anschlusszug nehmen.

Mit jeder weiteren Verzögerung wurde die Heimreise jedoch etwas abenteuerlicher. Schließlich erreichten wir Aulendorf, wo die Zugfahrt  endete. Wegen Bauarbeiten mussten wir auf einen Schienenersatzverkehr umsteigen. Mehrfach fragten wir den Busfahrer nach unserer Zielhaltestelle, und jedes Mal bestätigte er uns, dass der Bus dort halten würde.

Umso größer war die Überraschung, als der Fahrer etwa drei Kilometer vor unserem eigentlichen Ziel plötzlich erklärte, dass wir nun aussteigen müssten. Unsere gewünschte Haltestelle würde er doch nicht anfahren. Für einen Moment machte sich durchaus Ärger breit. Nach der langen Reise, den Flügen und den Verspätungen sollten wir nun auch noch unsere Koffer die letzten drei Kilometer nach Hause ziehen.

Während wir mit unserem Gepäck am Straßenrand standen, wurde uns schlagartig bewusst, welchen Komfort wir während der vergangenen Wochen in Afrika genossen hatten. Dort wurden unsere Koffer bei jedem Unterkunftswechsel direkt vom Bus ins Hotel und später wieder zurück getragen. Damals hatten wir diesen Service fast als selbstverständlich angesehen. Nun, mit mehreren Gepäckstücken in den Händen und noch einigen Kilometern vor uns, wussten wir diesen Luxus plötzlich wieder sehr zu schätzen.

So endete unsere Reise mit einer letzten, ungeplanten Lektion in Sachen Gelassenheit. Rückblickend konnten wir sogar darüber schmunzeln. Denn verglichen mit den vielen großartigen Erlebnissen, die hinter uns lagen, waren drei Kilometer mit dem Koffer letztlich nur eine kleine Randnotiz. Die Erinnerungen an Namibia, Botswana und Simbabwe würden uns jedenfalls deutlich länger begleiten als die letzten Meter unserer Heimreise.

Fazit

Mit unserer Rückkehr nach Hause endete eine Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. In den vergangenen Wochen haben wir beeindruckende Landschaften, eine faszinierende Tierwelt und drei sehr unterschiedliche Länder kennengelernt. Von den endlosen Weiten Namibias über das wasserreiche Okavangodelta in Botswana bis zu den gewaltigen Victoriafällen in Simbabwe bot nahezu jeder Tag neue Höhepunkte.

Besonders beeindruckt haben uns die landschaftlichen Gegensätze. Morgens standen wir in den roten Dünen der Namib, wenig später fuhren wir durch grüne Flusslandschaften oder beobachteten Elefantenherden an Wasserstellen. Immer wieder überraschte uns die Vielfalt der Natur. Dazu kamen unzählige Tierbeobachtungen, die wir so schnell nicht vergessen werden: Löwen, Geparden, Nashörner, Giraffen, Zebras, Flusspferde, Krokodile und natürlich die riesigen Elefantenherden des Chobe-Nationalparks.

Mindestens ebenso wertvoll wie die Naturerlebnisse waren jedoch die Begegnungen mit den Menschen. Ob Lodgemitarbeiter, Fahrer, Händler oder Einheimische am Straßenrand – überall wurden wir freundlich empfangen und erhielten interessante Einblicke in das Leben im südlichen Afrika. Besonders unser Reiseleiter Levoy hat maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Reise für uns zu einem außergewöhnlichen Erlebnis wurde. Mit seiner ruhigen Art, seinem Wissen und seiner Hilfsbereitschaft war er weit mehr als nur ein Fahrer oder Reiseleiter.

Die Reise war keineswegs ein Luxusurlaub im klassischen Sinn. Lange Fahrtage, frühes Aufstehen, staubige Straßen und die teilweise einfachen Bedingungen gehörten ebenso dazu wie die spektakulären Höhepunkte. Gerade diese Mischung machte für uns jedoch den besonderen Reiz aus. Wer das südliche Afrika bereist, erlebt die Natur nicht aus sicherer Entfernung, sondern mittendrin.

Rückblickend fällt es schwer, einen einzelnen Höhepunkt zu benennen. Die Dünen von Sossusvlei bei Sonnenaufgang, die Tierwelt im Etosha-Nationalpark, die Bootsfahrten im Okavangodelta, die Elefanten im Chobe-Nationalpark und die gewaltigen Victoriafälle – jeder dieser Orte hätte für sich allein bereits eine Reise gerechtfertigt.

Für uns war diese Rundreise eine perfekte Kombination aus Natur, Tierwelt, Kultur und Abenteuer. Sie hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern in vielen Bereichen sogar übertroffen. Wer Afrika ursprünglich, abwechslungsreich und intensiv erleben möchte, dem können wir eine solche Reise nur empfehlen.

Und so bleiben am Ende nicht nur tausende Fotos und einige Souvenirs, sondern vor allem Erinnerungen an unvergessliche Momente: an den ersten Löwen in freier Wildbahn, an Sonnenuntergänge über der Savanne, an das Donnern der Victoriafälle, an staubige Pisten und an die vielen Begegnungen mit Menschen und Tieren. Es sind genau diese Erinnerungen, die den Wunsch wecken, eines Tages wieder nach Afrika zurückzukehren.

 

Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Reise war die außergewöhnlich angenehme Reisegruppe. Durch den krankheitsbedingten Ausfall von zwei Reiseteilnehmern standen schließlich nur noch zehn Personen auf der Teilnehmerliste. Da unser Fahrzeug eher kompakt war, erwies sich der zusätzliche Platz während der langen Fahrtage sogar als angenehmer Nebeneffekt.

Zwei weitere Mitreisende hielten sich von Beginn an eher zurück, nahmen nur wenig am Gruppengeschehen teil und fanden auch altersbedingt nur begrenzt Anschluss an die übrigen Teilnehmer. So entwickelte sich unter den verbleibenden acht Reisenden sehr schnell ein besonderer Zusammenhalt. Schon nach kurzer Zeit entstand eine beinahe verschworene Gemeinschaft, in der man sich gegenseitig unterstützte, gemeinsam lachte und die vielen Erlebnisse miteinander teilte.

Die Atmosphäre war während der gesamten Reise ausgesprochen harmonisch und unkompliziert. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten, während der langen Fahrten oder beim Austausch über die Tierbeobachtungen des Tages ergaben sich zahlreiche interessante und oft auch sehr persönliche Gespräche. Diese Begegnungen haben die Reise zusätzlich bereichert und viele Erlebnisse noch intensiver gemacht. Eine so gut harmonierende Gruppe ist keineswegs selbstverständlich und hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir diese Reise in besonders schöner Erinnerung behalten